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Fraktion kommt heute erneut zusammen, um sich für einen von drei Kandidaten zu entscheiden

Linke ringt um Poppitz-Nachfolge

Sabine Rakitin / 28.04.2015, 05:45 Uhr
Bernau (MOZ) Heute fällt in der Linke-Fraktion die Entscheidung, wer als Nachfolgerin von Christine Poppitz künftig den Vorsitz im Ausschuss für Bildung, Jugend, Kultur, Soziales und Sport übernehmen soll. Im Gespräch sind drei Stadtverordnete.

Der Rücktritt der langjährigen Ausschussvorsitzenden Christine Poppitz (Linke) in der vergangenen Woche traf alle Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung wie ein Paukenschlag. Für die SPD bedauerte Adelheid Reimann den Rückzug der 65-Jährigen aus dem Ausschuss: "Frau Poppitz hat die Sitzungen immer ganz korrekt geleitet", bescheinigte sie der Linken.

In einer Pressemitteilung bedankte sich die CDU-Fraktion bei Christine Poppitz "herzlichst" für die geleistete Arbeit im Ausschuss. "Wir müssen im A4 wieder zusammenfinden, damit die ergebnisorientierte Arbeit in diesem wichtigen Ausschuss für die Bernauerinnen und Bernauer weitergehen kann", erklärte Irina Feldmann, Mitglied des Gremiums.

Bis zuletzt hatte die Fraktionsvorsitzende der Linken, Dagmar Enkelmann, versucht, Christine Poppitz noch einmal umzustimmen. Vergeblich. Die 65-Jährige hatte die Kritik aus den Reihen ihrer eigenen Partei an ihrem Leitungsstil im Ausschuss als persönlichen Angriff empfunden und die Notbremse gezogen. So war Fraktionschefin Enkelmann untröstlich: "Ich bin sehr traurig", bekannte sie vergangene Woche in der Stadtverordnetenversammlung. Unter dem Beifall ihrer Fraktion erklärte sie: "Christine Poppitz ist eine der aktivsten und erfahrensten Stadtverordneten. Sie ist bekannt und wirklich eine sichere Bank hier in Bernau."

Um Spekulationen in Bezug auf die innerparteilichen Auseinandersetzungen bei den Linken von vornherein einen Riegel vorzuschieben, versicherte Enkelmann schließlich: "Christine Poppitz bleibt weiter Mitglied des Hauptausschusses, des Fraktionsvorstandes und Mitglied des Kreistages Barnim. Darüber bin ich sehr froh".

Noch am selben Abend zog sich die Linke-Fraktion zur Beratung zurück, wie es nun im Ausschuss für Bildung, Jugend, Kultlur, Soziales und Sport, dessen Vorsitz Christine Poppitz seit 2008 inne hatte, weiter gehen soll. Einigen konnte man sich im ersten Anlauf nicht. So kommt die Fraktion heute erneut zusammen. Bislang werden drei Namen als Nachfolger von Christine Poppitz gehandelt: Heidi Scheidt, Sören-Ole Gemski und Dominik Rabe.

Sören-Ole Gemski ist bereits seit 2008 Stadtverordneter für die Linken, im A4 bislang aber nicht Mitglied. Für Diskussionsstoff sorge der studierte Historiker allerdings, als er sich Anfang dieses Jahres für den Ankauf der Jörg-Steinert-Skulpturen durch die Stadt stark machte und den Mitgliedern des Gremiums indirekt bescheinigte, keine Ahnung von Kunst zu haben. Das dürfte ihm - auch in seiner eigenen Fraktion - nicht unbedingt Freunde gemacht haben.

Dominik Rabe wurde im vergangenen Jahr erstmals in die Stadtverordnetenversammlung gewählt. Er ist Mitglied des Ausschusses und hat Interesse bekundet, dessen Leitung zu übernehmen. Allerdings ist der Student erst 22 Jahre alt. So mancher Linke befürchtet, dass dem jungen Bernauer die politische Erfahrung fehlt, einen solch schwierigen Ausschuss wie den A4 leiten zu können.

Das trauen sie eher Heidi Scheidt, einer Lehrerin im Ruhestand, zu, die ebenfalls im vergangenen Jahr erstmals ein Mandat für die Stadtverordnetenversammlung errang. Allerdings hat die Ortsvorsteherin von Birkenhöhe bislang die Nachfolge von Christine Poppitz abgelehnt.

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Kommentator 29.04.2015 - 20:18:01

FF-Dabei-Kommentator schrieb sinngemäß:

Wenn sich jemand entschuldigen muss, so ist es Frau Rakitin für die MOZ, die durch die nicht korrekte Berichterstattung und wiederholte falsche Berichterstattung der Auslöser für das Spießrutenlauf gewesen ist. Letztlich halte ich die Kernfragestellung für legitim. Man wolltenur hinterfragen, ob die beschränkte Fördermittel-Zuwendungen nicht missbraucht werden könnte und die Förderung des Judentumes in Bernau einer breiten Förderung durch öffentliche Mittel bedarf oder es im Interesse der Allgemeinheit auch andere Projekte zu fördern gilt. Ein Fehlverhalten von Frau Poppitz kann ich nicht erkennen, man sollte ihr für die langwierige geleistete Arbeit danken.

Linksfraktion Bernau 29.04.2015 - 12:54:25

Dominik Rabe wird neuer Vorsitzender im Sozialausschuss

Dominik Rabe wird der neue Vorsitzende des Ausschuss für Bildung, Jugend, Kultur, Soziales und Sport (A4). Der 22-jährige Lehramtsstudent tritt damit die Nachfolge von Christine Poppitz an, die kürzlich von ihrem Amt zurückgetreten ist. Link: http://linksfraktion-bernau.de/a4-vorsitz-rabe-pm/

FF-dabei 29.04.2015 - 03:18:48

Grundkrus Grundgesetz

Herr "Kommentator", Ihr Recht, Ihre Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten kann Ihnen die MOZ nicht nehmen. Es gibt Ihnen jedoch nicht das Recht, jede Zeitung o.ä. zu zwingen, Ihre Meinung zu veröffentlichen. Das würde nämlich die Freiheit der Presse einschränken. Ich hoffe, ich konnte Ihnen damit unsere Grundrechte verständlich erklären.

Kommentator 29.04.2015 - 02:29:56

zum 3.mal gelöscht,

Kein Kommentar weil, habe in diesen Zusammenhing einen Kommentar zum MOZ Artikel „Ausschussvorsitzende gibt entnervt auf“ http://www.moz.de/heimat/lokalredaktionen/bernau/artikel3/dg/0/1/1384966/ aufgeben, indem ich mir erlaubte, Frau Raketin zu kritisieren. Reaktion der MOZ: Kommentar 2mal gelöscht und Kommentarseite geschlossen! Artikel 5 Grundgesetz (1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

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