Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Begeistert von Vielfalt und Kreativität

Thomas Berger / 04.05.2015, 06:12 Uhr
Strausberg (MOZ) Die beiden Tage des offenen Ateliers am Wochenende waren vielerorts ein Erfolg. Bewährte und neue Angebote lockten in Verbindung mit schönem Wetter, die Künstler der Region bei einem Ausflug zu besuchen, über ihre Kunst ins Plaudern zu kommen.

Erstmals stand Waldesruh in dieser Form mit auf der Liste - und das Trio Ingrid Achsel, Elke Ditschuneit und Manfred Rother zeigte sich positiv überrascht, wie viele Neugierige die Chance nutzten, bei ihrer kleinen Werkschau vorbeizuschauen. "Der Bürgermeister hat uns dankenswerterweise sein Dienstzimmer zur Verfügung gestellt, wo er sonst regelmäßig Sprechstunde hat", so Ingrid Achsel über den Raum, an dem sich vor allem zarte Schwarzweiß-Motive von Bäumen und Pferden ihres Kollegen Manfred Rother mit Unterwasserszenen intensiver Farbigkeit von ihr gegenüberstanden. Im Korridor dann ging es weiter: Berliner Stadtansichten, Stillleben, Landschaften. Und auch vor der Tür, dann gern bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen, waren noch kleinere Werke zu bewundern.

Schon am frühen Sonnabendnachmittag hatten sich am ersten halben Tag an die 40 Gäste eingefunden. Künstlerkollegen wie Sylvia Lehmann aus Hönow, wo sich das Trio seinerzeit intensiver zusammengefunden hatte, und Gisela Lüpke aus Berlin-Wedding, die mit Ingrid Achsel viele Jahre in der Friedrichshagener Malschule gemeinsam wirkte, oder Rabea Röder als dem nahen Mahlsdorf, als Galeristin gerade noch in der Babypause, den Nachwuchs im Kinderwagen dabei. Vor allem aber etliche Waldesruher selbst wie Heike Müller und Karsten Paul. "Auf einem Spaziergang haben wir die Plakate entdeckt und nun mal vorbeigeschaut. Es sind schöne Einblicke, uns hat es sehr gefallen. Man weiß ja sonst oft nicht, was man da so in der Nachbarschaft hat", waren auch Sylvia und Ulrich Mielecke sehr angetan.

"Wir wollten bewusst ein Zeichen setzen für unser Waldesruh", betonte Ingrid Achsel. "Jeder von uns macht ja schon sehr lange Kunst, hat seinen eigenen Stil, und gerade in der Vielfalt kommt da von Öl- und Acrylmalerei über Lithographie, Kaltnadelradierung, Tusche- und Bleistiftzeichnungen bis Bildhauerei einiges zusammen." Direkte Berührungen gibt es beispielsweise in der Erpetal-Landschaft, die alle sehr lieben. "Nur ein paar Schritte aus der Tür", schon habe man neue Motive, sagt auch Elke Ditschuneit, die als Kunstlehrerin tätig ist und nach eine Schaffenspause nun neue Arbeiten präsentierte. Und gerade weil dieser "Testlauf" so erfolgreich war, denken die drei schon über nächste Aktionen nach.

In Rehfelde gab es übers Wochenende gleich vier Anlaufstellen. Bei Jürgen Wenzel hatten sich am Sonnabend kaum drei Stunden nach der Öffnung bereits mehr als 100 Gäste umgeschaut. "Wir kommen jedes Jahr her, es ist ja immer wieder Neue zu entdecken", schwärmten Ingeborg und Joachim Schubert aus dem nahen Garzin. Angelika und Klaus-Peter Gnerich, obwohl seit 18 Jahren selbst Rehfelder, hatte es erstmals zu Wenzels verschlagen. Viele, so die Gastgeber, legen aber auch auf längeren Touren Station ein. Wie die Rehfeldts aus Bad Saarow. "Vielleicht stammt ja unser Familienname von diesem Ort", so Mutter Stine, während ihr Mann Heiko sich gerade im Zelt bei einer Mischung aus Malerei, Fotos und Skulpturen umschaute. Sohn Till-Jannis haben es gerade diese oft witzigen hölzernen Gestalten von Wenzels Kollegen Jens Mildner angetan. "Und auch Waldsieversdorf war schön", fügt Bruder Mertin hinzu - dort war die Familie zuvor bei Holzbildhauer Wilfried Klapprott.

"Tierisch gut" war die Schau des Duos in Rehfelde überschrieben. Da gab in der Galerie im Haus es Wenzels witzige Tierporträts mit menschlichen Zügen, Wortspielereien und einfach viel Einfallsreichtum, vom "Kapitalen Rotflossenfisch" mit Hirschgeweih über das "Kameläon" bis "Der gute Hirte" - ein Wolf. Und draußen im Garten tierische Skulpturen, Sprichwörter und Promi-Zitate sowie aus Schreibmaschinen "kletternde" Kurzgeschichten mit Titeln wie "WauWau und Guten Tag".

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG