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Sommerfelder Wache vor dem Aus

Dirk Nierhaus / 01.03.2015, 09:00 Uhr
Kremmen (MZV) Oberhavel strukturiert den Rettungsdienst um - zunächst bis Ende des Jahres auf Probe. Davon sind vor allem die Standorte im Bereich Kremmen betroffen, wo unter anderem eine Wache - die in Sommerfeld - aufgegeben wird.

Das bestätigte Kreissprecher Ronny Wappler am Freitag. Ihm zufolge steht der zurzeit noch in Sommerfeld stationierte Rettungswagen künftig in Gransee. Darüber hinaus gibt es Veränderungen in der Wache Staffelde. Dort stehen jetzt zwei Rettungswagen, einer davon in Reserve ohne Besatzung. Das Einsatzfahrzeug wird mit Beginn der Probephase tagsüber für zehn bis zwölf Stunden an der Feuerwehr Kremmen stationiert. Dafür wird auf dem Gelände hinter dem Depot ein Container aufgestellt. Dort ist bislang noch nicht viel passiert, sodass sich der für Montag geplante Start der Testphase verschiebt. Spätestens Mitte März dürfte es Wappler zufolge soweit sein. Nachts steht das Fahrzeug dann wieder in Staffelde, wo es desinfiziert wird und Ruheräume für die Besatzung zur Verfügung stehen.

Grund für die geplante Umstrukturierung ist ein im Jahr 2011 vom Landkreis in Auftrag gegebenes Gutachten zur Organisation des Rettungsdienstes in Oberhavel. Darin wurde laut Wappler eine unterdurchschnittliche Auslastung der Rettungswachen in Sommerfeld und Staffelde festgestellt. Der Gutachter hat deshalb eine Verlagerung von Personal und Technik vorgeschlagen. Diese Empfehlung setzt der Kreis nun um. Allerdings zunächst in Abstimmung mit Kremmen auf Probe. "Ziel ist es, konkrete Fallzahlen zu bekommen, die zur Prüfung der Machbarkeit der Umsetzung des Gutachten notwendig sind. Erst nach Abschluss der Testphase wird entschieden, ob die Empfehlungen tatsächlich umgesetzt werden können", so der Kreissprecher. Kritik an der Umstrukturierung kommt aus dem Rettungsdienst, von der Feuerwehr und der Bevölkerung. Dort wird vor allem befürchtet, dass die medizinische Notfallversorgung in der Region künftig nicht mehr abgesichert werden kann.

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