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Carsten Bruch tritt als Bürgermeister für Biesenthal in die Fußstapfen von André Stahl

Nachfolge in Biesenthal geklärt

Blumen für den Nachfolger: André Stahl (Linke) gratuliert Carsten Bruch (l.) zu seinem neuen Amt.
Blumen für den Nachfolger: André Stahl (Linke) gratuliert Carsten Bruch (l.) zu seinem neuen Amt. © Foto: Rainer Horn
Brigitte Horn / 06.03.2015, 20:45 Uhr
Biesenthal (MOZ) Die Nachfolge von Biesenthals ehemaligem und Bernaus neuem Bürgermeisters André Stahl (Linke) ist entschieden. Am Donnerstag wählte die Biesenthaler Stadtverordnetenversammlung Carsten Bruch (CDU) als Stadtoberhaupt.

Die Mensa der Biesenthaler Grundschule war für den besonderen Anlass vorbereitet. Mit Blick auf das große Interesse von Bürgern und Parteifreunden waren für das Publikum mehrere Stuhlreihen aufgestellt worden. Die Amtsverwaltung hatte die Wahlkabine mitgebracht. Auf einem Extratisch standen die Wahlurne und der Drucker für die Wahlzettel, der nur einmal gebraucht wurde.

Bevor es ernst wurde und die Stadtverordneten zu entscheiden hatten, haben sich beiden Bewerber noch einmal vorgestellt. Carsten Bruch machte es relativ kurz. Der 37-Jährige stellte sich als Stadtverordneter vor, der seit 2003 dem Stadtparlament angehört und nannte als Schwerpunkte die Innenstadtentwicklung, Gewerbeansiedlungen sowie die Profilierung als Natur- und Wohnstandort. Detlef Klix bekannte im Großen und Ganzen eine Übereinstimmung zu den Zielen, die auch Bruch nannte. In einem Punkt setzte er sich jedoch deutlich ab. Vehement sprach er sich gegen die von den Stadtverordneten mehrheitlich akzeptierten geplanten Windräder aus. Da die Stadt auf den Tourismus setze, dürften Windenergieanlagen keinen Platz haben.

Inwieweit dies das Wahlergebnis beeinflusste, kann nur vermutet werden. Die Wahl erfolgte geheim. Den dafür notwendigen Antrag stellte die Stadtverordnete Margitta Mächtig (Linke). Mit zehn Stimmen für Carsten Bruch und einer Stimme für Detlef Klix (Bürger für Biesenthal - BfB) war der Wahlausgang deutlich, dennoch auch überraschend. Denn sieben der insgesamt 18 Biesenthaler Stadtverordneten gaben einen ungültigen Stimmzettel ab. Ebenso überraschend war das Ergebnis für Klix. Die BfB-Fraktion hat drei Sitze in der Stadtverordnetenversammlung. Auf den Kandidaten aus dieser Fraktion entfiel aber nur eine Stimme.

Trotz des Ergebnisses hatte sich Klix schnell gefasst und gratulierte seinem Kontrahenten fast als erster zu dessen Wahl. Der MOZ gegenüber sagt Klix, dass damit eine Richtungswahl erfolgt sein dürfte. Carsten Bruch sah es als gutes Ergebnis an, dass er schon im ersten Wahlgang gewählt wurde. "Ich bin sehr zufrieden", sagte er. Schade sei allerdings, dass nicht alle Bürger wählen konnten. Doch mit Blick auf die Besucher des Abends, meinte er, dass es einen guten Zuspruch gegeben habe.

Zu den Gratulanten gehörte auch sein Vorgänger André Stahl, der erst nach der Hauptausschusssitzung in Bernau nach Biesenthal kommen konnte. Er schenkte ihm das Buch "Kurt Tucholsky für Boshafte" und wünschte Bruch immer eine glückliche Hand.

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Till 07.03.2015 - 23:29:21

Glückwunsch und die Qual der Wahl

Sehr geehrter Herr Bruch! Mit großem Respekt sende ich auch einen Glückwunsch aus der Nachbarschaft zum neuen Amt und wünsche Ihnen die nötige Weissheit bei den kommenden Aufgaben . Ihre CDU im Landtag tritt (wie Herr Klix von BVB Freie Wähler) gegen noch mehr Windräder und vor allem gegen solche in Wäldern an. Da könnten Sie sich doch gleich bei Ihrem Energiepolitischen Sprecher und Parteifreund Steeven Brets guten Rat einholen und das von Ihm erst vor kurzem verkündete Parteiprogramm umsetzen - keine Windräder in Brandenburger Wälder bauen. Sie gewinnen so auch gute Freunde in Prenden und Lanke bei den Bürgern, da die Dinger zwar auf Biesenthaler Flur, jedoch vor den Türen der Nachbarn stehen und sie belasten würden. Wie werden Sie sich entscheiden? Für Steeven Brets und Ihrer Partei steht die Glaubwürdigkeit vor den Wählern auf dem Spiel und daher bitte ich Sie, bedenken Sie es gut und beugen Sie sich nicht den Populisten der Roten Fraktion?

Rotlackiert 07.03.2015 - 14:19:43

Glückwunsch

Hr. Bruch und immer ein volksnahes Händchen möchte ich Ihnen für das Amt wünschen. Machen sie es besser als ehedem. Das dürfte nicht zu schwer sein. Vor allem hoffe ich das die Dunkelroten ihnen das Leben nicht zu schwer machen.

martha doa 07.03.2015 - 11:32:28

windräder für biesenhal

Glückwunsch für die Windrad-Befürworter, so kommen zum Glück NICHT SO VIELE Touristen zu uns. Dänemark macht es schon vor, dort werden keine Windräder mehr auf dem Festland gebaut, nur noch OFFSHORE!! Viel Erfolg weiterhin im Tourismus, die ITB wird es freuen. m.

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