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Linke initiierten zum zweiten Mal eine Demonstration zum rascheren Ausbau der Ortsdurchfahrt Eggersdorf

Gefährliche Landesstraße

Zu Fuß und per Rad: Rund 60 Petershagen-Eggersdorfer - begleitet von Landtagsabgeordneten und Verwaltungsmitarbeitern - demonstrierten die Bedingungen auf der L 33.
Zu Fuß und per Rad: Rund 60 Petershagen-Eggersdorfer - begleitet von Landtagsabgeordneten und Verwaltungsmitarbeitern - demonstrierten die Bedingungen auf der L 33. © Foto: Irina Voigt/MOZ
Irina Voigt / 29.05.2015, 06:40 Uhr
Petershagen-Eggersdorf (MOZ) Die Straße muss vor 2019 ausgebaut werden. Dranbleiben und Druck machen - darauf einigten sich die Initiatoren der Demo für den Ausbau der Ortsdurchfahrt der L 33 in Eggersdorf mit den Landtagsabgeordneten, Nutzern und Anliegern der maroden Straße.

Sie kamen mit Rollatoren, Fahrrädern und Elektromobilen. Wenngleich es am Donnerstagvormittag überwiegend die Senioren waren, die dem Aufruf der Linken zum Protest für den Ausbau der Landesstraße 33 folgten, so zeigten sie doch ganz genau, wo die Gefahren und Probleme für alle Verkehrsteilnehmer liegen.

Die L 33 in Eggersdorf ist nach einer Straße in Falkenberg die meistfrequentierte Ortsdurchfahrt in Brandenburg. Auf einer Rangliste der noch auszubauenden Landesstraßen wurde sie mit 4,5 benotet. Bei 3,5 beginnt laut Verkehrsministerium die höchste Dringlichkeit. "Warum also soll in Eggersdorf erst 2019 gebaut werden?", fragten die rund 60 Bürger. Viele warten seit 20 Jahren darauf.

Mit im Sommer täglich über 14 000 Fahrzeugen ist die Straße übermäßig belastet. Es gibt keinen Radweg, der einseitige Gehweg hört auf der Hälfte auf. "Wir bauen das Strandbad behindertengerecht aus, hoffen, dass viele Touristen kommen, und die finden weder Parkplätze noch einen Radweg noch sichere Übergänge über die Straße vor", sagte Johannes Kliegel, der in Vertretung des Bürgermeisters gekommen war. Er dankte Bürgern und Organisatoren und begrüßte deren Initiative.

Dass der Weg, auf sich und die Forderungen aufmerksam zu machen, Erfolge bringt, konnte Landtagsabgeordnete Kerstin Kaiser (Linke) beweisen. "Bei unserer ersten Demo wiesen wir auf die Bushaltestellen hin, und prompt reagierte man im Kreis und baute sie vernünftig aus." Sie sei im Gespräch mit Verkehrsministerin Kathrin Schneider, teilte sie den Eggersdorfern - darunter etliche Gemeindevertreter - mit. Da habe sie erfahren, dass im Landeshaushalt, der Anfang Juli beschlossen werden soll, die Planungsmittel für die Strecke enthalten seien. Es laufe alles, was als Voraussetzung für den Ausbau nötig wäre, sei ihr mitgeteilt worden. Aber dabei spreche man von einer Zeitschiene von mehreren Jahren.

"Die Planungen waren schon mal viel weiter", wusste Hagen Kattner aus seiner früheren Tätigkeit als Gemeindevertreter. Ein anderer erinnerte sich an das Versprechen, dass die Ortsdurchfahrt im Anschluss an das Verlegen der Medien ausgebaut werden sollte.

Die Bürger fordern, dass diese Straße ausgebaut wird und aufwändige Dinge wie Brücken oder Kreisel aus den Planungen erst einmal ausgeklammert werden, um das Projekt zu forcieren. "Es gibt für mobile Ältere keinen sicheren Weg nach Strausberg, zum Ärztehaus oder ins Handelscentrum, Radwege hören im nirgendwo auf", erklärt Helga Sahner (80), die ein Elektromobil lenkt.

Über ein mögliches Engagement der Strausberger Bürgermeisterin in Sachen Verkehrsanbindung könne sie aber noch immer nichts berichten, sagte Kerstin Kaiser.

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