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Gottes Mühlen mahlen langsam

Heilfroh: Kirchenälteste Kornelia Eue aus Bredow, zweite von links, als Gast in Schönwalde.
Heilfroh: Kirchenälteste Kornelia Eue aus Bredow, zweite von links, als Gast in Schönwalde. © Foto: my
Klaus Meynersen / 24.03.2017, 19:13 Uhr
Schönwalde/Brieselang (MOZ) Dem lang verfolgten Ziel, zum Pfarrsprengel Brieselang im und zum Kirchenkreis Falkensee zu wechseln, ist die evangelische Gemeinde Bredow wieder einen Schritt näher gekommen: Bei der Frühjahrssynode in Schönwalde beschloss der Falkenseer Kirchenkreis einstimmig, dass dem nicht nur nichts entgegen steht, sondern Bredow sogar höchst willkommen ist.

Der Wechselwunsch geht letzten Endes darauf zurück, dass Bredow bei der kommunalen Gebietsreform 2003 ein Ortsteil von Brieselang geworden ist.

Der Gemeindekirchenrat der Kirchengemeinde Bredow, die zum Kirchenkreis Nauen-Rathenow gehört, hatte bereits am 14. Juli 2010 beschlossen, in den Kirchenkreis Falkensee zu wechseln und darum gebeten, in den Pfarrsprengel Brieselang aufgenommen zu werden. Daraufhin fassten die Kreiskirchenräte Nauen-Rathenow und Falkensee ebenso wie der Gemeindekirchenrat Brieselang zustimmende Beschlüsse.

Danach fand eine Reihe von Runden Tischen statt, der dritte am 15. März vor Ort in Bredow, um den vorgesehenen Wechsel vorzubereiten. Festgehalten wurde zum Beispiel, dass die Kirchengemeinde Bredow mit der Baulast ihrer Kirche nicht allein gelassen werden dürfe und sich die beiden Kirchenkreise deshalb daran beteiligen sollen.

Ebenso wurde Übereinstimmung für eine Verstärkung im Bereich der Kirchenmusik erzielt, weil in Zukunft auch die Gemeinden Bredow und Zeestow mitversorgt werden müssen.

Die Letztentscheidung über die Veränderung in den Kirchenkreisen obliegt der Leitung der Landeskirche. Folgt sie bei ihrer Sitzung im Mai den vorgelegten Voten, kann der seit Langem angestrebte Wechsel zum 1. Juni erfolgen. So Kirchenleitungsjuristin Uta Kleine am Samstag bei der Frühjahrssynode des Falkenseer Kirchenkreises in Schönwalde.

Zeitgleich berieten sich die Synodalen aus dem Kirchenkreis Nauen-Rathenow bei ihrer Frühjahrstagung. Eine von ihnen, die Bredower Kirchenälteste Kornelia Eue, auf Einladung von Präses Ditmar Lümmen zu Gast in Schönwalde, sagte dort freimütig: "Dass Politik schwierig ist, davon hatte ich durchaus eine Vorstellung, aber dass Kirchenpolitik um ein Vielfaches schwieriger ist, das hätte ich doch nicht gedacht." Nach den Worten von Superintendent Thomas Tutzschke gibt zwar der Kirchenkreis Nauen-Rathenow nur ungern eine Kirchengemeinde ab, wollte aber Bredows Änderungswunsch von Anfang an nicht im Wege stehen.

So werden denn im Blick auf diesen Ortsteil nach langer Zeit die kirchlichen den politischen Strukturen angeglichen. In Bezug auf Verwaltung, Schule, Ärzte, Einkaufen war Bredow bereits lange vor 2010 nach Brieselang hin orientiert. Bald werden endlich die kirchlichen den politischen Strukturen angeglichen.

Das lädt doch dazu ein, zu sagen: "Gottes Mühlen mahlen langsam."

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