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Großer Ansturm zum Showprogramm

Alles hört auf mein Kommando: Wie mit den Raubkatzen gearbeitet wird, zeigten Yvonne Muderack und ihr Mann Knut beim öffentlichen Training. Zur Belohnung gibt es für die Tiere Fleisch-Leckerlis.
Alles hört auf mein Kommando: Wie mit den Raubkatzen gearbeitet wird, zeigten Yvonne Muderack und ihr Mann Knut beim öffentlichen Training. Zur Belohnung gibt es für die Tiere Fleisch-Leckerlis. © Foto: Thomas Berger
Thomas Berger / 23.02.2015, 07:36 Uhr - Aktualisiert 24.02.2015, 09:51
Harnekop (MOZ) So viele Besucher auf einmal hat das kleine Harnekop bisher wohl selten erlebt: Mehrere Hundert Interessenten aus der näheren und weiteren Umgebung fanden sich am Sonnabend und Sonntag zur Jubiläumsfeier von Muderacks Raubtiershow mit buntem Programm ein.

Die Autos parkten dichtgedrängt entlang der Haupt- und Nebenstraßen, Einwohner von Dorf und Nachbarorten im näheren Umkreis hatten gleich noch Freunde oder Verwandte mitgebracht, die Schlange am Einlass riss kaum ab. Enttäuscht wurden die Erwartungen der Besucher nicht: Schon am Anfang des Geländes - der ehemalige landwirtschaftliche Technikstützpunkt, den sich Muderacks herrichten - lockten beispielsweise die Tiere der "Rollenden Arche". Knut Samel, der Bruder der Gastgeberin, hat mit seinem mobilen Streichelzoo vor einigen Jahren in Reichenow Dauerquartier gefunden, hatte nun neben Kaninchen oder Hängebauchschweinen auch die Lamas und Alpakas mitgebracht. "Worin unterscheiden die sich denn?", wollte ein Mädchen wissen. In Größe und Wolle, war zu erfahren. "Spucken die auch?" Ja, bis zu drei Meter, wenn sie sich geärgert fühlen.

25-jähriges Jubiläum feierten die Dompteure Yvonne und Knut Muderack am 21./22.2.2015 in Harnekop, boten dazu eine öffentliche Probe mit den Löwen und Tigern. Auch die ergänzenden Gastdarbietungen der Familie Saabel mit Huskys und Pferden sowie das Rahmenprogramm kamen bei den mehrere Hundert Besuchern gut an.
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Zirkusshow in Harnekop

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In der öffentliche Probe mit den drei Löwinnen Zira, Nora und Marli sowie Tiger Tonga und seiner Artgenossin Mausi, alle sieben Jahre alt, konnten die Zuschauer von Yvonne Muderack neben dem Training der Kunststücke wie aufrechtes Sitzen, Überspringen zweier anderer Tiere und sogar Laufen auf Hinterbeinen auch noch viel über die Raubkatzen erfahren. Zum Beispiel, wie sich ihre Charaktere unterscheiden. Tonga ist ganz Pascha und eher etwas fauler. Dafür ist er mit 250 Kilogramm auch um einiges größer und schwerer als die weiblichen Tiere mit 150 bis 200 Kilo. Sie fressen pro Tag fünf Kilo rohes Fleisch, bevorzugt Rind, er bekommt sieben. Aber selbst Fisch lassen sich die Raubkatzen in der Vorführung schmecken - einer von so manchen Aha-Effekten.

Während Yvonne Muderacks Schwester als Clown Pipeline jongliert und ihrerseits eine offenbar gefährliche tierische Überraschung in einer Kiste für die Kinder mitgebracht hat - ein Meerschweinchen -, sind es ansonsten noch die drei Frauen der befreundeten deutsch-italienischen Zirkusfamilie Saabel, die sich aktiv ins Programm einbringen. Neben Kelly, die schon länger mit ihrem Vater Bernhard auf dem Gelände Übergangsquartier bezogen hat, sind nun auch die ältere Schwester Alexandra und Mutter Tiziana eingetroffen. Als Trio lassen sie erst ihre Hunderasselbande in der zweiten Manege los, wo die Huskys unter anderem anderthalb Meter hoch durch Reifen springen. Und zum Finale der großen Show laufen dann die Pferde ein - zu Beginn gibt es die Vorführung mit Andalusiern und Lusitanern, in Teil zwei dann mit den schwarzglänzenden Friesen, die bei der Hohen Schule mit ihren speziellen, beinahe tänzerischen Schritten ebenfalls eine gute Figur machen.

Eben die Pferde haben Finja (6) und Enja (3), die mit ihren Großeltern Rosemarie und Peter Hanke aus Wriezen gekommen sind, am besten gefallen. "Aber auch das Raubtiertraining war schön und sehr gut erklärt", lobt die Oma. Der Reichenberger Peter Bock, der Muderacks bei deren ersten Notquartier in seinem Dorf erlebt hat, findet insgesamt schön, wie diese sich in Harnekop eingerichtet haben. Die Gäste dort nahmen derweil die Angebote von Knopptopp-Keramik und der Haselberger Imkerei Schmidt in Augenschein, um am Ende noch der Fütterung der Raubkatzen beizuwohnen - mit Sicherheitsabstand.

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