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Sattelfest in Altlandsberg lockt einmal mehr Hunderte Radbegeisterte aus der Region

Alle Strecken führen zum Markt

Im Anrollen: Eine Gruppe aus Neuenhagen fuhr zunächst vom eigentlichen Ziel Altlandsberg weg in Richtung Schöneiche und von dort dann zum Sattelfest
Im Anrollen: Eine Gruppe aus Neuenhagen fuhr zunächst vom eigentlichen Ziel Altlandsberg weg in Richtung Schöneiche und von dort dann zum Sattelfest © Foto: MOZ Gerd Markert
Uwe Spranger / 26.04.2015, 18:46 Uhr
Altlandsberg (MOZ) Das Sattelfest hat sich einmal mehr als Magnet für Radelfreunde aus der gesamten Region erwiesen. Zur mittlerweile 11. Auflage strömten an die 1000 Pedalritter zum Altlandsberger Marktplatz. Hinzu kamen noch einmal fast genauso viele Schaulustige ohne Drahtesel.

Schon bevor Michael Drabinski die erste von insgesamt 13 geführten Sternfahrten nach Altlandsberg begrüßen konnte, war es ziemlich voll auf dem Markt. Auf den Bänken der Freiluft-Gastronomie war kaum noch ein Sitz zu finden und ringsum den Platz waren bereits massig Velos abgestellt. "Wir machen unser eigenes Ding", bekannte zum Beispiel Silke Nagel aus der Gastgeberstadt, die mit ihrem Mann Oliver auf dem Markt eine Runde drehen, nach Bekannten schauen und dann auf eine eigene Tour gehen wollte.

Anradeln, gucken und Gleichgesinnte treffen, das verbinden offenbar die meisten mit dem Sattelfest. Höhepunkte über Einradfahrer und Live-Musik hinaus müssten gar nicht sein, sagten Gäste. Wenngleich Kurt Heidemann, der Öffentlichkeitsverantwortliche aus dem Rathaus, Ideen für zugkräftige Nummern offen gegenübersteht. "Sie müssen sich aber finanzieren lassen", schränkte er ein. Ein Schauprogramm für Tausende von Euro sei eben nicht drin.

Heidemann versuchte mit Helfern, am Stand des Tourismusvereins Märkische S5-Region eine Statistik über die Ankommenden zu führen. Manche Zahl ging ihnen indes durch die Lappen. Selbst die unvollständige Liste wies aber schon über 500 Aktive aus. Als erste Gruppe waren die in Fredersdorf gestarteten Radler eingetroffen, rund 70 an der Zahl. Beate Berger, zum ersten Mal dabei, konstatierte, ihr habe unterwegs eine Rast mit Einkehrmöglichkeit gefehlt. Zudem seien Teile ihrer Strecke über "Sand-, Wald- und Schotterwege" speziell für Kinder im Pulk nicht schön gewesen.

Mit der Strecke hatte Dieter Sannemann aus Strausberg keine Probleme. Der 75-Jährige war mit Frau Herta nach eigenem Gusto unterwegs und hatte Enkel Jeremy (5) im Anhänger. Auch die Teilnehmer der geführten Strausberger Tour klagten nicht. Jürgen Goß hatte aufgrund der Riesenzahl von fast 70 Personen das avisierte Flugplatzmuseum ausgespart. Dafür gab es Erläuterungen zum neu aufgebauten Doppeldecker alten AN 2 nebst Blick ins Cockpit. Und die Stadt verpflegte die Radler mit frisch geräucherten Wildschwein-Knackern von Tieren aus dem eigenen Forst. Am Start hatte Torsten Altkuckatz vom Gasthof Nord schon Imbissbeutel verteilt.

Eine Stärkung verteilte auch Neuenhagens Ortsoberhaupt Jürgen Henze. Allerdings erst im Ziel. Er hatte den Teilnehmern aus seinem Ort vorab Äpfel versprochen. Auch Benno Cortes bekam einen gereicht. Der Sechsjährige war der Kleinste in der Gruppe und hatte auf seinem Kinderrad tapfer bis zum Ziel gestrampelt. Deutlich älter als er waren die zwölf Seniorentänzer aus Altlandsberg mit einem Durchschnitt von fast 80. Sie sind traditionell dabei und hatten diesmal gut 20 Kilometer in den Beinen. Weitere Gruppen kamen aus Ahrensfelde, Bernau, Friedrichshagen, Marzahn, Rehfelde Waldsieversdorf ...

Neben dem Info- und gastronomischen Angebot wurde wieder die Fahrradcodierung mit Polizei und Verkehrswacht sehr gut angenommen. "Mein voriges Rad wurde am Bahnhof geklaut", begründete ein Strausberger, der sich mit einen neuen Diamant-Modell eingereiht hatte. Auch Führungen im Schlossgut fanden Interesse. Und das Wetter spielte bis fast zum Schluss mit.

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