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Vom Kleinfeldplatz bis zum Klettergerüst

Mehrere Ideen zur Gestaltung des Schulhofs

Brigitte Horn / 08.05.2015, 05:45 Uhr
Biesenthal (MOZ) Die Schulhofgestaltung der Biesenthaler Grundschule bewegt schon geraume Zeit die Gemüter. Erst war von einem Kleinfeldfußballplatz, dann von einen monumentalen Klettergerüst die Rede. Jetzt soll der Schulhof ein neues Klettergerüst erhalten, ein paar Nummern kleiner als der erste Vorschlag.

Ihre Grundschule ist den Biesenthaler Stadtvätern und -müttern eine Menge Wert. So wurde im Jahr 2011 allerhand Geld in die Hand genommen, um den Schulhof von Grund auf zu erneuern und mit einer Regenentwässerung zu versehen. Bis dahin behinderte bei Regenwetter Matsch und Modder eine vernünftige Nutzung des Schulhofs. Doch es wurde nicht nur für eine ordentliche Ableitung des Niederschlags gesorgt, der Schulhof ist zum Teil mit Platten gestaltet und Spielgeräten versehen worden. Auch an einen Bolzplatz wurde gedacht.

Doch knapp drei Jahre später kam eine neue Idee auf. Die Schulleiterin Cornelia Grasse, Elternsprecher Lutz Neumann und Sportlehrer Detlev Manietta stellten im März 2014 im Bauausschuss ihr neues Vorhaben vor. Sie berichteten, die Diskussion mit den Schülern habe ergeben, dass sie sich auf dem Schulhof einen Kleinfeldfußballplatz wünschen. Das hätte noch einmal mehr als 70 000 Euro gekostet. Vor dem Hintergrund, dass ein Bolzplatz vorhanden ist und die Stadt nicht erneut soviel Geld ausgeben konnte, wurde das Vorhaben gekippt. Erst drei Jahre zuvor war der Schulhof für eine sechsstellige Summe ausgebaut worden.

Nun hatten die Schüler inzwischen bei einem Sponsorenlauf etwa 11 000 Euro für den Kleinfeldplatz gesammelt. Jetzt lag es an der Kunst der Pädagogen, bei den Sechs- bis Zwölfjährigen keine Enttäuschung aufkommen zu lassen. Das gelang mit dem Vorhaben, eine überwiegend aus Seilen bestehende Kletterspinne aufzustellen. Sie sollte eine Höhe von sechs Metern haben und annähernd die erlaufenen Sponsorengelder aufbrauchen. Die Stadt war darum gebeten worden, die Kosten für den Fallschutz zu übernehmen. Das ist auch in der jüngsten Sitzung des Biesenthaler Hauptausschusses bestätigt worden.

Indessen gibt es eine neue Entwicklung. Eltern haben Bedenken geäußert, dass für die Kinder im Grundschulalter, insbesondere die jüngeren, die Kletterspinne zu hoch sei. Andere sorgten sich wegen des Denkmalschutzes. Die Schule ist immerhin 90 Jahre alt. Und der Mensa-Anbau würde deutlich überragt werden. In der Arbeitsgruppe der Schule, die sich mit dem Schulhof befasst, ist nun entschieden worden, ein Gerät mit verschiedenen Kletterelementen aufzustellen, das aber nur zwei Meter hoch ist, informierte die Schulleiterin Cornelia Grasse.

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