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Geduld für ehrgeiziges Ziel gefragt

Wohnumfeld ruft nach Neugestaltung: Dazu gehört auch die Fläche zwischen Heizwerk und Ballspielanlage. Nach dem Entwurf des Plans zur Wohnumfeldgestaltung soll dort eine Aktivzone mit Spielgeräten und einem Abenteuerspielplatz entstehen.
Wohnumfeld ruft nach Neugestaltung: Dazu gehört auch die Fläche zwischen Heizwerk und Ballspielanlage. Nach dem Entwurf des Plans zur Wohnumfeldgestaltung soll dort eine Aktivzone mit Spielgeräten und einem Abenteuerspielplatz entstehen. © Foto: MOZ/Brigitte Horn
Brigitte Horn / 30.06.2015, 06:40 Uhr
Biesenthal (MOZ) Die fünf Viergeschosser am Grünen Weg (früher Behlke-Ring) heben sich vom übrigen Biesenthaler Stadtbild mit der kleinstädtischen Bebauung und dem Siedlungscharakter deutlich ab. Mit der Gestaltung des Umfeldes sollen dort nun mehr Wohnqualität und ein harmonischeres Stadtbild entstehen.

Das richtige Grün an der richtigen Stelle spielt eine große Rolle in dem Entwurf des Strausberger Planungsbüro Cinkle. Es hat Erfahrungen in der Landschaftgestaltung und in Projekten unter der Überschrift Soziale Stadt. Letzte Änderungen am Projekt sind erst jüngst in der Sitzung des Biesenthaler Bauausschusses beraten worden.

So soll die Zufahrt zum Wohnviertel an der Schützenstraße/Ecke Bahnhofstraße vor allem durch entsprechend angepflanzte Gehölze wie ein Tor gestaltet werden. Für die ein wenig trostlos wirkende Fläche im Eck nördlich der Kita St. Martin und neben dem Wohnblock Schützenstraße haben die Planer ein ansteigendes Rondell mit einer Traubenkirsche vorgesehen, womit dieses Areal deutlich aufgewertet wird. In dieses Rondell mündet zugleich ein Weg, der sich von dort über das Ödland zwischen dem querstehenden Wohnblock und den Garagen, derzeit voll mit blühendem Unkraut, bis hin zum Bereich hinter dem Heizhaus zieht. An diesem Weg sollen nicht nur Sitz-, sondern auch Grillmöglichkeiten platziert werden. Den Wohnungen zugewandt sind Blumen- und Gräserrabatten, und parallel dazu höhere Bäume als Abgrenzung in Richtung Norden geplant. Vervollständigt wird das Konzept durch generationsübergreifende Spiel- und Turngeräte und einen Abenteuerspielplatz und zwar in einer Aktivzone im Bereich stadtauswärts hinter dem Heizhaus.

Zwischen den drei parallel stehenden Viergeschossern sollen vor allem die Kleinkinder zu ihrem Recht kommen. Auch werden die Wäscheplätze neu geordnet. Als Experiment will man hier auch einen kleingärtnerischen Bereich von zwei mal 100 Quadratmetern anbieten. Den könnten interessierte Mieter bewirtschaften, hieß es in der Bauverwaltung des Amtes Biesenthal-Barnim. Wenn es keine Interessenten gäbe, könne daraus problemlos auch eine allgemeine Grünfläche werden.

Das Planungspapier sieht vielversprechend aus, aber seine Umsetzung ist nicht von Pappe. Wenn alles eins zu eins Realität werden soll, landet die Kostenschätzung bei 490 000 Euro. Eine abgespeckte Variante, bei der die Spielgeräte erst nach und nach angeschafft werden, würde 240 000 Euro kosten. Dazwischen gibt es noch eine Version für 400 000 Euro.

Das alles kann die Stadt so erst einmal nicht stemmen. Das Limit ist derzeit nicht viel größer als die für dieses Jahr eingeplanten 100 000 Euro. Darum ist von der Stadt der Auftrag an die Amtsverwaltung gegangen, sich um Fördermittel zu bemühen. Nach jetzigen Stand besteht die Chance, im Rahmen der LEADER-Programms der EU Mittel zu erhalten. Schwerpunkte sind die Nachhaltigkeit der Gestaltung und die generationsübergreifenden Projekte.

Wenn es klappen sollte, ist eine Förderung von 75 Prozent möglich, informierte ein Mitarbeiter der Bauverwaltung. Dafür muss zunächst das Projekt eingereicht werden. 2016 könnte klar sein, ob es überhaupt auf die Liste gesetzt wird. Gelingt dies, werde der vollständige Antrag eingereicht, so dass Mitte 2016 mit einer Entscheidung gerechnet werden kann.

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L. Magde 01.07.2015 - 01:08:41

Wohngebiet Grüner Weg

Die Planung für dieses Wohngebiet hört sich ja gut an. Wenn dann irgendwann mal das Geld da ist kann es ja losgehen mit der Umgestaltung. Wenn dann alles fertig gestellt ist, sollte man nicht vergessen eine neue Reinigungsfirma anzustellen. Denn die jetzige Firma K. lässt hier alles vergammeln. Mehrere neu gepflanzte Bäume sind eingegangen weil sie durch diese Firma nicht gegossen wurden. Auch die Reiniguns- und Gartenarbeiten werden schluderhaft durchgeführt.

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