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Hausmüll hatte sich in Herzfelde vermutlich selbst entzündet / Ein Feuerwehrmann verletzt

Feuer im Industriekraftwerk von Vattenfall

© Foto: MOZ/Margrit Höfer
Margrit Höfer / 06.04.2015, 19:45 Uhr
Herzfelde (MOZ) In Herzfelde (Märkisch-Oderland) ist in der Nacht zum Montag ein Feuer in einer Müllverbrennungsanlage ausgebrochen. Die Anlage gehört dem schwedischen Staatskonzern Vattenfall. Die Ursache für den Brand in dem riesigen Bunker ist noch unklar. Vermutet wird jedoch, dass sich der Hausmüll selbst entzündet hat. Etwa 4000 Tonnen befanden sich in der Vorratskammer.

Die Feuerwehr war mit mehr als 80 Einsatzkräften vor Ort. Die Wehr aus dem benachbarten Petershagen prüfte mit einem sogenannten ABC-Erkunder Schadstoffe in der Luft. Diese konnten nicht nachgewiesen werden. Ein Feuerwehrmann kam mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. Rund vier Stunden brauchten die Einsatzkräfte, ehe sie kurz vor 5 Uhr vermelden konnten, dass sie das Feuer, das immer wieder aufflammte, im Griff haben. Gegen 8 Uhr, bestätigte ein Mitarbeiter der Leitstelle, begann der Rückzug der Feuerwehren. Die Einsatzleitung hatte der Herzfelder Ortswehrführer Steve Troschka. "Er hat seine Sache sehr gut gemacht. Dennoch wird es eine Manöverkritik geben", sagte der Bürgermeister von Rüdersdorf, André Schaller (CDU). Vor Ort verlangte der Kommunalpolitiker von den Vattenfall-Vertretern unverzüglich einen Bericht über das Geschehen. Bereits bevor die Anlage Ende der 2000er-Jahre voll in Betrieb ging, war es zu einem Brand im Müllbunker gekommen.

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r. schmidt 07.04.2015 - 14:54:53

Gute Besserung

Was soll der Kommentar vom Bürgermeister: "er hat seine Sache gut gemacht aber es muss auch "Manöverkritik" geben". Muss das in der Öffentlichkeit ausgetragen werden? Welche Feuerwehr - Qualifikation hat eigentlich der Bürgermeister? Oder wurde etwas Schaum aus dem Haushalt für die Brandbekämpfung eingesetzt? Wenn es Kritik gibt, muss sie intern bleiben: alles andere ist ein Schlag ins Gesicht, Demontage der Führungskraft und Demotivation, lieber Herr Bürgermeister. Und wer hätte es besser (oder anders) gemacht?

Pendler 07.04.2015 - 09:35:15

kann auch nur zustimmen..

wir leiden besonders unter dem immer mehr zunehmenden LKW Verkehr..da wird nämlich nicht über die Autobahn gefahren,sondern durch alle Orte...unerträglich!auch an Sonn und Feiertagen!Müllvermeidung wäre ein 1.Schritt...da würde schonmal weniger Müll anfallen und dann die Verbrennung nicht grad neben Siedlungsgebieten!

D. Wolf 07.04.2015 - 07:28:36

richtig

Recht haben die beiden Kommentatoren. Aber eine Frage bleibt: wo hin mit dem Abfall. Bitte mal konstruktive Vorschläge und nicht immer nur meckern. Dann wäre der Beitrag konstruktiv.

Pixel72 06.04.2015 - 23:03:52

Genau

Stimme ich 100% zu den vorigen Kommentar

Schimmi 06.04.2015 - 21:59:55

Heiße Ostern

Auch wenn glücklicherweise ein größerer Schaden vermieden werden konnte, so zeigt dieser Vorfall doch, wie sehr das Sicherheitskonzept von Vattenfall hinterfragt werden muss. Es ist ja nicht der erste Fall dieser Art. Wäre das Verfahren zur Erweiterung mit anderen Abfallstoffen bereits abgeschlossen und im Sinne des Antragstellers umgesetzt, wären die Auswirkungen evtl. gravierender. Sicher, nicht jeder Müll ist recycelbar und Lösungen müssen geschaffen werden, jedoch ist der Standort Herzfelde zu hinterfragen. Emissionen im Grenzwertbereich sowie starker Zubringer-Verkehr per LKW sind für die Bevölkerung nicht gerade gesundheitsfördernd.

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