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Wo mehrfach Behinderte eine Heimat haben

Brigitte Horn / 13.06.2015, 06:50 Uhr
Biesenthal (MOZ) Die Wohnstätte der Stephanus-Stiftung in Biesenthal hat sich jetzt in der Sitzung des Haushalts- und Sozialausschusses der Stadt vorgestellt. Die Einrichtung gehört schon länger zu Biesenthal, steht aber seit einem Jahr mit Alexandra Lewing unter neuer Leitung.

In dem Haus in der Biesenthaler Bahnhofstraße leben derzeit 30 Bewohner. Nach Information der Leiterin des Hauses gibt es drei Gruppen. Das sind mehrfach schwerstbehinderte Menschen sowie Bewohner mit einem hohen Unterstützungsbedarf und die dritte Gruppe mit einem geringeren Hilfebedarf. Außerdem werden von dem Haus zwei Personen betreut, die in eigenen Wohnungen leben.

Alexandra Lewing erinnerte daran, dass es ursprünglich ein Kinderheim war und danach eine Betreuungseinrichtung für Mädchen mit besonderem Hilfebedarf geworden ist. Seit der Wende ist es ein Heim für Menschen mit geistiger Behinderung. Derzeit gibt es Bewohner und Bewohnerinnen im Alter zwischen 20 und 60 Jahren. Man wolle keine Senioreneinrichtung werden und nehme deshalb auch jüngere Menschen auf. Ebenso solle es keine reine Fraueneinrichtung wie bisher sein.

Die Bewohner sind in der Regel in Behindertenwerkstätten tagsüber tätig. Sechs von ihnen wären damit aber überfordert, so dass sie innerhalb des Hauses einer Beschäftigung nachgehen. Dabei wird nach dem Zwei-Milieu-Prinzip gearbeitet. Das heißt, auch wenn sie dazu nicht außer Haus gehen, wechseln sie für die Beschäftigung in einem ganz anderen Bereich des Hauses, in dem sie auch andere Betreuer als außerhalb der Beschäftigung haben.

Interessant war für die Mitglieder des Haushalts- und Sozialausschusses auch, wie die Finanzierung erfolgt und wie in dem Haus gearbeitet wird. Sie erfuhren, dass es sechs Mitarbeiter gibt. Für zehn Personen steht eine Betreuungskraft zur Verfügung, bei erhöhtem Hilfebedarf sind es zwei.

Die Hausleiterin brachte in der Ausschusssitzung ihr Interesse zum Ausdruck, auch in das gesellschaftliche Leben der Stadt noch mehr als bisher eingebunden zu sein. Der Wunsch ist von dem Gremium positiv aufgenommen werden.

Die Stephanus-Stiftung hat ihren Hauptsitz in Berlin-Weißensee. Sie hilft nahezu 10 000 Menschen an über 170 Orten in Berlin und Brandenburg.

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