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Ohne "sonst übliche Verspannungen"

Detlef Klementz / 06.06.2015, 07:05 Uhr
Strausberg (MOZ) Kitas und Horte war das Thema, mit dem sich die Stadtverordneten auf ihrer Sitzung am Donnerstag im Rahmen einer Aktuellen Stunde befassten. Initiator war die Linksfraktion, die mit ihren zahlreichen Fragen die Verwaltung forderte.

Den Stadtverordneten lag eine umfangreiche Zusammenstellung von Zahlen und Fakten vor, die zum Teil erst jüngst in die Bedarfsplanung für den Landkreis eingeflossen waren. Leider war das Material erst sehr kurzfristig ausgeteilt worden, wie mehrfach bedauert wurde.

Kerstin Kaiser zeigte sich hoffnungsfroh, für die weitere Arbeit einen Konsens zu finden. Sie verweis auf die angeführten wachsenden Kinderzahlen, auf spezifische Betreuungsnachfragen und damit einhergehende wachsende Anforderungen an die Erzieherinnen. Die Prognose für die nächsten Jahre gehe von rund 200 neuen Kita-Plätzen aus, "also einer neuen Kita". Nach Ansicht der Bildungsausschuss-Vorsitzenden sollte die Debatte um die Freistellung der Leiterinnen angesichts der gestiegenen Anforderungen weitergeführt werden. Mit Blick auf den Streik der Kita-Erzieherinnen betonte Kerstin Kaiser, ihre Partei unterstütze die Aktion, mit der die kommunalen Arbeitgeber zum Einlenken gedrängt werden sollen. Ihr Fraktionschef Ronny Kühn rechnete vor, dass die Stadt in den kommenden Jahren jeweils bis zu drei Millionen Euro für den Kita- und Hort-Bereich ausgeben will - "die Hälfte unserer Bauinvestitionen", wie er anerkennend hinzusetzte.

Wolfgang Winkelmann (UfW) fand das durchaus "angemessen" und regte eine Klausurtagung zum Zeitfenster an, ein Vorstoß, den Ronny Kühn später begrüßte.

Sibylle Bock (SPD) befand, der Bedarf an Kita-Plätzen müsse abgedeckt werden und erklärte: "Wir sind da auf gutem Weg." Wobei man es nicht bei "frommen Sprüchen" belassen dürfe, wenn es an die Umsetzung gehe.Da könne es in Wohnnähe natürlich auch mal laut werden. Christel Kneppenberg (SPD) würdigte das "sehr gute quantitative und qualitative Kita-Angebot" und die Höhe der künftigen Investitionen in diesem Bereich.

In seiner Zusammenfassung mahnte Ronny Kühn, die Probleme ohne "die sonst üblichen Verspannungen" gemeinsam anzugehen. Für den 27. August hat er alle Fraktionschef zwecks weiterer Terminabsprachen eingeladen. Am 3. September, so sein Vorschläge, sollte der Bildungsausschuss die gestiegenen Kinderzahlen zum Thema machen und bis Ende des Jahres über die Investitionsliste abgestimmt werden. Und weil es bei der Premiere mit der gemeinsamen Sitzung von Bau- und Finanzausschuss so gut funktioniert habe, sprach sich Kühn für eine Wiederholung im Bereich Kita-Planung aus.

Zum Schluss regte Kühn an, sich möglichst früh dafür einzusetzen, dass die künftigen Erzieherinnen, die derzeit am Oberstufenzentrum ausgebildet werden, später auch in Strausberger Einrichtungen arbeiten werden.

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