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Anbaupläne für Klosterfelder Schule

Lehrerin Irina Wegemund unterrichtet in der fünften Klasse der Grundschule Klosterfelde 27 Schüler.
Lehrerin Irina Wegemund unterrichtet in der fünften Klasse der Grundschule Klosterfelde 27 Schüler. © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Hans Still / 25.06.2015, 07:50 Uhr
Klosterfelde (MOZ) In der Gemeinde Wandlitz häufen sich die finanzintensiven Bauprojekte. Jüngst wurde der Bau von Sozialwohnungen in Basdorf mit mehr als 14 Millionen Euro Kosten beschlossen. In Lanke soll ein Gemeindezentrum entstehen. Nun kommen auch aus Klosterfelde Forderungen nach einem Neubau.

Namentlich die SPD mahnt jetzt deutlichen Handlungsbedarf in Klosterfelde an. Mehrere Punkte benennt Hans-Joachim Auge, der im Vorstand des SPD-Ortsvereines Wandlitz mitarbeitet. Demnach benötigt die Klosterfelder Schule seit Jahren eine Mensa für die Essensversorgung der Schüler. Auch sei die vorhandene Küche zu klein, hier bestehe ebenfalls Veränderungsbedarf. "In Klosterfelde sind die Kita, der Hort und beide Schulen von den Raumproblemen betroffen. Darum haben wir uns mit diesem Thema befasst und es für 2016 auf die Agenda genommen", begründet Auge die Initiative, die auch maßgeblich von Dietmar Seefeldt ausgegangen sei, der in Klosterfelde zuhause ist und in Sachen Windkraft beispielsweise nur eher verhalten Klosterfelder Betroffenheit artikuliert.

Neben den Raumproblemen besteht eine dritte Problemlage: die Aula der Schule ist nicht behindertengerecht zugänglich. Da in der Aula nicht selten Einwohnerversammlungen des Ortes stattfinden, wird die barrierenbehaftete Aula regelmäßig zum Problem.

Eine Lösung präsentiert die SPD mit der Idee, am hinteren Bereich der Grundschule einen Ergänzungsbau hinzubauen, der im Erdgeschoss eine Mensa beherbergen soll. Im ersten Obergeschoss könnten dann Klassenräume für die Grundschule entstehen. "Damit ließe sich der Bereich der Grundschule auch besser von der weiterführenden Schule abgrenzen", benennt Augen einen weiteren Vorteil dieser Lösung.

Ein separater Eingang sei dann möglicherweise über die ehemalige Hausmeisterwohnung möglich. Zudem könne geprüft werden, ob sich in dieser Wohnungen kleinere Schulräume einrichten lassen, die für den sogenannten Teilungsunterricht nutzbar wären, so Auge weiter.

Die Vorschläge der SPD sollen nun in die Vorarbeiten der Wandlitzer Verwaltung einfließen, die gerade einen Kita-Bedarfsplan erarbeitet, um einen Fahrplan für die kommenden Jahre zu bekommen. "Wir prüfen selbst die Möglichkeiten, durch bauliche Veränderungen Kapazitätserweiterungen zu erzielen", bestätigt indes die Wandlitzer Hauptamtsleiterin Gisela Peter. Auch die Gemeinde macht sich demnach Gedanken, wie die leidige Situation beim Essen abgestellt werden könnte. Schüler nehmen in den Pausen ihre Mahlzeiten in den Klassenräumen oder im Keller der Kita ein. Die fehlende Mensa wurde schon mehrfach von Schülern thematisiert und der Verwaltung als Wunsch angetragen.

In den Plänen der Verwaltung könnten die Horträume zur Mensa umgebaut und in der Aula geprüft werden, ob dort Räume für den Teilungsunterricht entstehen könnten. Auch Gisela Peter regt an, die Erweiterung des Gebäudes durch die Bausachverständigen der Verwaltung prüfen zu lassen. Beispielsweise sei ein ebenerdiger Versammlungsraum nötig, der sich idealerweise auch bei Veranstaltungen der Gemeinde nutzen lasse und separat, also ohne Beteiligung der Schule, abschließen lasse. Ebenfalls denkbar sei eine Erweiterung des Kita Gebäudes. "Anbau-Varianten wurden für Klosterfelde schon oft besprochen. Entweder direkt an den Gebäuden oder vorgelagert auf der Festwiese. Auf jeden Fall müssen wir alles in Betracht ziehen", resümiert die Amtsleiterin.

Sollte die Gemeinde das Vorhaben anpacken, sind Baukosten über eine Million Euro vermutlich unausweichlich.

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