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Biesenthal im Wandel zur Kunststadt

Großes Interesse: Bei einem zweistündigen Rundgang durch die Stadt ließen sich viele Kunstinteressierte die Werke erläutern, darunter die Arbeit von Ulli Mathes (Mitte), die er im vergangenen Jahr beim Symposium anfertigte und die er "Geschiebe-S" nannte.
Großes Interesse: Bei einem zweistündigen Rundgang durch die Stadt ließen sich viele Kunstinteressierte die Werke erläutern, darunter die Arbeit von Ulli Mathes (Mitte), die er im vergangenen Jahr beim Symposium anfertigte und die er "Geschiebe-S" nannte. © Foto: Wolfgang Rakitin
Sabine Rakitin / 30.03.2015, 06:55 Uhr
Biesenthal (MOZ) Unter großer Beachtung ist am Sonnabend der neue Skulpturenweg in Biesenthal eröffnet worden. Die Kunstwerke, die nun für zwei Jahre an verschiedenen Plätzen der Stadt präsentiert werden, entstanden im vergangenen Jahr beim deutsch-polnischen Bildhauersymposium.

Das Thema des Bildhauersymposiums von 2014 - Stadt im Wandel - war ganz sicher nicht auf Biesenthal allein bezogen. Es charakterisiert den Ort aber recht treffend. Die Kleinstadt zwischen Bernau und Eberswalde hat sich in den vergangenen Jahren sichtbar gewandelt. Seit das erste deutsch-polnische Bildhauersymposium 2008 stattfand, nimmt Kunst im öffentlichen Raum zunehmend Platz ein. Bildhauer, die an den alle zwei Jahre stattfindenden Symposien teilnehmen, stellen Biesenthal ihre entstandenen Werke als Leihgabe zur Verfügung. Und die Stadt sowie Firmen oder auch Privatpersonen kaufen die eine oder andere Skulptur an. So erwarb die Märkisch Grün GmbH das "Winterschwein" von Anne Schulz, das die Biesenthalerin beim zweiten Symposium 2010 aus einem Granitfindling kreierte. Es steht an der August-Bebel-Straße/Ecke Kirschallee. "Die Dialog-Bank" des Polen Michal Bajsarowicz kaufte die Stadt im vergangenen Jahr und postierte sie auf dem Marktplatz.

Seit Sonnabend sind acht neue Kunstwerke im öffentlichen Raum zu sehen. Bis März 2017 stellen die Teilnehmer des 4. Symposiums sie als Leihgaben zur Verfügung. Im "Fischerkiez" fand "Ruhige Betrachtung", eine Arbeit aus Sandstein von Emerita Pansowova (Prenden), ihren Platz. Vor dem Café am Schlossberg/Ecke Wehrmühlenweg steht die "Wächterfigur" von Anne Schulz, vor der Mensa der Grundschule die aus Sandstein gestalteten "Irrwege" der russischstämmigen Berlinerin Alla Krasnitzki. "Punkt", das Werk des Polen Tadeusz Swiniarski zum Thema "Stadt im Wandel" ziert jetzt das Feuerwehrgelände, "Geschiebe-S" von Ulli Mathes (Berlin) ist an der Kreuzung Möbelfolie zu sehen. Und nahe des Amtsgebäudes an der Plotkeallee finden sich "Zwei Stelen" von Ryszard Wilk (Stettin) sowie "Haus im Wandel" von Gunter Schöne (Berlin). Schließlich hat auch "Daphne", eine Skulptur aus Robinienholz von Albina Gwizdala-Adamska (Stettin), ihren Platz am Pflasterdenkmal gefunden.

"Wir sind als Stadt sehr erfreut, dass wir die Skulpturen für zwei Jahre aufstellen dürfen", bedankte sich Bürgermeister Carsten Bruch (CDU) am Sonnabend bei den Künstlern. Weitere ihrer Werke sind in einer Ausstellung in der Galerie im Rathaus zu sehen, die ebenfalls am Sonnabend eröffnet wurde. "Sie bereichern unsere Kulturlandschaft", bescheinigte Sabine Foerster vom Galerie-Beirat den Bildhauern. Die Ausstellung - eine Idee von Anne Schulz - zeige "ein bisschen mehr von den künstlerischen Handschriften".

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