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Oldtimer-Parade bereits zum 26. Mal Bestandteil des Schöneicher Heimatfests

Munteres Treiben an der Dorfaue

Allein der Duft lockte viele Besucher an: Maximilian und Günther Petersik stellten am alten Backofen Brote nach traditioneller handwerklicher Art her. Im Hintergrund Eberhard Meyer vom Heimatverein.
Allein der Duft lockte viele Besucher an: Maximilian und Günther Petersik stellten am alten Backofen Brote nach traditioneller handwerklicher Art her. Im Hintergrund Eberhard Meyer vom Heimatverein. © Foto: Mara Kaemmel
Mara Kaemmel / 14.06.2015, 21:47 Uhr
Schöneiche (MOZ) Das Heimatfest mit Oldtimerparade, Eichkaterlauf, Livebands und Disco lockte am Wochenende wieder unzählige Besucher an. Parteien, Vereine und Handwerker stellten an den Ständen entlang der Schöneicher Dorfaue ihre Arbeit vor.

Die Eröffnung des Festes hatte traditionell am Freitagabend in der Schlosskirche stattgefunden - mit einem Auftritt des neu gegründeten Schöneicher Kinderchors. Ab 20 Uhr rockte dann die Band "Männer" auf der Bühne in der Dorfaue und heizte mit AC/DCs-Songs wie "Thunderstruck" die Stimmung an.

Am Sonnabend begann der Trubel bereits kurz nach 10 Uhr. 167 Läufer hatten sich zum Eichkaterlauf angemeldet, rund 40 mehr als im vergangenen Jahr. Während die Sportler auf der Strecke schwitzten, sammelten sich im Grätzhof die Oldtimerfreunde. 60 alte Motorräder und 30 Autos waren dort vor Beginn der Parade geparkt, darunter ein Dixi, ein Adler und ein roter Velorex - ein motorisiertes Dreirad aus der ehemaligen Tschechoslowakei.

Die Oldtimer-Parade gehört zu den Höhepunkten des Heimatfestes und fand schon zum 26. Mal statt. Uwe Schönfeld, einer der Organisatoren, sagte über die Faszination, die von den historischen Fahrzeugen ausgeht: "Es ist ein Wiedersehen mit einer Technik, die es heute nicht mehr gibt." So sind zum Beispiel viele der Karossen mit Holz gebaut. Das ist auch der Grund, warum Helmut Geißenhöner aus Petershagen seinen F8 Kombi den anwesenden Oldtimerfans zum Kauf anbot. "Ich kann zwar den Motor am Laufen halten, aber das Holz restaurieren kann ich nicht."

Wie jedes Jahr reihten sich wieder viele Stände und Imbissbuden entlang der Dorfaue aneinander. Carola Grunwitz, verantwortlich für das Stadtmarketing in der Gemeinde, zeigte sich zufrieden mit dem Angebot: "Es ist wieder gelungen, etwas Neues zu bieten." Dazu zählte ein Stand mit Wildfleisch, einer mit rustikalen Gartenmöbeln und einer mit selbstgenähten Kindersachen. Für jeden war etwas dabei. Die 19-jährige Isabel Waterstrat, unterwegs mit den beiden Kindern ihrer Freundin, lobte: "Ich wollte mit ihnen einen Ausflug machen, da gibt es kein besseres Ziel als das Heimatfest. Hier ist für jeden was los." Sie steuerte mit den Kleinen das Karussell und das Trampolin an.

Anziehungspunkte waren für viele Besucher die verschiedenen Handwerker. Am Stand der polnischen Partnergemeinde Lubniewice schmiedete Lukasz Rusakiewicz Glückshufeisen. Wer wollte, konnte seinen Namen einprägen lassen. Am Nachbarstand drehte Michael Zinn die Töpferscheibe und beim Heimathaus heizten die Bäcker Maximilian und Günther Petersik den 350 Jahre alten Backofen mit Buchenholz für das Sauerteigbrot an. "Das Brot bekommt darin ein ganz anderes Aroma als in einem modernen Ofen", erklärte Senior Günther Petersik.

Auch die Vereine nutzten die Gelegenheit, auf sich aufmerksam zu machen. So gab der Faschingsclub das Motto für die Feiern am 30. Januar und 6. Februar 2016 bekannt. "Das Thema lautet: ,Wir feiern heiß, im ewigen Eis'. Und freuen uns auf jeden, der kommt", sagte Stefanie Gebhardt

Die Bürgerstiftung Schöneiche konnte an ihrem Stand am Sonntag eine gute Nachricht verkünden. Drei Jahre hat es gedauert, nun ist das Geld für den neuen Steinway-Konzertflügel beisammen. Dieser soll am 6. September feierlich in der Schlosskirche eingeweiht werden. Wolfgang Ziegler, Vorsitzender des Stiftungsrates, sagte zufrieden: "Die Bürgerstiftung hat sich etabliert." Neue Pläne gibt es bereits. "Die Stiftung wird sich dafür engagieren, Flüchtlinge im Ort einzubinden."

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