Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Obelisk von 1786 kommt nach 35 Jahren wieder in den Gertraudenpark

Grabmal kehrt zurück

Platz für das Grabmal: Frank Drömert (links) vom Kulturbüro und Archäologe Christian Matthes im Gertraudenpark
Platz für das Grabmal: Frank Drömert (links) vom Kulturbüro und Archäologe Christian Matthes im Gertraudenpark © Foto: MOZ/Frauke Adesiyan
Frauke Adesiyan / 05.06.2015, 05:11 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Ein 230 Jahre altes Grabmal wird im Gertraudenpark wieder aufgestellt. Der für Dorothee Elisabeth Krüger angefertigte Obelisk aus dem Jahr 1786 war 30 Jahre lang im Außendepot des Kulturbüros versteckt und wurde erst bei dessen Räumung wiederentdeckt. "1980 hatte man das Grabmal entfernt, als die Fernwärmeleitung durch den Park gezogen wurde", erklärt Frank Drömert vom Kulturbüro den Abbau. Frank Drömert sorgte dafür, dass das Denkmal aus Sandstein in einem Berliner Büro restauriert wird. Diese Arbeiten werden nach dem Sommer abgeschlossen sein.

Die Zwischenzeit wurde genutzt, um den originalen Standort zu ergründen. Seit Wochen klaffte aus diesem Grund im Park ein Loch. "Erst haben wir kein Fundament gefunden, bis der Archäologe Christian Matthes noch einmal genau nachforschte", beschreibt Frank Drömert den Werdegang. Nun habe man die alte Verankerung einige Meter weiter gefunden. Der neue Standort wird nun um einige Zentimeter verschoben, da in der Zwischenzeit ein großer Busch gewachsen ist.

Am Donnerstag wurde schließlich ein Zement-Fundament gegossen. Auf dieses wird in der übernächsten Woche ein Feldsteinsockel gebaut, der zum Teil aus originalen Steinen bestehen wird. Für den Frühherbst kündigt Frank Drömert die Aufstellung des dann fertig restaurierten Grabmals an.

Der Gedenkstein für Dorothee Elisabeth Krüger, den ihr Ehemann und Kartause-Pächter Samuel David Krüger aufstellen ließ, ist nicht der einzige auf dem einstigen Friedhofsgelände. Betrachtet werden können die Grabmale für den Theologen Joachim Georg Darjes und den Dichter und Militär Ewald Christian von Kleist. Es gab noch ein viertes, das ebenfalls aufgrund der Fernwärmeleitung abgebaut wurde. Es ist dem Jurastudenten Michael Gabriel Fredersdorff gewidmet, der aus einer bedeutenden preußischen Adelsfamilie stammte. Auch dieses Grabmal soll nach dem Willen Frank Drömerts bald wieder zu sehen sein - gegenüber von dem Krügerschen Mal. Noch scheitert die Umsetzung allerdings an den fehlenden finanziellen Mitteln.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG