Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Strausberger Förderschüler beteiligen sich an Hilfsprojekt im Libanon mit selbst gebastelten Spielen

Überraschung für Flüchtlingskinder

Uwe Spranger / 09.12.2014, 19:18 Uhr
Strausberg (MOZ) Die Förderschule Clara Zetkin hat syrische Flüchtlingskinder im Libanon mit selbst gebastelten Spielen überrascht. Achtklässler hatten sie gefertigt. Die Bildungseinrichtung konnte sich in diesem Jahr zudem mit guten Visitationsergebnissen hervortun.

"Richten Sie den Schülern den herzlichen Dank von den Kindern im Libanon für die tolle Aktion aus", hat Beate Tohmé vom Kinderhilfswerk Global-Care an Hans-Eberhard Bathelt aus der Förderschule geschrieben. Der Arbeitslehre-Pädagoge hatte von dem Hilfsprojekt gehört und vor einiger Zeit mit den Schülern im WAT-Unterricht die Geschenke gebastelt. Die sind der Kirchengemeinde in Beirut übergeben worden, die regelmäßig Veranstaltungen für Kinder der Flüchtlingsfamilien anbietet - Feste mit Spielen, Theater, Geschenken und einer Mahlzeit, um ein paar fröhliche und unbeschwerte Momente zuermöglichen.

Lebenspraktische Arbeit wird an der Clara-Zetkin-Schule ohnehin großgeschrieben. Schließlich sollen die Mädchen und Jungen nach der Schulzeit so weit wie möglich fit für den Alltag sein. Und für den Beruf. Hier kann die Schule in enger Zusammenarbeit mit dem IB Neuenhagen auf gute Ergebnisse verweisen, hatte im vorigen Jahr den Titel Schule mit hervorragender Berufsorientierung erhalten, wie Odette Brandt aus der Schulkonferenz berichtet. Bis 2017 kann sich die Schule vorerst damit schmücken.

Sie hob überdies die guten Ergebnisse bei der Schulvisitation in diesem Jahr hervor. "Wir hatten vorher richtig Herzklopfen, weil es hieß, die Bewertung mit drei wäre schon sehr gut und die Höchstnote vier sowieso nicht zu kriegen", erzählte sie. Umso positiver überrascht waren die Pädagogen, als sie durchweg mit drei und vier bewertet wurden. Man habe sich gut vorbereitet, das Schulprogramm überarbeitet, aber den Unterricht eigentlich "wie immer" gemacht. Letztlich wurde dem Team um Schulleiterin Kathrin Knospe - sie hat ihren früheren Namen wieder angenommen - beste Professionalität bescheinigt. Auch für das Schulmanagement wurde durchweg die beste Wertung vergeben. Und die basiert nicht nur auf dem Besuch im Unterricht, sondern auch auf Befragungen und Durchsicht von Unterlagen. Die Lehrer selbst finden zum Beispiel gut, dass Kritik nicht mit der Brechstange vorgetragen, sondern so verpackt ist, dass sie zum Mitziehen anregt.

Dabei sind die Kollegen der Förderschule keineswegs sicher, was ihre Zukunft angeht. Noch wisse man beispielsweise nicht, ob im nächsten Jahr neue Erstklässler kommen. Man werde abwarten, wie der neue Brandenburger Bildungsminister Günter Baaske (SPD) das Thema Inklusion angehe. Schocken könne die Lehrer ohnehin kaum noch etwas. "Man hatte schon vor zehn Jahren mal gesagt, die Schule wird dichtgemacht", hieß es.

Kürzlich gab es beim Kooperationspartner Wohnungsbaugenossenschaft Aufbau das traditionelle Weihnachtsbasteln, an dem sich trotz nachmittäglicher Stunde auch etliche ältere Schüler beteiligt hätten, wie Kathrin Knospe berichtet. Außerdem ist ein Gemeinschaftsprojekt der Unterstufe mit der Vorstadt-Grundschule angeschoben, zum Thema Wahrnehmung. Die Älteren aus den Klassenstufen acht bis zehn haben sich vor einigen Wochen in Trebnitz bei einem deutsch-polnischen Projekt mit den Folgen von Krieg befasst. Es wurde gemeinsam Theater gespielt, Filmszenen gedreht, Comics entworfen. Ergebnisse werden im Januar bei der Schulversammlung vorgeführt.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG