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Mietwohnungen und Baracken gefragt

Polizeischule als Wohnstandort stark begehrt

Hans Still / 15.03.2015, 07:45 Uhr
Basdorf (MOZ) Dem ehemaligen Gelände der Basdorfer Polizeischule steht eine dynamische Zukunft bevor. Handwerker wollen mit einem Schlag acht Baracken erwerben, der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) plant eine Pflegeeinrichtung und auch die Mietwohnungen erfreuen sich großer Nachfrage.

Das Basdorfer Wohnprojekt "Grünes Wohnen" kommt überraschend gut an. "Der Bedarf ist offenkundig da, wir haben bereits 62 Bewerbungen registriert", konstatiert Kämmerer Christian Braungard in dieser Woche. Als Geschäftsführer der Basdorfer Entwicklungsgesellschaft (BEG) verfolgt er die Nachfrage akribisch, schließlich schickt sich die Gemeinde an, pro Wohnblock sechs Millionen Euro für die Schaffung von 50 Wohnungen in die Hand zu nehmen. "Aktuell könnte es so kommen, dass wir von Beginn an mit zwei Blöcken und einhundert barrierearmen Wohnungen planen", gibt Braungard zu erkennen. 32 Interessenten einer Mietwonung kommen aus Wandlitz, davon sind 16 Bewerber direkt aus Basdorf. Auch hätten 22 Berliner nachgefragt.

Da die Bürger ausdrücklich Ausstattungswünsche äußern sollen, kann Braungard auch darüber Auskunft geben. Laminat und ein Pkw-Stellplatz stehen ganz oben auf der Wunschliste (46 Nennungen), eine Badewanne wurde 42 Mal gewünscht und 36 künftige Mieter würden eine Einbauküche begrüßen. "Wir sammeln durch die Aussagen interessante Informationen und stellen fest, die Wünsche sind mit den Ansprüchen der Mieter unserer kommunalen Wohnungen durchaus vergleichbar", analysiert Braungard. Mitte 2017, so seine Erwartung, kommen die 100 Wohnungen auf den Markt. Finanziert werde das Vorhaben auch mit Krediten.

Erweisen müsse sich allerdings noch, ob eine Gemeinschaft einheimischer Handwerker die acht Baracken auf dem Gelände im Paket kaufen kann. "Wir wissen heute noch nicht, ob wir ausschreiben oder die Baracken im Paket ohne Ausschreibung vergeben werden. Das hängt von der Nachfrage ab", so Braungard. Der Basdorfer Ortsvorsteher Peter Liebehenschel hatte zuvor im Gespräch mit der MOZ berichtet, er gehöre zu einer aus Handwerkern bestehenden Bietergemeinschaft, die den Kauf der Baracken beabsichtigt, um diese dann auszubauen und zu verwerten. Am kommenden Donnerstag soll es auf dem Areal zu einem ersten Gespräch zwischen Verwaltung und Investoren kommen.

Sicher sei laut Braungard hingegen, dass der Arbeiter-Samariter-Bund 8000 Quadratmeter Land erwerben will, um auf diesem Areal eine Tagespflege einzurichten. "Das ist eine Super-Sache und passt komplett in das Konzept", so der Kämmerer. Entstehen soll die Tagespflege hinter dem früheren Wachgebäude, das später einer Rettungswache des Landkreises Platz bieten soll.

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Janine T. 11.08.2015 - 15:14:43

@Angelika

Eben nicht. In D ist alles per Gesetz und Vorschriften reglementiert. Da darf kein Neubürger an die Arbeit heran gezogen werden. Das geht versicherungsrechtlich nicht. Besser wäre es für alle, wenn die vielen Neubürger sich in die Gesellschaft gleich von Anfang ein einbringen würden. Leider alles nur ein Wunschdenken der kleinen Frau.

Angelika 11.08.2015 - 11:56:42

Polizeischule Basdorf - gute Bausubstanz? Umbau für Flüchtlingsquartier

Wohnungen müssen sein, keine Frage, zu einem bezahlbarem Mietzinns ebenfalls. Aber Momentan tut sich in Deutschland die Problematik mit der Massenzuwanderung von Flüchtlingen auf. Die Bausubstanz kann so schlecht nicht sein und eine Schule zu Wohnungen umzubauen, kann so schwer auch nicht sein. Außerdem gibt es unter den Flüchtlingen bestimmt auch Fachkräfte, die unter Anleitung hier mit umbauen können. Warum werden diese nicht nach 1 Woche zu allgemeinnützigen Arbeiten oder Umbauten für Flüchtlinge mit herangezogen. Selbstverständlich untr entsprechender Anleitung. Der Bedarf ist bestimmt gegeben und die gesetzliche Grundlage hierzu dürfte keine Hürde darstellen. Wenn bekannt wird, dass die Flüchtlinge gleich mit zu Arbeiten herangezogen werden, überlegen sie vielleicht besser, ob sie den Schritt wagen, aus ihrem Land auszuwandern.

Gundi 15.03.2015 - 10:04:00

Aber

als Quartiere für Flüchtling nicht ?

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