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Danny Busse wird in Brieskow-Finkenheerd der einzige Kandidat sein, wenn der Ausschuss im Juli abstimmt

Amt verzichtet auf Ausschreibung

Gesäubert und gereinigt: Das Gelände der ehemaligen Tankstelle an der B 112.
Gesäubert und gereinigt: Das Gelände der ehemaligen Tankstelle an der B 112. © Foto: Ralf Loock
Ralf Loock / 18.04.2015, 07:43 Uhr
Brieskow-Finkenheerd (MOZ) Einstimmig hat der Amtsausschuss Brieskow-Finkenheerd den Verzicht auf eine öffentliche Ausschreibung der Stelle des Amtsdirektors beschlossen.Die neue Amtszeit beginnt im Januar 2016. Danny Busse, der derzeitige Leiter, ist folglich der einzige Kandidat.

Am deutlichsten erklärte nach der Abstimmung nicht der Amtsdirektor, sondern Klaus-Dieter Köhler seine Gefühle: "Ich freue mich über dieses Ergebnis", sagte der Wiesenauer, der als Ausschuss-Vorsitzender die Sitzung leitete. Danny Busse hingegen reagierte sachlich, er sei "sehr beruhigt", dass seine jahrelange Arbeit nun auch in den Stellungnahmen der Ausschuss-Mitglieder "ein so überwiegend positives Echo gefunden hat".

Vorausgegangen war eine Debatte, die teilweise auch kontrovers geführt worden war. Dabei rückten zwei Details in den Vordergrund - nämlich der geplante Amtsbauhof und die Nutzung der Ex-Tankstelle an der B 112. Vogelsangs Bürgermeister Niels-Hagen Giesa hat im Vorfeld der Sitzung Vorbehalte angemeldet. "Ich werde vor der Abstimmung zur Ausschreibung den Amtsdirektor zum geplanten Amts-Bauhof befragen", hatte er angekündigt. In Vogelsang würde man das Vorhaben ablehnen, ferner sei das ausgesuchte Areal für diesen geplanten Bauhof - nämlich das Gelände der ehemaligen Tankstelle an der B 112 - eine "tickende Zeitbombe."

In der Sitzung des Amtsausschusses berichtete Niels-Hagen Giesa, dass es allgemeiner Konsens in seiner Gemeinde sei, dass Vogelsang an dem Amts-Bauhof nicht beteiligt werden möchte, sondern vielmehr seinen Gemeindearbeiter behalten wolle.

Danny Busse erwiderte, dass er die Teilnahme Vogelsangs an dem Vorhaben nicht erzwingen könne und auch nicht wolle. Umgekehrt könne aber Vogelsang die Amtsverwaltung nicht daran hindern, dass Projekt mit jenen Gemeinden, die freiwillig mitgehen wollen, weiter voranzutreiben. Er werde jedenfalls trotz der Vorbehalte in Vogelsang an seinem Kurs festhalten, die "Strukturen" für diesen Amts-Bauhof zu schaffen, kündigte Danny Busse an.

Frank Richter, Bürgermeister in Brieskow-Finkenheerd, hat sich über Griesas Begriff von der "tickenden Zeitbombe" geärgert. Das ehemalige Tankstellen-Gelände gehöre jetzt seiner Gemeinde, es sei gesäubert worden und die unterirdischen Tanks werden von der Ortsfeuerwehr als Löschwasserzisternen genutzt, erläuterte Frank Richter.

Nachdem die Sachlage geklärt worden war, erwies sich Niels-Hagen Giesa als ehrenhaft, denn er versuchte sich nicht herauszureden, sondern nahm seine Kritik mit dem Ausdruck des Bedauerns zurück. Damit war auch für Frank Richter die Sache bereinigt.

Nun wandten sich die anwesenden Bürgermeister und ihre Stellvertreter der Beschlussvorlage "Verzicht auf Ausschreibung" zu. Danny Langhagel (Ziltendorf) plädierte ebenso wie Heike Böttcher (Wiesenau), Peter Schlatter (Groß Lindow), Niels-Hagen Giesa und Frank Richter für einen Verzicht und für eine Verlängerung des Vertrages mit Danny Busse. Auch Klaus-Dieter Köhler riet dazu, die gute Arbeit der vergangenen Jahre fortzusetzen. So wurde die Vorlage einstimmig angenommen.

Der Jurist Danny Busse (39), er ist mit rund 25 Mitarbeitern für knapp 8000 Einwohner zuständig, ist somit der einzige Kandidat, wenn der Amtsausschuss am 16. Juli über die Vertragsverlängerung abstimmen wird. Es werden für Familie Busse bewegende Wochen sein, denn rund 14 Tage später wird der Familienvater seinen 40. Geburtstag feiern können.

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