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Mauthausen-Hymne und Schüler-Guides

Bei der Ausstellungseröffnung erklärten Johann Roland und Hendrik Höhne (beide 15, aus Friedersdorf) Besuchern wie Monika Kexel aus Platkow (v.l.) Details aus dem Leben des wohl bekanntesten Holocaust-Opfers.
Bei der Ausstellungseröffnung erklärten Johann Roland und Hendrik Höhne (beide 15, aus Friedersdorf) Besuchern wie Monika Kexel aus Platkow (v.l.) Details aus dem Leben des wohl bekanntesten Holocaust-Opfers. © Foto: Matthias Lubisch
Ines Rath / 13.03.2015, 05:50 Uhr
Seelow (ir) Die leider nur wenigen Gäste der Ausstellungseröffnung, die am Donnerstag Nachmittag in die Stadtpfarrkirche gekommen waren, konnten nicht besser auf die Anne-Frank-Schau eingestimmt werden: Der Alt Rosenthaler Chor "Kariolle" trieb seinen Zuhörern spätestens mit seinem letzten Lied die Tränen in die Augen. Der Chor sang das einst durch Mikis Theodorakis berühmt gewordene und von Chorleiterin Judith Leopold neu arrangierte Mauthausenlied im griechischen Original - und erntete stehende Ovationen.

Kreisjugendpfarrer Robert Parr dankte den Sängerinnen und Sängern für ihren besonderen Beitrag zur Ausstellungseröffnung. Zu dem gehörte auch eine Premiere. Erstmals trug "Kariolle" seine Eigenkomposition, das Heimatlied "Sand und Erde" vor.

Der besondere Dank des Direktors des Berliner Anne-Frank-Zentrums Patrick Siegele galt neben den Seelower Mitorganisatoren der Ausstellung um Kathrin Schilling und Heike Hundertmark vor allem den acht Schüler-Guides. Sechs Seelower Oberschüler und zwei Schüler des Wriezener Johanniter-Gymnasiums haben sich in den vergangenen zwei Tagen von einer Mitarbeiterin des Anne-Frank-Zentrums schulen lassen, um ihre Altersgenossen durch die Schau führen zu können.

13 Schulklassen aus der Seelower Region haben sich bereits für den Besuch der beeindruckenden Ausstellung im Synodenraum der Stadtkirche angemeldet. "Das hat unsere Erwartungen übertroffen", freut sich Kathrin Schilling. Neben den Schüler-Guides haben sich weitere Freiwillige bereit erklärt, Führungen zu übernehmen. Bis zum Ende der Ausstellung am 2. April sind nur noch wenige Termine für Führungen frei.

Potenzielle Besucher seien beruhigt: Der Schau fehlt jedes Pathos. Sie atmet im Gegenteil die Lebensfreude der Verfasserin jenes Tagebuches, das einen so tiefen Einblick in das Leben von Holocaust-Opfern gewährt. Von überall lacht Anne Frank die Besucher an. Die Fotos und Texte werden durch kleine Filme ergänzt, die auf mehreren Monitoren zu sehen sind.

Anmeldungen über Heike Hundertmark, Tel. 01723208385

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