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Mordopfer wollte verreisen

Joachim Eggers / 26.06.2015, 19:06 Uhr
Erkner (MOZ) Das Flatterband hängt schlaff am Zaun, das Auto steht immer noch auf dem Grundstück im Fichtenauer Weg 4. Mehr als drei Wochen nach der blutigen Tat gibt der Mord an der 72-jährigen Gisela Schwarz aus Erkner der Polizei weiter Rätsel auf. Am 4. Juni war die Rentnerin tot gefunden worden - erstochen.

Eine Frau, die Gisela Schwarz lange und gut gekannt hat, lebt heute in der Nähe von München: die gebürtige Erkneranerin Marianne Wimberger. Gisela Schwarz' vor sieben Jahren verstorbener Ehemann Manfred war ihr "Buddelkastenfreund", wie sie sagt. Mit Gisela Schwarz war Marianne Wimberger ebenfalls befreundet - so sehr, dass die Ermordete in diesen Tagen bei ihr zu Gast sein wollte. "Ich hatte schon zwei Busausflüge gebucht", erzählt sie. Marianne Wimberger beschreibt das Mordopfer als resolute Frau mit sehr gutem Verhältnis zu ihren Kindern.

Marianne Wimberger, deren Familienerinnerungen ein Kernstück der Ausstellung des Heimatvereins zum Ende des Zweiten Weltkriegs waren, ist dieser Tage an ihrem Heimatort eine Stunde lang von der Polizei befragt worden. Bei einem ihrer letzten Besuche habe sie mit der Freundin sogar über Sicherheit gesprochen, wenn auch nur beiläufig. "Bei mir gibt's nichts zu holen", habe Gisela Schwarz gesagt. Den Schock hat Marianne Wimberger noch nicht überwunden, wie sie einräumt.

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