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Erfolgreiche Gründungsversammlung für einen Großverein im Fußballsport / Uwe Golla Präsident

Der FC Eisenhüttenstadt ist perfekt

Der Vorstand des FC Eisenhüttenstadt: von links mit Alexander Schmidt, Bertram Seher (Vizepräsident), Steffen Westphal, Elke Ruchatz (Vizepräsidentin), Lutz Mück, Uwe Golla (Präsident) und Wolfgang Schneider
Der Vorstand des FC Eisenhüttenstadt: von links mit Alexander Schmidt, Bertram Seher (Vizepräsident), Steffen Westphal, Elke Ruchatz (Vizepräsidentin), Lutz Mück, Uwe Golla (Präsident) und Wolfgang Schneider © Foto: Hagen Bernard
Hagen Bernard / 04.06.2015, 07:37 Uhr
Eisenhüttenstadt (MOZ) Die Wege zu einem Eisenhüttenstädter Großverein im Fußballsport sind geebnet. Am Montag gründeten die Vereins-Vertreter des EFC Stahl, der SG Aufbau, des 1. FC Fürstenberg und des Jugendfördervereins 2012 den FC Eisenhüttenstadt.

Der Anfang ist gemacht. 15 Gründungsmitglieder des FC Eisenhüttenstadt haben sich am Montag auf die beiden Listen eingetragen, die bei der Meldung für das Vereinsregister dem Amtsgericht vorgelegt werden. Als Zwölfte auf der Liste steht dabei die Eisenhüttenstädter Bürgermeisterin Dagmar Püschel. "Ich bin froh, dass diese Fusion zustande kommt. Die gute Vorbereitung dieser Gründungsveranstaltung ist beeindruckend." Diese Worte setzte die Bürgermeisterin ihrer Frage voraus, ob sie auch Gründungsmitglied werden könne. Schließlich hatte sie in den vergangenen Monaten regelmäßig mit den Vertretern der an dieser Fusion beteiligten Vereine EFC Stahl, SG Aufbau Eisenhüttenstadt, 1. FC Fürstenberg und dem Eisenhüttenstädter Jugendförderverein gesprochen, um die Kräfte im Eisenhüttenstädter Fußballsport zu bündeln. Ebenfalls an diesen Gesprächen beteiligt war zunächst der FSV Dynamo Eisenhüttenstadt, dessen Vorsitzender Uwe Schwagerick laut Püschel einer Beteiligung an dieser Fusion gar nicht so abgeneigt gewesen sei.

Intern haben die Dynamos jedoch einige Vorbehalte geäußert. Daher wollen sie die Entwicklung des FC Eisenhüttenstadt erst einmal abwarten. So gebe es laut dem langjährigen Fußballkreisvorsitzenden Joachim Fettke beispielsweise Negativbeispiele bei einer Fusion in Frankfurt, wo aus vier Männermannschaften nur zwei geworden seien. "Ich wünsche dem FC Eisenhüttenstadt mindestens drei Männermannschaften sowie im Nachwuchsbereich auf Landesebene mindestens ein Team in jeder Klasse. Ich hoffe, dass der Verein auch in der Trainer- und Schiedsrichter-Ausbildung am Ball bleibt", gab Fettke den Gründungsmitgliedern mit auf den Weg.

Dass es bis zu einem voll funktionsfähigen Gebilde noch ein weiter Weg ist, weiß auch der Vorsitzende Uwe Golla. Besonders der 57-jährige Projektmanager eines Zulieferers in der Stahlindustrie und seit einem Jahr Präsident des 1. FC Fürstenberg hatte die Fusion seit Dezember vehement vorangetrieben. Am 21. Mai hatten die Vereinsmitglieder den Entwurf der Satzung für den FC Eisenhüttenstadt bestätigt, zur Gründungsversammlung wurde die Satzung einstimmig beschlossen.

Jetzt wird intensiv an der Aufnahme des Jugendfördervereins in den FC Eisenhüttenstadt gearbeitet, Voraussetzung dafür sei laut Golla eine detaillierte Abrechnung der Finanzen und die Entlastung des Vorstandes. Da auf Landesebene spielende Fußball-Mannschaften auch Nachwuchsteams vorweisen müssen, hat der FC Eisenhüttenstadt an den Landesverband einen Antrag auf eine Sondergenehmigung gestellt.

Läuft alles nach Plan, könnten die Jugendmannschaften - die ja in Eisenhüttenstadt die Fusion der Männer-Mannschaften bereits vorweggenommen hatten - ab kommender Saison unter der neuen Vereinsbezeichnung antreten. Farblich wird sich für diese nicht allzu viel ändern. Acht der 15 Gründungsmitglieder favorisierten ein Blau-Weißes Logo mit einem Schriftzug der Stadt auf schwarzem Untergrund. Weitestgehend vom Logo des Jugendfördervereins übernommen wurde auch der Ball. "Sucht Euch bloß nicht ein zu kompliziertes Logo aus. Je mehr Farben, desto teurer wird der Spaß", sagte das Vorstandsmitglied Wolfgang Schneider. Schließlich hat der Sportartikelhändler damit hinlänglich Erfahrung und dürfte das Gros der Spielkleidung zum Beflocken über seinen Ladentisch gehen.

Erst einmal jedoch wird sich laut Golla zumindest im Erwachsenenbereich nicht allzu viel ändern. "Es wird eine Übergangsphase von drei Jahren geben, während der die Mannschaften so bestehen bleiben und auch an ihren gewohnten Stätten trainieren und spielen. Natürlich besteht eine Option auf Unterstützung untereinander. Eine Fluktuation der Spieler werden wir wohl nicht ganz verhindern können. Doch wir wollen eine Abwanderung der Spieler wie in Frankfurt vermeiden." Ziel sei schließlich die Schaffung eines Eisenhüttenstädter Großvereins im Fußball. "Doch ob es tatsächlich einer wird, zeigen dann die Mitgliederzahlen", sagt Golla, der mit den Gründungsmitgliedern ganz bewusst auf die Eins vor dem FC verzichtet. "So heißt doch mittlerweile jeder zweite Verein. Es gab die abenteuerlichsten Vorschläge, zum Beispiel sollte Fürstenberg mit in den Namen. Doch das wäre dann viel zu lang geworden." Auf alle Fälle tragen schon jetzt die erwachsenen Mitglieder der Fusionsvereine den entstehenden Großverein mit. 50 Cent des monatlichen Mitgliedsbeitrages fließen ab jetzt in den FC Eisenhüttenstadt, der noch für ein Jahr bei den geschäftlichen Prozessen außen vor bleibt. Dafür wollen sich umgehend Golla und Co. intensiv um Gespräche bei den bisherigen Sponsoren der Fusionsvereine bemühen. Dabei dürften sie bei einigen offene Türen einrennen. Schließlich war gerade bei Förderern und Sponsoren der Ruf nach einem Eisenhüttenstädter Großverein im Fußballsport laut geworden.

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