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Beim Bad Saarower Segler-Verein am Werl wurden am Wochenende die Boote zu Wasser gelassen

Saisonstart steht vor der Tür

Geschafft: Boots-Pate Lutz Storr (2. von rechts) hat die "Törn" mithilfe von Sportwart Jörg Binder (rechts), des Vereinsvorsitzenden René Kappel (links) und anderer Mitglieder des Saarower Segler-Vereins am Werl sicher zu Wasser gebracht.
Geschafft: Boots-Pate Lutz Storr (2. von rechts) hat die "Törn" mithilfe von Sportwart Jörg Binder (rechts), des Vereinsvorsitzenden René Kappel (links) und anderer Mitglieder des Saarower Segler-Vereins am Werl sicher zu Wasser gebracht. © Foto: MOZ
Sonja Jenning / 12.04.2015, 20:10 Uhr
Bad Saarow (MOZ) Klar Schiff machen hieß es am Wochenende für die Mitglieder des Saarower Segler-Vereins am Werl (SSVaW). Das Gelände wurde auf Vordermann gebracht und ein Großteil der Boote zu Wasser gelassen. In zwei Wochen wird die Saison mit dem offiziellen Ansegeln eingeläutet.

"Das Boot zu Wasser lassen" ist wohl eher ein Begriff für Landratten - echte Segler sagen "abslippen". Joachim Pfuhl, mit 82 Jahren eines der ältesten Mitglieder im SSVaW, lächelt geduldig und gibt eine kleine Einführung in die Fachbegriffe: "Abslippen steht am Anfang der Saison und das Aufslippen am Ende, wenn das Boot wieder aus dem Wasser geholt wird." Pfuhl segelt seit 1952. Auf dem Wasser sein, den Wind genießen, mit ihm spielen und auch mal kämpfen - mit diesen Worten beschreibt er die Faszination, die das Segeln auf ihn ausübt. "Früher ging es mit dem Boot über die Ostsee, heute bleibe ich auf dem Scharmützelsee", sagt Pfuhl, während er die "Oase" fit für die neue Saison macht.

Überall auf dem Vereinsgelände am Scharmützelsee sieht man Hobbykapitäne mit Putzlappen und Pinseln. "Im Frühling bekommen die Boote einen neuen Unterwasseranstrich, der verhindert, dass sich Algen festsetzen", erklärt Thomas Bolatzky, zweiter Vorsitzender des Vereins.

Je größer das Boot ist, desto mehr Hände müssen anpacken, um es sicher ins nasse Element zu bringen. Bei den kleinen Jollen oder den Motorbooten, die als Begleitboote für Regatten oder das Jugendtraining eingesetzt werden, genügen ein paar starke Arme, um sie auf den sogenannten Slipwagen zu setzen, der sie zum Wasser bringt. Für die schweren Kiel- und Folkeboote werden Kran und Winde gebraucht.

"Geschafft", ruft Lutz Storr begeistert, als die "Törn" soweit ins Wasser geschoben ist, dass sie sich vom Slipwagen löst und alleine schwimmt. "Am Nachmittag wird der Mast gestellt und morgen segle ich eine Runde hinaus", sagt Storr. Er ist Boots-Pate für die "Törn", das heißt er kümmert sich im Auftrag der Besitzerin um sie. Sein eigenes Boot hat er schon vor ein paar Tagen abgeslippt. Segeln ist seit 1953 die große Leidenschaft des 76-Jährigen, dessen Ziel es noch immer ist, mindestens 1000 Kilometer pro Jahr zu schaffen.

Parallel zum Abslippen läuft auf dem Vereinsgelände ein großer Arbeitseinsatz. Der offizielle Saisonstart am Märkischen Meer steht vor der Tür: Am 25. April findet das große Ansegeln aller sechs Vereine rund um den Scharmützelsee statt. "Nach der gemeinsamen Eröffnung um 11 Uhr auf der Regattawiese folgt um 13 Uhr das Ablegen vom jeweiligen Vereinsgelände", erklärt René Kappel, der Vorsitzende des SSVaW. Am 9. und 10. Mai folgt dann mit dem Werlcup die erste Regatta, die der Verein ausrichtet. Der nächste große Termin ist dann die Scharmützelseewoche zu Pfingsten.

"Wir suchen noch weitere sportbegeisterte Mitglieder und haben auch noch einige Bootsstände frei", sagt Thomas Bohatzky. Für den Jugendbereich wird ebenfalls Nachwuchs gesucht. Segeln lernen kann man übrigens schon ab sechs Jahren.

Weitere Informationen zum Verein im Internet unter www. ssvaw.de.

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