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Auf Entdeckungstour am Mühlensee

Zufrieden: Peter Leys und Dirk Jöhling (von links) sehen das Wegesystem am Mühlensee als Bereicherung für Oberkrämer.
Zufrieden: Peter Leys und Dirk Jöhling (von links) sehen das Wegesystem am Mühlensee als Bereicherung für Oberkrämer. © Foto: MZV
Dirk Nierhaus / 26.03.2015, 07:00 Uhr
Schwante (MZV) Mehr als drei Kilometer Rad- und Gehwege mit fünf Stegen stehen jetzt am Mühlensee für Entdeckungstouren zur Verfügung. Seit 2013 hat die Gemeinde Oberkrämer dafür 1,15 Millionen Euro ausgegeben, gleichzeitig aber auch mehr als 0,75 Millionen Euro Fördermittel bekommen.

Am Mittwoch wurde der zweite und vorerst letzte Bauabschnitt des ehrgeizigen Naherholungsprojekts, das unter dem Namen "Mühlenseekonzept" läuft, im Beisein von Bürgermeister Peter Leys, dem Schwanter Ortsvorsteher Dirk Jöhling (beide BfO) sowie Bauamtsleiter Dirk Eger und seiner Mitarbeiterin Anja Albrecht am "Wiesengrund" in Schwante freigegeben. Jetzt fehlt nur noch ein Teilstück vom Mittelweg bis zur Perwenitzer Chaussee in Vehlefanz, damit Wanderer oder Radfahrer den Mühlensee umrunden können. Der Lückenschluss ist bislang nicht vorgesehen. "Wir denken mittlerweile aber schon darüber nach und prüfen Möglichkeiten. Ein Rundweg wird offenbar von vielen Menschen in unserer Gemeinde gewünscht", sagte Peter Leys. Eine schnelle Lösung sei jedoch wohl nicht zu erwarten.

Seit 2013 baut Oberkrämer Wege und Stege am Mühlensee, um das Gebiet für die Naherholung der Menschen aus Oberkrämer und Umgebung sowie für den Tourismus zu erschließen. Zum Baden ist der See zwar nicht geeignet. Die Belastung mit Phosphor und Nitraten ist zu hoch. Doch die Landschaft ist reizvoll.

Der erste, mehr als einen Kilometer lange Bauabschnitt vom Parkplatz am Weinbergweg auf der Vehlefanzer Seite des Sees bis zur Bockwindmühle wurde von Mai bis Juli 2013 für 440 000 Euro gebaut. Dort befinden sich drei Stege von 15, 38 und 190 Metern Länge. Sie sind aus Stahl und Kunststoff, weil Holz zu schnell verrottet. Dem verantwortlichen Planer zufolge garantiert ihr Aufbau eine lange Lebensdauer von mindestens 25 Jahren.

Der zweiten Bauabschnitt von der Bockwindmühle zum Mühlenweg sowie vom Schilfweg bis zum Mittelweg hat eine Länge von etwa zwei Kilometern. Das erste Teilstück von 1 354 Metern wurde von Mai bis Dezember 2013 für 350 000 Euro gebaut. Es hat einen 53 Meter langen Steg sowie zwei Viehsperren, weil der Weg über eine Wiese führt, auf der Kühe weiden. Die Bauarbeiten am zweiten Teilstück von 646 Metern dauerten vom vorigen Juni bis jetzt und haben weitere 325 000 Euro gekostet. Dort befindet sich ein weiterer, 75 Meter langer Steg.

Zufrieden zeigte sich Bürgermeister Leys, dass es gelungen ist, den Großteil der Kosten mit Fördermitteln zu decken. "Das nur etwas mehr als 350 000 Euro Eigenmittel notwendig waren, ist natürlich sehr erfreulich."

Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Mühlenseekonzepts ist der Umbau des im Vorjahr von der Gemeinde erworbenen Wohnhauses an der Bockwindmühle. Dort wird nach Informationen von Dirk Jöhling, der auch Vorsitzender des Oberkrämer Bauausschusses ist, Kerstin Rosen mit der Tourismusinformation einziehen. Auch ein Gruppen- und Pausenraum ist geplant. Zudem sollen öffentliche Toiletten für Besucher zur Verfügung stehen. 150 000 Euro hat Oberkrämer für den Umbau eingeplant.

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