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Kita Kunterbunt aus Altglietzen gewinnt 14. Deutsch-Polnische Kindergarten-Olympiade in Bad Freienwalde

Jubelschreie und Freudentränen

Dabeisein ist alles: Nach dem Wettkampf posieren die Mannschaften für ein Gruppenfoto. Beim großen Kreissportfest im Rahmen der 775-Jahrfeier in Strausberg werden die Teams wieder aufeinander treffen.
Dabeisein ist alles: Nach dem Wettkampf posieren die Mannschaften für ein Gruppenfoto. Beim großen Kreissportfest im Rahmen der 775-Jahrfeier in Strausberg werden die Teams wieder aufeinander treffen. © Foto: Bernhard Franz
Wiebke Wollek / 15.03.2015, 18:31 Uhr
Bad Freienwalde (MOZ) Bei der 14. Deutsch-Polnischen Kita-Olympiade des Kreissportbundes am Sonnabend standen Spaß an Bewegung sowie die Freundschaft zum Nachbarland im Vordergrund. Gewinner des Turniers in der Kurstadtsporthalle war die Altglietzener Kita Kunterbunt.

Das Tröten der Vuvuzelas und die Bässe der lauten Musik dringen aus der Kurstadtsporthalle. Über 100 Kinder geben alles, um ihre Mannschaft zum Sieg zu führen. Neben der Kita aus der polnischen Stadt Moryn treten an: Gruppen aus Bad Freienwalde, Wriezen, Falkenberg, Altglietzen, Neulewin, Altreetz und Neuenhagen/Bralitz. Am Ende geht die Kita Kunterbunt aus Altglietzen als strahlender Sieger hervor.

Mit von der Partie sind auch die auch, die ihren Emotion mit Jubelschreien und auch dem ein oder anderen Tränchen vor Rührung Ausdruck verleihen. "Die Eltern rasten immer richtig aus", sagt Reinhard Förster vom Kreissportbund Märkisch-Oderland (KSB) und schmunzelt. "Die sind noch verrückter als die Kinder", ergänzt Vorsitzender Dieter Schäfer. Organisatorin ist Manja Lindner. Sie lobt die gute Zusammenarbeit mit den Kitas und das Engagement der Erzieher, die sich das Wochenende für die Veranstaltung frei halten. Sie begleiten die Kinder nicht nur, sondern sind mit vollem Körpereinsatz dabei, feuern die Kleinen an und rennen schon mal eine Runde mit, wenn ein Kind die Orientierung verliert.

Mika und Jan Philipp aus der Bad Freienwalder Kita Sonnenschein hatten am meisten Spaß beim Rollerfahren im Slalom. "Die Kinder sollen auch lernen, dass kleinere Patzer nicht schlimm sind", sagt Erzieherin Katrin Jürgens. Weitere Disziplinen waren Ballrollen, Sprint, Sackhüpfen und Schubkarre. "Durch die Vielfalt sollen unterschiedliche Fähigkeiten gefördert werden, wie Geschicklichkeit oder Kraft", erklärt Manja Lindner.

Im Vordergrund steht aber nicht nur der Spaß an der Bewegung, sondern auch das "internationale Flair", wie Dieter Schäfer sagt. Die Kita aus der polnischen Stadt Moryn ist seit sechs Jahren dabei. Trotz der sprachlichen Barriere knüpfen Kinder und Erwachsene Kontakte, die auch nach der Olympiade bestehen bleiben. "Alle gehen offen aufeinander zu", sagt Dieter Schäfer. Dolmetscher helfen bei der Verständigung. "Die Olympiade ist jedes Mal super", sagt Alina Serafinska, Erzieherin der polnischen Kita.

Am Rand des Spielfeldes stehen die Eltern dicht an dicht und feuern ihren Nachwuchs an. Sandra Rausch, deren sechsjähriger Sohn Merlin die Wriezener Kita Freundschaft besucht, lässt ihren Emotionen freien Lauf. "Zum Start der Olympiade hätte ich heulen können, so aufregend war das", gesteht die Mutter. "Ich finde es toll, dass unsere Kinder hier die Möglichkeit haben, sich zu messen und ihr Selbstvertrauen zu stärken", sagt Susann Limber aus Wriezen, deren Tochter Fine in die gleiche Kita geht.

Der KSB fördert die körperliche Bewegung von klein auf und organisiert Sportstunden in den Kitas. "Viele Kinder fahren mit dem Bus zur Schule und sind nicht oft genug draußen an der frischen Luft", sagt Manja Linder. "Der Bewegungsraum ist eingeschränkt." In Seelow und Strausberg organisiert der KSB ebenfalls Kita-Olympiaden. Zur 775-Jahr-Feier am 19. Juni in Strausberg werden etwa 50 Mannschaften gegeneinander antreten.

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