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Puzzleteile zum Erholungsort Wandlitz

Sechs Mobile finden Platz; Jana Radant (r.) und Hans-Joachim Auge (M.) zerschneiden das Band.
Sechs Mobile finden Platz; Jana Radant (r.) und Hans-Joachim Auge (M.) zerschneiden das Band. © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Hans Still / 21.05.2015, 07:55 Uhr
Prenden (MOZ) Monatelang schlummert Prenden vor sich hin, dann passiert es urplötzlich, dass zwei offizielle Termine auf einen Tag fallen. Am Mittwoch trug sich dieses unglaubliche Ereignis zu: Der Wohnmobil-Rastplatz wurde im Beisein von Bürgermeisterin Jana Radant eingeweiht. Und 40 Minuten später, wieder im Beisein der Bürgermeisterin, enthüllte der Prendener Grafiker Klaus Storde eine Geschichtstafel vor dem Prendener Jagdhotel.

Beide Ereignisse passen in das Puzzle, das nach Wunsch der Gemeindeverwaltung schon bald ein Ganzes ergeben soll. "Wir haben mindestens einhundert Maßnahmen in unserer Entwicklungskonzeption zum staatlich anerkannten Erholungsort vorgesehen. Hier in Prenden sieht man, wie viel Mühe schon ein Vorhaben machen kann", so die Bürgermeisterin mit Blick auf das Wohnmobil, das eigens für die Fotografen abgestellt wurde. Sechs kostenfreie Wohnmobil-Standplätze stehen im Ort zur Verfügung, gegen ein Entgeld von einem Euro können Camper vier Stunden lang Strom ziehen oder 30 Liter Frischwasser tanken. "Der Platz erinnert mich an Frankreich, wo es viele solcher kostenfreien Angebote gibt", freut sich der Prendener Michael Günther, der mit seiner Frau Evi die Anregung gegeben hatte und mit seinem Wohnmobil schon sämtliche Länder Europas besuchen konnte. Allein 7000 Euro kostete die gepflasterte Einfahrt, weiteres Geld wurde für die Standplätze investiert, berichtet indes Ortsbürgermeister Hans-Joachim Auge (SPD). Selbst der Spielplatz soll demnächst neue Geräte bekommen, gedacht wurde beispielsweise an ein Trampolin und eine kleine Trimm-Dich-Strecke.

Nicht weniger interessant verhält es sich mit den Geschichtstafeln, die unter fachlicher Anleitung des Ortschronisten Klaus Storde in Prenden entstanden. Am Riesenstein, an der Kirche und beim Fischverkauf am Strehlesee stehen bereits Tafeln, die jeweils auf eine Prendener Besonderheit hinweisen. Die jüngste Tafel am Jagdhotel verweist auf Otto Christoph Freiherr von Sparr (1605 bis 1668), Johann Kunkel von Löwenstern (1638 bis 1703) und Theodor Fontane (1819 bis 1898), die allesamt ihre Spuren in Prenden hinterließen. Freiherr von Sparr besaß Ländereien im Ort, Kunkel machte sich als Alchimist und Glashersteller einen Namen und Fontane begab sich bei seinen Wanderungen nach Prenden. Er lobte die Natur und schimpfte auf den Ort.

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