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Bürgermeister Vogel tritt ab

Joachim Eggers / 10.05.2015, 21:09 Uhr
Woltersdorf (MOZ) Jetzt überschlagen sich die Ereignisse in Woltersdorf: Bürgermeister Rainer Vogel (Grüne) tritt ab. Er geht zum Monatsende in den Ruhestand. Und der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Siegfried Bronsert (CDU), soll abgewählt werden.

Am Donnerstagnachmittag, zwei Stunden vor Beginn der Gemeindevertretersitzung, bekam Sigrid Weber, die stellvertretende Bürgermeisterin, unerwarteten Besuch. Bürgermeister Rainer Vogel kam zu ihr. Zusammen setzten sie den Antrag an die Gemeindevertretung auf Versetzung in den Ruhestand auf. Er soll zum 31. Mai gelten; am 30. Mai wird Vogel 67 Jahre alt. Mit Erreichen dieser Altersgrenze könne er diesen Antrag stellen, sagte Vogel am Sonntag auf Nachfrage. Die Gemeindevertretung hat den Antrag in der Nacht zum Freitag im nichtöffentlichen Teil der Sitzung angenommen.

Seinen Rückzug, über den seit Monaten spekuliert wird, begründete er mit seiner langanhaltenden Dienstunfähigkeit. "Es ist vernünftig, den Weg freizumachen." Vogel war seit Dezember krank - mit einer kurzen Unterbrechung im April. "Ich habe es noch einmal versucht", sagte er dazu. Die ständigen Querelen hätten gewiss zu seiner Verfassung beigetragen.

Nach Angaben von Sigrid Weber wird es Sache des Landkreises sein, einen Termin für die erforderlich werdende Bürgermeister-Wahl anzusetzen. Sie rechne mit einem Termin im September.

Wer dann antritt, ist weitgehend unklar. Bei CDU, SPD, Linke und Woltersdorfer Bürgerforum (WBF) hieß es am Sonntag, darüber müsse man erst noch intern beraten. Anders die Gruppierung "Unser Woltersdorf". "Wir werden mit Sicherheit einen Kandidaten aufstellen", kündigte der Fraktionsvorsitzende Karl-Heinz Ponsel an. Man habe da jemanden im Blick.

Unabhängig von der anstehenden Neuwahl des Bürgermeisters hat die Fraktion der Linken eine Sondersitzung der Gemeindevertretung für den 21. Mai beantragt, um den Vorsitzenden des Gremiums, Siegfried Bronsert (CDU), abzuwählen. "Sitzungen bis tief in die Nacht, Wiederholungen von Abstimmungen, Tagesordnungspunkte, die nicht mehr behandelt konnten, aber auch das respektlose Verhalten einzelner Abgeordneter, haben die Gemeindevertretung an den Rand ihrer Arbeitsfähigkeit gebracht", teilte der Vorsitzende des Ortsverbandes, Sebastian Meskes, mit. Er kündigte an, sich selbst zur Wahl zu stellen. "Unser Woltersdorf", nach der Kommunalwahl stärkste Fraktion, hatte mit Unterstützung der Linken den bei seiner eigenen Partei, der CDU, in Ungnade gefallenen Bronsert ins Amt des Vorsitzenden gehievt.

Bronsert selbst sagte, er habe ohnehin vorgehabt, sich nach einem Jahr Amtszeit vom Vorsitz zurückzuziehen; das sei den anderen auch bekannt gewesen. Die Eile sei unnötig, er vermute andere Motive. Ins gleiche Horn stieß Ponsel. Bronsert so zu demontieren, sei schlechter Stil.

CDU-Ortschef Achim Schneider sagte, er sehe den Veränderungen optimistisch entgegen. Holger Dymke, der Ortsvorsitzende der SPD, sagte dagegen, durch die anstehende Wahl werde die Bewältigung der großen, drängenden Aufgaben - Kita, Schule, Haushalt - nicht einfacher.

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do 12.05.2015 - 09:32:42

Die Linken streben nach Macht im schlechten Stil

So ein mieses Verfahren! Den Vorsitz der Gemeindevertretung hätte doch wohl diese zuerst in eigenen Reihen klären können. Jemanden so zu demontieren, nur weil Meskes selbst den Vorsitz will - da fehlt jedes politische Taktgefühl. Ich hoffe, dass nun wenigstens das WBF als gleichstarke Fraktion wie die Linken einen eigenen Kandidaten stellt - einen, der Erfahrung im politischen Leben hat und diese Funktion ausfüllen kann. Nicht wie der Grünling Meskes

Max 11.05.2015 - 19:57:47

wieder löschkuli

hallo löschkuli löschauftrag erfüllt?? erbärmlich für das käseblättchen pfui.............

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