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Nächster Halt: Gesundbrunnen

Kundgebung: Männer und Frauen aus Kremmen und Umgebung forderten eine bessere Zugverbindung nach Berlin.
Kundgebung: Männer und Frauen aus Kremmen und Umgebung forderten eine bessere Zugverbindung nach Berlin. © Foto: MZV
Dirk Nierhaus / 16.03.2015, 22:27 Uhr
Kremmen (MZV) Eine bessere Bahnanbindung von Kremmen an Berlin fordert die Initiative Eisenbahntrasse Nordwest. Auf das Anliegen machten Männer und Frauen aus der Region mit einer Kundgebung am Bahnhof aufmerksam.

Ihnen zufolge soll der sogenannte Prignitzexpress - der RE 6 - von Kremmen über Hennigsdorf und Tegel direkt nach Berlin-Gesundbrunnen fahren. Zurzeit fährt der Zug via Hennigsdorf, wo länger gehalten wird,und Falkensee nach Berlin-Spandau. Von dort gehen zwar Anschlusszüge in die Innenstadt. Die Fahrzeit ist aber insgesamt deutlich länger.

"Kremmen braucht eine Stimme. Deshalb haben wir uns am Bahnhof getroffen, um öffentlich auf unsere Situation aufmerksam zu machen", sagte Matthias Dill am Montag auf Nachfrage. Er hatte die Kundgebung vom vergangenen Donnerstag gemeinsam mit Dr. Werner Rosenberg organisiert. Leider gebe es von Seiten der Kommunalpolitik kaum Unterstützung, bedauerte Dill.

Das Hauptproblem ist ihm zufolge, dass der Prignitzexpress die einzige Umlandverbindung ist, die nicht direkt in die Innenstadt fährt. Darauf haben Rosenberg und er unlängst in einem Schreiben an Infrastrukturministerin Kathrin Schneider hingewiesen. Doch die Antwort aus dem Ministerium sei nicht unbedingt zufriedenstellend gewesen. "Das derzeitige Angebot stellt ausweislich der Nachfrage einen für viele Pendler tragfähigen Kompromiss dar", zitierte Dill aus dem Schreiben aus Potsdam, das Ende Januar eingegangen sei. Vorerst würden lediglich Verbesserungen wie etwa eine kürzere Standzeit in Hennigsdorf ab 2016 in Aussicht gestellt. Es sei zwar auch deutlich gemacht worden, dass die direkte Anbindung des RE 6 an Berlin-Gesundbrunnen Bestandteil des Landesnahverkehrsplans sei und in Berlin sowie Brandenburg als dringendes Projekt gewertet werde. "Auf der anderen Seite wird aber um Verständnis geworben, dass es noch lange dauern könnte, bis es tatsächlich umgesetzt wird", sagte Dill.

Die Initiatoren aus Kremmen sind überzeugt, dass auch Veltener von ihrem Lösungsvorschlag profitierten. Noch kämpfen die Ofenstädter für die Anbindung ans S-Bahn-Netz. Ein Regionalexpress lege aber weniger Stopps ein als eine S-Bahn,argumentierte Dill. So nutzen beispielsweise die Oranienburger häufiger die Regionalbahn als die S-Bahn, wenn sie in die Berliner Innenstadt reisen. Der Grund sei klar: die kürzere Fahrzeit wegen weniger Stopps.

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sven Krein 20.03.2015 - 15:17:55

Bitte keine Einmischung in die Veltener Belange

Liebe Kremmener, kümmert Euch um Eure eigenen Bedürfnisse und Schreibt uns veltenern nicht vor, was für uns gut sein soll. Velten braucht die S-Bahn nach Berlin als Lebensader und ist übrigens Bestandteil des regionalen Wachstumskerns mit Hennigsdorf und Oranienburg. Das setzt einen durchgehenden 20 Minuten Takt Voraus. Wir sind nun mal eine Stadt und lassen uns nicht auf Dorfniveau heruntersetzen.

Ole 18.03.2015 - 19:15:49

Warten auf die Kaffeefahrt

Ist der Rest der Bevölkerung dort schon ausgestorben ? Ich glaube ich bekomme Depressionen.

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