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Rheinischer Bohnapfel am Radweg

Frank Scheil, Ria Müller, Claudius Loga und Tommy Braun (v. l.) beim Einrammen eines Pfahls
Frank Scheil, Ria Müller, Claudius Loga und Tommy Braun (v. l.) beim Einrammen eines Pfahls © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Kai-Uwe Krakau / 14.04.2015, 07:50 Uhr
Biesenthal (MOZ) Alte Apfel- und Zwetschgensorten sowie der "Baum des Jahres 2015", ein Feldahorn, wurden am Sonnabend am Langerönner Weg in Biesenthal gepflanzt.

Die fast 30 Männer und Frauen des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) und der Lokalen Agenda 21 Biesenthal hatten sich, in Arbeitskleidung und mit Werkzeug ausgerüstet, bereits am frühen Morgen getroffen. "Wir wollen den Eingangsbereich von Biesenthal aufwerten", sagte Andreas Krone. Schon in den vergangenen Jahren waren am Langerönner Weg, dort führt auch der beliebte Radweg Berlin - Usedom entlang, mehrere Apfelbäume gepflanzt worden. Nun soll an der Wendeschleife eine Streuobstwiese entstehen.

Vor allem alte Sorten, die vom Aussterben bedroht sind, kamen beim Arbeitseinsatz in die Erde. Darunter etwa "Jakob Fischer", ein Baum, der große Früchte mit einem hocharomatischen, weinsäuerlichen Geschmack hervorbringt. Oder auch der Rheinische Bohnapfel, der erst Anfang November reif ist und sich dann viele Monate lagern lässt. Die Bühler Zwetschge wiederum ist eine besonders robuste und ertragreiche Pflaumensorte.

Aus dem Ökopool des Landkreises Barnim haben Nabu und Lokale Agenda 2000 Euro erhalten. Dafür kauften sie die Jungbäume sowie das benötigte Material. Die Stämme wurden übrigens "um die Ecke" in einer Biesenthaler Baumschule großgezogen. "Die Pflege der Bäume werden wir natürlich auch übernehmen", versprach Andreas Krone vom Nabu.

Als die Sonne schon ziemlich hoch stand und die Temperatur die 20-Grad-Grenze überschritten hatte, wurde es auch für den Feldahorn langsam Zeit, in die Erde zu kommen. Er war vom zuständigen Kuratorium zum "Baum des Jahres 2015" gewählt worden und soll nun auch den Langerönner Weg zieren. Damit wird eine Tradition in Biesenthal fortgesetzt, die vor Jahren mit Pflanzungen an der sogenannten Telekomstraße begonnen hatte. Im Jahr 2009 verlagerte man die Pflanzungen dann an den Radweg zwischen der Hauptstadt und der Ostseeinsel.

Die Stadt, so berichtete es Bürgermeister Carsten Bruch, hat an diesem Standort noch einiges vor. "Die Wendeschleife soll eine Befestigung erhalten", sagte der CDU-Kommunalpolitiker. Auch eine Hütte, die derzeit noch einige Meter in Richtung Rüdnitz zur Rast einlädt, wird dort aufgestellt. Zudem soll ein Begrüßungsschild künftig die immer zahlreicher werdenden Radfahrer in der Naturparkstadt willkommen heißen. "Auch einige Pkw-Stellplätze sind geplant", so Bruch. Die Region werde schließlich zunehmend das Ziel von Wanderern. Für alle Maßnahmen hat die Kommune in diesem Jahr 16 000 Euro in den Haushalt eingestellt.

Die Pflanzung nahmen Carsten Bruch und Andreas Krone vor. Tatkräftig unterstützt wurden sie dabei mit der Gießkanne vom Sohn des ehrenamtlichen Bürgermeisters, Johannes. Die eingeladene Deutsche Baumkönigin Claudia Schulze konnte dem Akt leider nicht einen hoheitlichen Glanz verleihen, sie hatte andere Terminverpflichtungen.

"Eine tolle Idee" fanden Angela und Frank Weber die "Baum-Galerie" am Langerönner Weg. Das Ehepaar aus Berlin nutzte das Wetter und war auf dem Weg zum Werbellinsee.

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