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app2drive eröffnet ersten Frankfurter Carsharing-Standort / SVF ist Kooperationspartner

Wir teilen uns ein Auto

Standort: Vor dem Gleichrichterunterwerk in der August-Bebel-Straße werden die Carsharing-Autos stationiert.
Standort: Vor dem Gleichrichterunterwerk in der August-Bebel-Straße werden die Carsharing-Autos stationiert. © Foto: MOZ/Frank Groneberg
Frank Groneberg / 23.06.2015, 20:41 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Die app2drive Deutschland GmbH eröffnet am 6. Juli den ersten Standort für Carsharing-Autos in Frankfurt. Zwei Fahrzeuge werden in der August-Bebel-Straße stationiert und können von dort aus tageweise oder auch nur für wenige Minuten genutzt werden.

Carsharing - zu deutsch: das gemeinsame Nutzen oder Teilen eines Autos - ist in Frankfurt schon seit längerem im Gespräch. Nach dem Willen der Stadtverwaltunghätten schon vor einiger Zeit mehrere Standplätze für Autos von Carsharing-Unternehmen nahe dem Rathaus geschaffen werden sollen. Passiert ist aber nichts. Nun werden doch noch zwei Standplätze eingerichtet - aber nicht im Zentrum, sondern in der August-Bebel-Straße. Auf der Fläche vor dem Gleichrichterunterwerk der Stadtverkehrsgesellschaft mbH (SVF), das erst kürzlich mit einem bunten Fassadenbild verschönert worden ist, wird die app2drive Deutschland GmbH mit Sitz in Aschaffenburg am 6. Juli zwei Pkw stationieren. Steigt der Bedarf, kann ihre Zahl schnell erhöht werden.

Ein kleiner Fiat 500 und ein Peugeot 2008 werden die ersten Fahrzeuge sein, die man sich in Frankfurt mit anderen Nutzern teilen kann. Die app2drive Deutschland GmbH stationiert diese in Frankfurt, noch bevor sie einen Standort in Berlin eröffnet, wo der Markt fürs Carsharing eigentlich ungleich größer ist. "Wir fahren nicht die Philosophie anderer Anbieter, die sich auf die Großstädte konzentrieren", erklärt Vertriebsleiter Athanasios Drilis. "Wir bauen erst mal ein Netz um die Ballungszentren herum auf und gehen dann rein."

So habe man es beispielsweise erfolgreich in der Region um Frankfurt/Main gemacht, jetzt sei der Großraum Berlin an der Reihe. "Wir bauen unser Netz erst auf, haben schon einen Standort in Schönhagen bei Trebbin eingerichtet", erläutert der Betriebsleiter. "Gehen wir dann nach Berlin, können die Frankfurter Nutzer auch Einweg-Fahrten nach Berlin machen."

Das Geschäftsmodell der app2drive Deutschland GmbH ist also mehr als nur das Carsharing, bei dem sich mehrere Nutzer ein Auto vor Ort teilen. Es ist eine Mischung aus Carsharing und Autovermietung. "Beim reinen Carsharing nutzen die Kunden das Auto oft nur für ein paar Stunden oder für eine noch kürzere Zeit", sagt Athanasios Drilis. "Unsere Autos können aber auch für mehrere Tage gebucht werden, etwa für Urlaubsfahrten."

Gut 50 Standorte hat die app2drive Deutschland GmbH. Wer ihre Autos nutzen möchte, registriert sich zunächst als Kunde und bekommt dann eine Kundenkarte, mit der die Autos geöffnet werden. Bezahlt wird für jede Minute Fahrzeit und für jeden gefahrenen Kilometer. Der Preis für Kraftstoff ist im Kilometerpreis enthalten - eine Tankkarte liegt in jedem Auto bereit. Bei längerer Nutzung wird für volle 24 Stunden eine Tagespauschale gezahlt, für die restliche Zeit aber nur wieder pro Minute. Übers Internet können die Kunden feststellen, welches Fahrzeug am Standort zur Verfügung steht, oder sich ein Auto nach ihren Wünschen suchen. Buchungen sind sowohl kurz- als auch langfristig möglich. "Wir garantieren, dass innerhalb von zwei Stunden ein Auto bereit steht", versichert Athanasios Drilis.

Kooperationspartner in Frankfurt ist die SVF. Sie stellt zum einen den Stellplatz für die Autos zur Verfügung. Der Standort August-Bebel-Straße 12b wurde gewählt, weil er direkt ans Straßenbahnnetz angeschlossen ist. Zum anderen übernimmt die SVF die Registrierung jener Interessenten, die sich nicht übers Internet anmelden möchten oder die kurzfristig ein Auto nutzen möchten. Diese können ins Kundenzentrum der SVF gehen, wo der Führerschein geprüft und sofort eine vorläufige Kundenkarte ausgestellt wird. Das Kundenzentrum fungiert dabei als sogenannter app2drive-Hotspot.

www.app2drive.com

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forumgott 24.06.2015 - 22:20:46

Dann hoffen wir doch einfach mal

das noch mehr Stationen dazukommen, gell "Uwe Schulz"? Wenn man die deutsche Carsharing-Hauptstadt Karlsruhe als Vergleich nimmt, könnten in FF nämlich noch 123 Autos hingestellt werden. Aber da muss die Bundesregierung noch ihre Hausaufgaben machen und den Carsharingparkplatz dem Taxistand gleichstellen.

Uwe Schulz 23.06.2015 - 21:08:53

Autovermietung light

Carsharing lebt ja davon das ich schaue ob ein Auto in der Nähe steht und es dann nutze. Wenn ich erst von Nord zur August Bebel Straße fahren muss kann ich mir das auch gleich klemmen. Da bin ich dann doch etwas skeptisch :)

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