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Campingplatz wartet auf Sachsen

Ralf Loock / 20.06.2015, 07:00 Uhr
Schervenzsee (MOZ) Der Campingplatz Schervenzsee will in diesem Jahr erneut die Marke von 10 000 Übernachtungen erreichen. Wie Pächter Jörg Klofski am Freitag weiter mitteilte, hatte man im April und im Mai einen guten Saisonstart.

"Wir schauen jetzt gespannt auf die Entwicklung in den Schulferien", erläuterte der Unternehmer. Denn ein Gutteil der Kunden kommt aus Sachsen und Sachsen-Anhalt. In diesem Jahr aber sind dort die Ferienzeiten fast identisch mit denen in Brandenburg. Unterschiedliche Daten bedeuten für die Tourismus-Branche in Brandenburg erfahrungsgemäß ein deutliches Plus. Wenn den Familien in Sachsen und Sachsen-Anhalt bekannt ist, dass die Schulferien in Brandenburg bereits vorbei sind, dann steigt in Dresden und Magdeburg die Bereitschaft, den Koffer zu packen und ins Schlaubetal zu fahren.

Doch nicht immer finden diese Wünsche der Campingwirtschaft die Berücksichtigung in der Politik. Für die Jahre bis einschließlich 2024 seien die Ferienzeiten bereits bundesweit festgelegt worden. "Wir plädieren dafür, dass ab 2025 eine stärkere Differenzierung eingeführt wird", sagte Jörg Klofski, der auch Vizepräsident des Verbandes der Campingwirtschaft des Landes Brandenburg (VCB) ist.

Eine neue Gästegruppe, die den Campingplatz am Schervenzsee ansteuert, seien deutsche Touristen, die auf der Bundesautobahn in Richtung Masuren und Baltikum unterwegs seien. "Für uns erfreulich ist, dass diese Reisenden, die auch andere Campingplätze in und bei Frankfurt ansteuern könnten, sich dafür entscheiden, zu uns zu kommen. Unser Angebot kann sie offenbar überzeugen", berichtete er.

Aber auch Camper, die in umgekehrter Richtung unterwegs sind, finden den Weg nach Schernsdorf. Es gebe einen Zuwachs bei Familien aus Estland, Lettland und Litauen, die nach Westeuropa fahren wollen und Station im Oderland machen. "Wir setzen ganz stark auf Qualität. Sauberkeit und Ordnung auf dem Platz - dies ist das, was die Reisenden überzeugt", erläuterte er sein Geschäftsmodell.

Mit dem Geschäftsverlauf im April und im Mai ist Jörg Klofski sehr zufrieden. Das Osterwochenende habe viele Reisende ins Schlaubetal geführt, entsprechendes gelte für den Mai. Die verlängerten Wochenenden mit dem 1. Mai, Christi Himmelfahrt und Pfingsten haben das Geschäft belebt; hinzu kam das Country-Festival Ende Mai. Es war das 20. und zugleich letzte Treffen der Cowboys im Schlaubetal. "Wir haben die Aktion immer mit unterstützt", erläuterte er. Bei dem Festival hatte man jetzt besonders Sylvia Schulpig, die das Country-Wochenende 20 Jahre lang organisiert und geleitet hatte, gewürdigt und ihr unter anderem eine große Torte als Dankeschön überreicht.

Der Campingplatz Schervenzsee verfügt unter anderem über neun Ferienhäuser, fünf Miet-Caravans sowie Stellplätze für 80 Zelte und 18 Reisemobile/Caravans. In der Zeit der Schulferien werde man wieder mittwochs und sonnabends Kinderangeln anbieten. Die Tourismus-Branche sei für die Region ein wichtiger Wirtschaftszweig, betonte Jörg Klofski. "Da spreche ich nicht nur von den Pensionen und Gastwirtschaften, ich denke auch an den Supermarkt, den Friseur und die Kfz-Werkstatt - auch sie profitieren davon", sagte er. Angesichts dieser Bedeutung sei das Haus des Gastes in Müllrose personell unterbesetzt. Die Einrichtung hat jetzt aktuell ihre Öffnungszeiten reduzieren müssen. "Diese Maßnahme wird sicher noch zu Diskussionen führen", kündigte Jörg Klofski an.

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