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Marco Graewert ist Breakdance-Lehrer / Das Tanzen hat er sich selbst beigebracht

Six Step, Windmill und Baby Freeze

Beeindruckende Körperbeherrschung: Breakdance-Lehrer Marco Graewert gibt eine Kostprobe seines Könnens. Der Autodidakt unterrichtet heute Jugendliche in dem vom Hip Hop inspirierten Straßentanz.
Beeindruckende Körperbeherrschung: Breakdance-Lehrer Marco Graewert gibt eine Kostprobe seines Könnens. Der Autodidakt unterrichtet heute Jugendliche in dem vom Hip Hop inspirierten Straßentanz. © Foto: Vanessa Fink
Vanessa Fink, Jonas Pohl / 12.05.2015, 11:53 Uhr
Eberswalde (MOZ) Straßentänzer inspirierten ihn dazu, zum Breakdancer zu werden: Marco Graewert hat sich den akrobatischen Tanz selbst beigebracht. Heute unterrichtet er in einer Eberswalder Tanzschule Jugendliche, die Breakdance-Moves wie Six Step und Baby Freeze lernen wollen.

Marco Graewert ist in seiner Freizeit Breakdancelehrer und startete seine eigene Karriere schon früh. Tänzer, die er auf dem Berliner Alexanderplatz sah, inspirierten den heute 26-jährigen dazu, sich diesen komplizierten Tanz selbst beizubringen. Ganz einfach war das für ihn allerdings nicht.

Marco war gerade einmal 14 Jahre alt und hatte bis dato noch nicht viel mit dieser Sportart zu tun. Doch schon bald gründete er mit Freunden die Gruppe "Street-Beatz Dance Crew" und begann, einfache, aber eigene Streetshows an Berliner Ampelkreuzungen zu geben. Während einer dieser Shows entdeckte ihn eine Tanzlehrerin aus Eberswalde. Seit mittlerweile fünf Jahren gibt Marco nun Jugendlichen im Tanzsalon Zippel in der Puschkinstraße Breakdance-Unterricht.

"Disziplin, Ehrgeiz und Freude am Tanzen sind das Wichtigste, wenn man Erfolg haben will", erzählt der hauptberufliche Mechaniker. Ihm selbst wurde schnell klar, dass es beim Tanzen nicht nur um das Gewinnen von Wettbewerben geht. Denn obwohl er 2009 mit seiner Crew den 3. Platz in den deutschen Meisterschaften belegte, sagt er selbst: "Mein Ziel ist es, so viele Jugendliche wie möglich von der Straße zu holen." Um das zu erreichen, gibt er inzwischen mehrmals in der Woche Tanzunterricht, bei dem die Teenager ihre eigenen Moves ausprobieren und ihren Breakdance-Stil herausfinden können. "Für mich ist in Breakdance alles drin. Es verlangt Akrobatik und Körperbeherrschung." Die spektakulären Tanzbewegungen beziehungsweise Breakdance-Moves haben so abenteuerliche Namen wie Six Step, Windmill und Baby Freeze.

Auffällig ist, dass überwiegend Jungen diesen Sport betreiben, da er bei ihnen durch seinen lockeren und athletischen Style sehr attraktiv wirkt. "Ich kann mich beim Tanzen ausdrücken, Frust ablassen und meinen Style mit anderen messen.", meint der 19-jährige Hobbybreakdancer Florian Ahlhelm.

Genau wie bei anderen Sportarten bringt Breakdance ein hohes Verletzungsrisiko mit sich, wenn nicht sogar das höchste überhaupt. Marco zog sich vor etwa zwei Jahren eine Handverletzung zu, die ihn auch heute noch immer beim Tanzen beeinträchtigt. "Man kann nicht in allen Situationen die Kontrolle über seinen Körper behalten.", begründet der gebürtige Berliner die Gefahr dieses Sports.

Trotz seiner langjährigen Erfahrung orientiert er sich unter anderem an der Crew "Flying Steps" - einer szenebekannte Breakdancegruppe aus Berlin, die durch ihre beeindruckenden Choreographien viele begeistern.

Insgesamt empfiehlt Marco den Sport Breakdance an jeden weiter, sowohl an Jungen, als auch an Mädchen.

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