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SC-Leichtathletin Friederike Lehmann läuft Norm über 400 Meter Hürden / 150 Sportler am Start

Sportfest mit DM-Fahrkarte gekrönt

Gute Technik: Matti Keller (SC Frankfurt) warf den 600 Gramm schweren Speer auf 33,78 Meter und verpasste damit nur um sechs Zentimeter den Sieg.
Gute Technik: Matti Keller (SC Frankfurt) warf den 600 Gramm schweren Speer auf 33,78 Meter und verpasste damit nur um sechs Zentimeter den Sieg. © Foto: FOTO Michael Benk
Kerstin Bechly / 23.06.2015, 20:49 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) In ungewohnt kleinem Rahmen präsentierte sich das Sommerfest der Leichtathletik des SC Frankfurt. Knapp 150 Sportler aus zehn Vereinen aller Altersklassen maßen sich im Mehrkampf und in den Einzeldisziplinen. Dennoch ließen einige Ergebnisse aufhorchen.

Ein voller Terminkalender im Landesverband hatte den Sportclub veranlasst, seine traditionelle Bahneröffnung in diesem Jahr von Ende April/Anfang Mai auf den freien Tag vor Sommeranfang zu verschieben. Recht kurzfristig hatten sich jedoch Vereine in Guben und Ludwigsfelde entschlossen, ebenfalls Wettkämpfe auszurichten, so dass langjährige Teilnehmer diesmal in ihrer Region blieben. Die deshalb teils geringen Teilnehmerfelder bedeuteten aber kaum Abstriche an den sportlichen Leistungen.

Dafür sorgten auch Athleten des Gastgebers, allen voran Friederike Lehmann (U18). Die 16-Jährige lief konzentriert ihren zweiten Lauf über 400 m Hürden in diesem Jahr und unterbot in 65,46 s die Norm für die deutsche Jugendmeisterschaft Ende Juli in Jena um fast eine Sekunde. "Ich hatte jetzt eine bessere Vorbereitung als im Mai in Dresden bei meinem ersten Wettkampf. Und zu Hause bin ich auch nie so aufgeregt. An der ersten Hürde war ich im Rhythmus und dann lief es", erzählte die Gymnasiastin, die damit vor ihrer dritten Meisterschaftsteilnahme steht.

Beachtlich waren ebenso die Leistungen von acht Sportlern der Altersklassen 10 bis 15, die in mehreren Disziplinen an den Start gegangen waren und mindestens drei Goldmedaillen gewannen. Überragend zeigte sich hier Libby Buder (W11) von Gaselan Fürstenwalde mit fünf Siegen (50m/Ball/Weitsprung/800m und Dreikampf-Wertung). Geburtstagskind Wenzel König (M11) vom SC Frankfurt (Oder) hatte am Ende vier Goldmedaillen umhängen (50 m/Weit/Ball/Dreikampf) sowie eine silberne über 60 m Hürden in der nächsthöheren AK. Im Sprint und Weitsprung kam der jetzt Elfjährige an seine Bestleistungen heran und erfüllte im Dreikampf ein zweites Mal die T-Kadernorm.

Vier Siege verbuchten zudem Joanne Schiffer (W14/Gaselan Fürstenwalde) und Lea-Josefin Derling (W15/SC Ffo.). Drei Mal Erste wurden Marie Volz (W10/Motor Eberswalde), Levi Schulz (M13/Gaselan) und Maria Rappel (W13/LG Niederbarnim), die beachtliche 5,29 m weit sprang. Lilly Thiessen (W12/SC Frankfurt) mit ebenfalls drei Siegen verpasste die T-Kadernorm über 75 Meter und 60 m Hürden nur um jeweils eine Zehntelsekunde.

An diese Medaillenzahl konnten die Jüngsten nicht heranreichen. Denn bei den Sechs- bis Neunjährigen war ausschließlich die Vielseitigkeit eines Mehrkampfs gefragt. Die Kleinsten der U8 bewältigten mit dem 30-m-Sprint, Zielweitsprung, Heulerwurf und Stadioncross Disziplinen aus der Kinderleichtathletik. Mit der Idealpunktziffer 4, die für viermal beste Leistung je Disziplin steht, siegten als Einzige Meggan Rusko und Ian Constantine Kehder (beide AK7) vom Gastgeberverein.

Für die Mädchen und Jungen der U10 standen 50 m, Weitsprung, Schlagball und 400 m auf dem Programm. Aidan Ballaschke und Helena Kutz (beide AK9) als Zweite sowie Moritz Berndt, Eleonora Harth (beide AK8) und Marie Christoph (W9) als Dritte erzielten hier aus Frankfurter Sicht die besten Ergebnisse. Insgesamt kommen auf das Konto der insgesamt rund 70 SC-Starter 25 Siege, 25 zweite Plätze und 21 dritte Plätze.

Für die zehn- und elfjährigen Sportler des Sportclubs ist mit dem Sportfest die Saison vor den Sommerferien beendet. Für die Älteren ab der U14 steht mit den Landesmeisterschaften Mitte Juli in Cottbus noch ein Höhepunkt bevor. Athleten wie Aaron Bertel, Jean-Paul Steckel und Wenzel König (U12) sowie Franziska Rossak, Lissy Thiessen, Melanie Müller, Valeska Zierold (U14) haben bereits mehrere Wettkampfwochenenden hintereinander in den Beinen.

Dennoch fügten sie auch am Sonnabend ihren bisherigen Bestleistungen neue hinzu oder kamen oft dicht ran. "Dass sie und weitere Sportler stabile Wettkampfleistungen zeigen oder sich von Wettkampf zu Wettkampf steigern, zeugt von kontinuierlichem Training. Das ist wichtig", schätzt Trainer Hartmut Schulze ein.

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