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In der Fußball-Kreisliga Ost bekommen die Favoriten auf die Meisterschaft gerade das Flattern

Wer behält die Nerven?

Glück gehabt: Oderbergs Torwart Frank Hoppenheit und Mitspieler Torsten Ludwig können die Situation gerade nochmal klären. Im Hintergrund lauert Schönows Christopher Knoll schon auf die Chance.
Glück gehabt: Oderbergs Torwart Frank Hoppenheit und Mitspieler Torsten Ludwig können die Situation gerade nochmal klären. Im Hintergrund lauert Schönows Christopher Knoll schon auf die Chance. © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Britta Gallrein / 16.04.2015, 20:30 Uhr
Bernau (MOZ) Sie ist nicht die höchste, im Moment aber zweifellos die spannendste Liga im Barnim: die Kreisliga Ost. Hier ist ein heißer Kampf um die Meisterschaft entbrannt, in dem derzeit alle Nerven zeigen.

Während in der Landesliga alle Barnimer Teams sicher weiter sind, in der Landesklasse auch derzeit alles seinen Gang geht und in der Kreisoberliga Wandlitz quasi uneinholbar vorne liegt, geht es in der Kreisliga Ost derzeit richtig rund. Der FSV Lok Eberswalde, SV Biesenthal und Rot-Weiß Schönow scheinen hier das Rennen um die Meisterschaft unter sich auszumachen. Aber selbst Stahl Finows Reserve ist mit 35 Punkten nur gerade mal fünf Punkte weg vom Spitzenreiter Lok Eberswalde.

Viele halten den FSV Lok Eberswalde für den aussichtsreichsten Kandidaten auf die Krone und damit den Aufstieg in die Kreisoberliga. Die Eberswalde waren stark gestartet und hatten dann eine Schwäche-Periode, lagen zum Ende der Hinrunde nur auf Platz sieben. Doch in der Rückrunde dann der kometenhafte Aufstieg. Das Team um Trainer Jörg Thormann kletterte Spieltag für Spieltag weiter nach oben, bevor es jüngst die Führung übernahm. Als Nächstes wartet mit dem FV Stahl Finow im Ortsderby ein harter Brocken. "Wir wollen unbedingt die drei Punkte. Ich hoffe, die Mannschaft weiß, um was es geht", sagt Co-Trainer Michael Mundt.

Die Tabellenspitze hatte zuvor ganze neun Spieltage lang der SV Biesenthal inne. Doch bei der Elf um Trainer Christian Schramm knirscht es seit den letzten Spieltagen plötzlich im Getriebe. Der Tabellenführer geriet mächtig ins Straucheln, verlor gegen den Lok Eberswalde, spielte nur unentschieden gegen Beiersdorf und musste zuletzt sogar gegen Zühlsdorf (13.) eine 2:5-Schlappe hinnehmen - auch dem Umstand geschuldet, dass die Mannschaft derzeit einige Nachholspiele mittwochs bestreiten musste - das zehrt an den Kräften. "Gegen Zühlsdorf steckte uns noch das Stahl-Spiel in den Knochen, da waren einfach die Beine müde", weiß Trainer Christian Schramm. "Da hätten wir auch alle auf der Linie stehen können, an dem Tag ging einfach gar nichts."

Dabei fuhr der direkte Konkurrent Lok gegen den FSV Basdorf auch nur ein Remis ein, Biesenthal hätte mit einem Sieg die Tabellenführung wieder übernehmen können. "Ich habe das Spiel von Lok gegen Basdorf gesehen und glaube, die Eberswalder sind so ein bisschen gehemmt zur Zeit. Die wissen auch, dass sie unbedingt gewinnen müssen, da verkrampfen alle." Für ihn könnte ausgerechnet der SV Mühlenbeck den Ausschlag geben. "Die sind besser, als ihr derzeitig elfter Tabellenplatz es glauben lässt. Und die sind sehr unangenehm zu spielen. Mit denen rechnet keiner, aber die könnten das Zünglein an der Waage sein", glaubt er.

Dadurch, dass die beiden Ersten straucheln, hat sich Rot-Weiß Schönow wieder ins Rennen gebracht. Bei den Schönowern hielten die Nerven am Wochenende. Mit einem 2:0-Sieg gegen Kickers Oderberg rückten die Niederbarnimer wieder in direkte Schlagdistanz zur Spitze. "So langsam kommen wir unserem Ziel wieder näher, am Ende einen Platz unter den ersten fünf zu belegen", sagt Schönows Trainer Tobias Robel. Als Favorit für die Meisterschaft sieht er sein Team aber nicht. "Wir haben eine sehr dünne Personaldecke und eine junge Mannschaft mit einem Durchschnittsalter von 20 Jahren. Wir überlegen nur von Spiel zu Spiel und haben nicht den Druck, der Favorit sein zu müssen. Wir sind da eher in der Außenseiterrolle von den drei Ersten." Favorit ist für ihn der FSV Eberswalde. "Die haben den Vorteil, einen sehr ausgeglichenen Kader zu haben."

Der Eberswalder Co-Trainer spielt den Ball aber gleich wieder zurück. "Ich fürchte, Schönow wird der lachende Dritte. Die haben noch ein Nachholespiel und können Biesenthal und uns dann überholen. Für mich sind die der Favorit."

Und Schönows Trainer ist bereit: "Na, wenn die beiden oben straucheln, dann werden wir natürlich zugreifen." Das verspricht eine Menge Brisanz für die letzten Spieltage. "Ich denke, das wird am Ende im Kopf entschieden", ist sich Biesenthals Trainer Christian Schramm sicher. "Die Mannschaft, die die Nerven behält, die macht es."

Tabelle

1. FSV Lok Eberswalde21 45:2340

2. SV Biesenthal 9021 60:4138

3. Rot-Weiß Schönow20 38:2038

4. 1. FV Stahl Finow II21 31:2536

5. BSV Blumberg2034:1834

6. Kickers Oderberg20 39:3227

7. Fortuna Britz II 20 33:4027

8. FSV Sch. Joachimsthal II 2049:4626

9. SV Beiersdorf 20 36:4426

10. FSV Basdorf 21 31:4525

11. ESV Mühlenbeck 21 41:5024

12. Eintracht Wandlitz II 21 36:4524

13. SG Zühlsdorf21 39:5221

14. GW Ahrensfelde II 21 29:4221

15. SC Althüttendorf20 27:4518

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