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Haus für 83 kleine Vogelfreunde

Wer füttert? Annet Ehm konnte sich bei all den jungen Vogelfreunden kaum entscheiden.
Wer füttert? Annet Ehm konnte sich bei all den jungen Vogelfreunden kaum entscheiden. © Foto: MZV
Mandy Oys / 19.03.2015, 06:41 Uhr
Gransee (mo) 83 Portionen Vogelfutter hätten im Häuschen keinen Platz gefunden. Aber zumindest einen Blick ins künftige Domizil der gefiederten Freunde wollten sie erhaschen. Die Begeisterung der Kinder der Kita Zwergenland war groß, als ihr hölzernes Vogelhaus am Mittwoch ankam.

Entstanden ist es im Rahmen einer Maßnahme der Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW). "Stabilisierung und Orientierung von erwerbsfähigen Leistungsberechtigten mit großer Distanz zum Arbeitsmarkt" - so weit der Titel der neunmonatigen Maßnahme. Die Arbeit war vor allem projektorientiert. Dabei sei auch der enge Kontakt zu Unternehmen und Netzwerkpartnern der Region besonders wichtig, erklärt die pädagogische Mitarbeiterin Annet Ehm. Und so wurde mit den Vorschulkindern des Zwergenlandes bereits im Oktober ein Tag rund um gesunde Ernährung und Motorik gestaltet. Es wurden Gemüsesuppe gekocht und Obstspieße gesteckt. Andere Vorschüler bastelten: Die mit Serviettentechnik verzierten Taschen lösen seitdem die Plastiktüte zuhause ab. Ein Traumfänger in jedem Kinderzimmer erinnert an den Tag mit den FAW-Teilnehmern. Ebenso wie das Vogelhaus, das seit Mittwoch auf dem Spielplatz steht. Es soll die Kinder animieren, sich zum kümmern und zu beobachten, sagt Annet Ehm.

Nach zwei Jahren wird das Projekt des Bildungsträgers in Gransee nicht verlängert, die Maßnahme endet. Das bedauerte am Mittwoch auch Kita-Leiterin Manja Perrot. Die Zusammenarbeit sei gut gewesen.

Für die anfangs zehn und heute acht Teilnehmer der Maßnahme galt es, die eigenen Fähigkeiten zu entdecken und zu entwickeln, sagt Ehm. Sie konnten sich während des gemeinsamen Projekttages auf die Kindern einlassen, etwas mit ihnen gemeinsam gestalten. Während die einzige weibliche Teilnehmerin den kreativen Part übernahm, haben die Männer sich vorrangig um die handwerklichen Tätigkeiten gekümmert. Entstanden sind so auch eine Kräuterspirale und ein Spieltisch mit besonders großen Mensch-ärgere-dich-nicht- und Dame-Figuren, den Annet Ehm am Mittwoch dem Seniorenzentrum in Oranienburg übergab.

Am 27. März endet die Maßnahme des Bildungsträgers offiziell, zwei Durchgänge gab es seit Sommer 2013 in Gransee. Die Teilnehmer kamen ausnahmslos aus der nahen Umgebung - aus Mildenberg, Schönermark, Zehdenick und Gransee. Einer von ihnen hat eine neue Beschäftigung gefunden, er wird künftig die Aktenauswertung in der Ravensbrücker Mahn- und Gedenkstätte unterstützen. Die anderen werden Annet Ehm zufolge erstmal ein Bewerbungstraining absolvieren müssen.

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