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Institut befragte über 200 Unternehmen

Kleine Firmen fühlen sich von Stadt nicht betreut

Heinz Kannenberg / 25.03.2015, 19:13 Uhr
Frankfurt (MOZ) Aus Unternehmersicht ist in Frankfurt ein Stimmungswandel erforderlich. Die Stadt sollte sich mehr um die Belange der Bürger und Unternehmer kümmern. Diesbezüglich gibt es dringenden Bedarf, um den Standort wieder attraktiv zu machen. Das ist ein Ergebnis einer Unternehmensbefragung, die am Mittwoch vorgestellt wurde.

Die befragten Unternehmer wünschen sich, dass die Vorzüge der Stadt besser nach außen dargestellt werden müssen. Stattdessen würden vor allem Berichte über Probleme mit dem Haushalt und Streitigkeiten im Rathaus wahrgenommen. "Legislative und Exekutive müssen besser zusammenarbeiten. Image und Anspruch des Verwaltungshandelns sollten mit dem Anspruch der Zukunftsorientierung übereinstimmen", heißt es in der Zusammenfassung der Befragung.

Die Anteile der zufriedenen und unzufriedenen Unternehmen sind mit jeweils 26 Prozent gleich groß. Als Gründe für die Unzufriedenheit werden das Niedrigpreisniveau, unmotivierte Fachkräfte und zu kleine Unternehmensstrukturen genannt. Negativ werden wahrgenommen, dass zu viele Studenten in Berlin wohnen und es zu wenige Innovationen auf Grund fehlender Industrie gibt. Zu hohe Gewerbesteuern werden ebenso kritisiert.

Die Befragten wünschen sich mehrheitlich auch eine bessere Vermarktung der Innenstadt. Es sollten Anreize für die Ansiedlung kleinerer und mittlerer Unternehmen dort geschaffen werden. Dazu zählt auch die Ansiedlung von Geschäften, die ein höherwertiges Angebot anbieten. Damit könnte die Innenstadt auch für polnische Kunden interessanter werden, damit sie nicht nach Berlin durchfahren. Kleine Handwerksbetriebe und mittelständische Unternehmen werden in Frankfurt unterschätzt und zu wenig gefördert, heißt es im Fazit der Befragung. Eine Rückbesinnung auf die lokalen Reserven wird gefordert.

Ute Kerber, Geschäftsführerin von LQM Marktforschung aus Mainz, bewertet die Lage in Frankfurt jedoch besser als die Stimmung. "In einer solchen Situation besteht die Gefahr, dass das Positive noch zerredet wird", ermuntert sie zu mehr Miteinander statt Gegeneinander in der Stadt. Die Mehrheit der Unternehmer hätte in der Befragung auch die Bereitschaft geäußert, mit der Stadt an einem Strang zu ziehen. Ute Kerber hob als überdurchschnittliche Werte im bundesweiten Vergleich die Zufriedenheit mit der Kinderbetreuung, Verkehrsanbindung und dem Angebot an Erweiterungsgewerbeflächen hervor. Auch die Nähe zu Forschung und Wissenschaft sowie die schulischen Angebote würden positiv bewertet. Dagegen kämen die Breitbandversorgung, die Lebensqualität am Standort und das Image des Standortes sehr schlecht in der Bewertung weg.

OB Martin Wilke kündigte an, dass die Stadt stärker auf die Unternehmen zugehen will. Dazu soll das Lotsensystem ausgebaut werden; Unternehmer sollen ständige Ansprechpartner in der Verwaltung haben. "Wir brauchen eine Stabilisierung des Mittelstandes und neue Ansiedlungen. In diesem Zwei-Klang muss mehr wirtschaftliche Kraft entstehen", betonte Wilke. Zu dieser Einschätzung würde auch die Befragung kommen.

Von 605 angesprochenen Unternehmen beteiligten sich 202 an der Befragung. Die meisten Unternehmen kommen aus dem Dienstleistungssektor, dem Handel und Gastgewerbe und beschäftigen weniger als zehn Mitarbeiter.

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Max 26.03.2015 - 11:25:54

TATSACHEN

bei jeder inanspruchnahme von fördermittel muss die komune aus dem haushalt ihren anteil mitfinanzieren.eine 100%ige förderung gibt es nicht!!!!!!!!!.doch für die förderung gibt es auflagen,sollten sie nicht erfüllt sein,kann der förderer sein geld zurückverlangen.

Name ist Schall und Rauch 26.03.2015 - 07:46:37

Rausgeschmissenes Geld

Um dies herauszufinden braucht man kein Mainzer Markforschungsunternehmen beauftragen. Kann mal bitte jemand offen legen, wieviel das gekostet hat ? Aber ja ich weiß, da waren sicher wieder Fördermittel im Spiel und dann wird jeder Unsinn gerechtfertigt. Die sogenannten Fördermittel muss der Steuerzahler letztlich aber auch bezahlen. Aber es waren mal wieder alle beschäftigt. Naja.

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