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Biesenthals Willkommensinitiative informiert

Hilfe im Alltag benötigt

Brigitte Horn / 23.06.2015, 06:45 Uhr
Biesenthal (MOZ) Die Biesenthaler Willkommensinitiative für Flüchtlinge aus Bürgerkriegsländern und anderen Krisenregionen hat sich und ihre Arbeit in der jüngsten Sitzung des Biesenthaler Kultur- und Sozialausschusses vorgestellt. Dabei ging es unter anderem um die Wohnungssituation. Es wurde aber auch darauf aufmerksam gemacht, in welchen Bereichen die Willkommensinitiative noch Unterstützung braucht.

Derzeit werden in Biesenthal zwei Wohnungen für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzt. In Zukunft könnten es aber noch mehr werden. Daher seien auch noch mehr freiwillige Helfer notwendig. Das betreffe solche Dinge wie Unterstützung bei Behördengängen, für den Besuch beim Arzt oder bei der Suche nach Arbeit. Genauso würden noch Menschen gebraucht, die Flüchtlinge in der deutschen Sprache unterrichten, sagte Thomas Janoschka von der Willkommensinitiative. Ergänzend erläuterte Beate Gollnast, ebenfalls von der Willkommensinitiative, dass man versucht, in den Dörfern auch privaten Wohnraum für die Beherbergung von Flüchtlingen zu gewinnen. In den Gesprächen gehe es darum, Verständnis für die besondere Situation der Flüchtlinge zu wecken und dass sich deren Zahl erhöhen kann. Gleichzeitig schlug sie vor, durch gemeinsame Kulturveranstaltungen zur besseren Verständigung beizutragen.

Auf Nachfragen von Ausschussmitgliedern wurde mitgeteilt, dass in Biesenthal vier Euro Kaltmiete für die Flüchtlingswohnungen gezahlt werden. Dies erfolge grundsätzlich durch den Landkreis. Die Flüchtlinge selbst, die beispielsweise noch nicht arbeiten dürfen, erhalten etwas weniger Geld als den Hartz IV-Satz. Die Ermäßigung für Bus oder Bahn im Bereich des ÖPNV entspreche der von Empfängern von Arbeitslosengeld (ALG) II. Darüber hinaus machte Janoschka darauf aufmerksam, dass Kinder von Flüchtlingen die Schule besuchen dürfen. Dies werde auch von Landkreis finanziert. Der Besuch von Kitas interessiere den Landkreis jedoch nicht. Die Kinder könnten nur dann eine Kita besuchen, wenn die Gemeinden die Finanzierung übernehmen würden. Darüber hinaus monierte Biesenthals Pfarrer Christoph Brust, dass die Willkommensinitiativen noch zu wenig in die Strukturen eingebunden seien und deshalb zu wenige Informationen erhalten. Darum sollte sich der Amtsausschuss kümmern, schlug die Stadtverordnete der Grünen, Heike Müller, vor.

Wer sich bei der Betreuung von Flüchtlingen einbringen will, kann sich an die Biesenthaler Willkommensinitiative wenden. Sie trifft sich monatlich an jeden zweiten Dienstag im Kulturbahnhof.

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Rosa Linde I. 24.06.2015 - 12:39:27

@ Thorsten Wirth

Mit Ihnen würde ich gerne einmal diskutieren und mir einige Fragen beantworten lassen. Sie unterstützen die Fehler unserer Politiker und erklären das mit : Das Leben ist IMMER Veränderung. In unserem Land fehlt z.B. eine vernünftige Familienpolitik und der Ausbau der Infrastruktur, sowie der Ausbau von Gewerbe. Dann würde es auch keine Entsiedlung bestimmter Regionen geben. So aber werden ganze Länder entsiedelt... Ist das die immerwährende Veränderung die das Leben bringt?

Thorsten Wirth 24.06.2015 - 11:28:04

Internetlink

Der link hat nicht funktioniert. 2. Versuch: http://www.preussenchronik.de/thema_jsp/key=thema_preu%25dfen+-+eine+multikulturelle+gesellschaft%253f.html

Thorsten Wirth 24.06.2015 - 11:25:29

Mittel zum Zweck? Ja klar.

