Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Sanfter Tourismus als A und O

Großen Zuspruch fand die naturkundliche Wanderung zum Familientreffen am Himmelfahrtstag.
Großen Zuspruch fand die naturkundliche Wanderung zum Familientreffen am Himmelfahrtstag. © Foto: Rainer Horn
Brigitte Horn / 27.05.2015, 07:50 Uhr
Biesenthal (MOZ) Zu den rund 120 000 NaturFreunde-Mitgliedern in Deutschland zählt auch die Biesenthaler Ortsgruppe Hellmühle. Sie leistet seit Jahrzehnten eine aktive Arbeit für die Umwelt, sorgt dafür, dass sich die Menschen im Grünen erholen können und führt Kinder an die Natur heran.

Auf den Tischen für die jüngsten Wanderer waren eine Auswahl an Körnern sowie Lavendel Rosmarin, Hahnenfuß, Giersch und Gundermann platziert. Daneben duftende Gewürze und eine kleine Bastelstraße. Birgit Friedla und Uschi Weiher sorgten jüngst am Himmelfahrtstag bei der naturkundlichen Wanderung zum Familientreffen am Hellsee für die Betreuung der Jüngsten.

Ein paar Hundert Wanderer hatten sich dort an der Uli-Schmidt-Hütte eingefunden.

Vor inzwischen fast 15 Jahren war das gar nicht so sicher, dass die Vereinsarbeit dort weitergehen würde. Wegen einer anstehenden Rückübertragung des Gutes Hellmühle und rund 200 Hektar dazugehörigem Land, auf dem auch der Verein sein Domizil hatte, war die Zukunft zunächst unklar. Doch mit Hilfe vieler Spenden und der Aufnahme eines Kredits konnte 2001 für damals rund 30 000 DM der Stützpunkt des Vereins mit der heutigen Uli-Schmidt-Hütte ersteigert werden.

Dort hatten sich zum Familientreffen Himmel und Menschen eingefunden. Die langjährige Vorsitzende und seit drei Jahren stellvertretende Chefin Gerda Schmidt schaute mehr als zufrieden auf das Treiben. Die Mitgliederzahl ist weitgehend stabil. Der Verein hat derzeit etwas mehr als 50 Mitglieder, darunter sind auch acht Menschen mit Behinderung. Außerdem hat sich die Ortsgruppe Hellmühle über all die Jahre für die Ziele der NaturFreunde engagiert. Dazu gehören unter anderem die Förderung des sanften Tourismus und der Kultur, der Natur- und Umweltschutz und die Aufklärung der Menschen, dass sie nur in einer gesunden natürlichen Umwelt leben können. Konkret wurde die Naturfreunde-Hütte zu einem Lehrkabinett für Jung und Alt umgestaltet. Nicht zuletzt freut sich Gerda Schmidt, dass mit Harald Jacoby ein engagierter Vorsitzender an der Spitze des Vereins steht.

Zu den Höhepunkten des Veranstaltungsjahres gehören drei Wanderungen zur Uli-Schmidt-Hütte, die dort in ein geselliges Beisammensein münden. Wer die zu Himmelfahrt verpasst hat, kann sich den 26. September mit dem Oktoberfest als den jährlichen Höhepunkt im Vereinsleben vormerken. Man trifft sich aber auch zu Radtouren, zu Arbeitseinsätzen oder zu Exkursion wie ins Rotfließtal bei Müllrose. Und wenn Gerda Schmidt sich etwas wünschen könnte, dann vor allem, dass die ehrenamtliche Arbeit erhalten bleibt und die Vereine nicht aussterben. Ganz besonders am Herzen liegt ihr aber, dass die Menschen die Natur als ihre wichtigste Lebensgrundlage betrachten.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG