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Besonderer Vertrauensbeweis der Eltern

Janet Neiser / 15.05.2015, 06:26 Uhr
Eisenhüttenstadt (MOZ) "Ich wollte schon immer Lehrerin sein, etwas anderes gibt es für mich nicht." Wenn Silka Riedel das sagt, glaubt man es ihr sofort. Und offensichtlich macht sie ihren Job als Lehrerin und Konrektorin in Eisenhüttenstadts größter Grundschule "Erich Weinert" richtig gut. Die Kinder mögen die 49-Jährige und die Eltern auch. Ansonsten hätte die Elternkonferenz sich wohl kaum dafür entschieden, Silka Riedel für den "Brandenburgischen Lehrerinnen- und Lehrerpreis" vorzuschlagen. Und das, was sie schrieben, beeindruckte offensichtlich auch das Staatliche Schulamt, das die Frau, die seit gut 17 Jahren an der Weinert-Grundschule unterrichtet, als eine von drei Lehrern aus dem Kreis Oder-Spree ins Finale schickte.

"Ich war schon überrascht, dass ich überhaupt nominiert wurde", sagt Silka Riedel bescheiden. Schließlich habe es so viele Vorschläge gegeben. Als die Jury des Bildungsministeriums sie dann am Dienstag in Potsdam tatsächlich mit dem Preis auszeichnete, "war das schon sehr bewegend", erzählt sie am Tag danach. "Ich habe das gar nicht glauben können." Schließlich würden ja auch die anderen beiden Kollegen, die mit auf der Bühne standen, großartige Arbeit leisten. "Aber man freut sich natürlich. Da fällt eine große Anspannung ab. Und man bekommt neue Kraft und Motivation für den Alltag."

Die gebürtige Eisenhüttenstädterin, die Deutsch, Mathe und Musik unterrichtet, ist in diesem Schuljahr in der zweiten Klasse im Flexbereich tätig. Und sie arbeitet vor allem auch als Sonderpädagogin - schließlich hat sich die Weinert-Grundschule mit ihren etwa 235 Schülern der Inklusion verschrieben. In der Laudatio aber zogen die Eltern vor allem den Hut vor Silka Riedel, weil sie die etwa anderthalb Jahre als kommissarische Schulleiterin so toll gemeistert hat. "Mir hat nach dem Sprung ins kalte Wasser das Netzwerk für Grund- und Förderschulen in Eisenhüttenstadt enorm geholfen", sagt die dreifache Mutter dankbar.

Größe und Engagement bewies sie vor allem, als die Schule in den Ferien zum Angriffspunkt von jugendlichen Randalierern geworden war. Da gehörte sie zu einem kleinen Kreis von Menschen, die viele Stunden ihrer Freizeit dafür nutzten, das Haus wieder so herzurichten, dass Unterricht stattfinden kann.

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