Preußen hatte nach dem 30jährigen Krieg enorme Probleme. Krieg und Krankheiten hatten die Bevölkerung drastisch dezimiert und so war es der Preußenkönig Friedrich Wilhlem, der den Grundstein legte für eine moderne Einwanderungspolitik. Mehr dazu z.B. hier: http://www.preussenchronik.de/thema_jsp/key=thema_preu%25dfen+-+eine+multikulturelle+gesellschaft%253f.html Aus Asylbewerbern können auch Einwanderer werden. Unter bestimmten Voraussetzungen. Diese Einwanderer (wir sehen das schon in einigen östlichen Dörfern, die vor allem durch Zuzug aus Polen am Leben gehalten werden mit einem Schul- und Artzangebot z.B.) tragen künftig dazu bei, bestimmte Regionen am Leben zu erhalten, die ansonsten eher entsiedelt sein werden. Verwerflich wäre es, wenn man der Bevölkerung einzureden versuchte, es kann alles so bleiben wie es ist. Das Leben ist IMMER Veränderung. Zu Herrn oder Frau L. Magde: Zitat: "Man könnte mit dem eingesparten Geld z.B. die ostdeutschen Renten erhöhen. Dann braucht kein deutscher Rentner mehr arbeiten zu gehn damit er über die Runden kommt. Man könnte das Geld auch für deutsche arme Kinder verwenden und damit die Kinderarmut in Deutschland bekämpfen." Löblich ;-) Haben Sie nur einmal überschlagen, wovon Sie da schreiben? Im Jahr erhalten Rentner(innen) in Deutschland gerundet etwa 20 Mrd. Euro Rente. Die Bundesregierung hat jetzt beschlossen, ihre Zahlungen der Flüchtlingshilfe an die Bundesländer auf 1 Mrd. Euro zu verdoppeln. Es gibt etwa 25 Mio. Rentner in Deutschland. Was bringt also eine theoretische Senkung der Hilfsgelder auf Null den immer wieder beschworenen "armen Rentnern"? Und den "armen Kindern"? Außer populistischem Geschwafel nicht viel. Abgesehen davon, dass Asyl Menschenrecht ist und es eigentlich jedem Menschen eine Selbstverständlichkeit sein sollte, Menschen in Not zu helfen. Niemand flieht in tödlicher Gefahr übers Mittelmehr, um anschliessend in einem Conatinerdorf von weniger als Hartz IV zu leben und sich von dumpfen Zeitgenossen anpöbeln zu lassen.

Rosa Linde I. 24.06.2015 - 07:27:34

Dörfer sind Unsinn und andere Gedanken

Flüchtlinge auf Dörfer unterbringen ist völliger Unsinn. Es fahren selten oder keine öffentlichen Verkehrsmittel, es gibt keine Versorgungsmöglichtkeiten (Arzt, Einkaufsmöglichkeiten) und von Kulturangeboten will ich schon garnicht reden. In vielen Dörfern ist auch die Internettverbindung schlecht und es herrschen Funklöcher. Die Flüchtlinge können also nicht mit ihren Familien kommunizieren. Alles Dinge , welche in den Städten schon für Flüchtlinge bemängelt werden. Haben das die Mitstreiter der Willkommensinitiative bedacht....oder will man auf Umwegen die oben besagten Defiziete auf Dörfern beseitigen? Aber das würde ja heißen, dass Flüchtlinge nur Mittel zum Zeweck wären und das wäre doch sehr verwerflich.

L. Magde 24.06.2015 - 00:27:17

Willkommensinitiative

Ich schlage vor das alle Mitglieder der Biesenthaler Willkommensinitiative die Asylanten bei sich zu hause aufnehmen und sie von ihren eigene Geld versorgen. Damit spart der Staat Steuergelder. Man könnte mit dem eingesparten Geld z.B. die ostdeutschen Renten erhöhen. Dann braucht kein deutscher Rentner mehr arbeiten zu gehn damit er über die Runden kommt. Man könnte das Geld auch für deutsche arme Kinder verwenden und damit die Kinderarmut in Deutschland bekämpfen. Ich bin absolut dagegen das hier noch mehr Asylanten auf unsere Kosten leben. Man sollte erstmal im eigenen Haus für gerechte Zustände sorgen ehe man sich um Fremde kümmert.

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