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Erster Preis für Projekt "Früh aufgestellt"

Mädchen und Jungen der Grundschule Schönow bei der Projektarbeit
Mädchen und Jungen der Grundschule Schönow bei der Projektarbeit © Foto: Jugendbilkdungsstätte
Kai-Uwe Krakau / 21.03.2015, 08:00 Uhr
Werneuchen (MOZ) Für das Projekt "Früh aufgestellt" ist die Jugendbildungsstätte "Kurt Löwenstein" Werftpfuhl am Freitagabend in Duisburg mit dem 1. Platz des Preises "Politische Bildung 2015" ausgezeichnet worden.

Im Mittelpunkt standen dabei Projekttage unter dem Motto "Viele Träume - Gleiche Chancen?", an denen zwei Klassen der Grundschule Schönow das Thema "Diskriminierung" bearbeitet hatten. Die 46 Schüler beschäftigten sich in kleinen Gruppen damit, ob es eine Chancengleichheit für Mädchen und Jungen, Behinderte oder Menschen anderer Nationalitäten gibt. Sie drehten unter anderem kurze Filme, in denen sie zeigten, wie Ungerechtigkeiten aus ihrer Sicht beseitigt werden können.

Projektleiter und -initiator Johannes Kreye freute sich über den Preis: "Es ist großartig, dass ein regional angelegtes Projekt so viel Aufmerksamkeit erfährt. Das zeigt, dass es durchaus sinnvoll ist, die Interessen von Kindern ernst zu nehmen. Ihnen wird bisher viel zu selten Raum, Zeit und Unterstützung geboten, sich mit politischen Themen zu befassen".

Die Geschäftsführerin der Jugendbildungsstätte "Kurt Löwenstein", Christine Reich, betonte in Duisburg, wie wichtig es sei, mit der politischen Bildung nicht erst bei Jugendlichen anzusetzen. "Auch Kinder leben nicht in einem politikleeren Raum", erklärte die Werneuchnerin. Reich wies zudem darauf hin, dass die Einrichtung bereits seit Jahren erfolgreich Projekte mit Grundschulkindern durchführe, dafür aber keine kontinuierliche Förderung erhalte. "Es ist an der Zeit, Mittel für die außerschulische politische Bildung mit Kindern als Regelförderung bereitzustellen", so die Geschäftsführerin.

Das Projekt verdient nach Ansicht der Jury den ersten Preis, weil es als eines der wenigen der politischen Bildung eine ganz junge Zielgruppe in den Blick nimmt, dabei sehr politisch ist und den Kindern den Raum für eine ernsthafte Beteiligung gibt.

Durch die gemeinsame Arbeit konnten die Mädchen und Jungen ungleiche Teilhabe an gesellschaftlichen Prozessen erkennen und diskutieren, hieß es.

Der Preis "Politische Bildung" wird alle zwei Jahre vom Bundesausschuss Politische Bildung (bap) vergeben. In diesem Jahr werden damit Vorhaben gewürdigt, die sich mit der Frage "Wie viel Ungleichheit verträgt die Demokratie?" beschäftigen. Gefördert wird der Preis vom Bundesfamilienministerium und der Bundeszentrale für politische Bildung.

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