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Neuer Parkplatz für Pendler

Am Bahndamm am S-Bahnhof in Zepernick entstanden 163 Stellplätze.
Am Bahndamm am S-Bahnhof in Zepernick entstanden 163 Stellplätze. © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Olav Schröder / 03.07.2015, 20:00 Uhr
Panketal (MOZ) Ein Park&Ride- Platz mit 163 Stellflächen ist jetzt am S-Bahnhof in Zepernick in Betrieb genommen worden. Der Parkplatz entstand entlang der Ladestraße im Bereich der alten Laderampe. Durch die zusätzlichen Stellflächen verbessert sich einerseits die Situation vieler Pendler, andererseits werden umliegende Straßen entlastet.

585000 Euro wurden insgesamt investiert. Auf die Gemeinde entfielen 130000 Euro, das Land förderte die Maßnahme mit 455000 Euro. Den Boden hatte die Gemeinde mit 9000 Euro günstig von der Bahn gekauft. An den Erwerb war allerdings als Zweckbindung die Schaffung von Parkplätzen gebunden.

Mit den zusätzlichen Parkmöglichkeiten am S-Bahnhof Zepernick soll schon jetzt zum Umstieg von der Straße auf die Schiene angeregt werden. Mit den neuen gebührenfreien Stellflächen werden darüber hinaus günstige Umfeld-Voraussetzungen für die Einführung eines 10-Minuten-Taktes bei der S-Bahn zwischen Buch und Bernau geschaffen, blickte Bürgermeister Rainer Fornell (SPD) voraus. Mit der Einführung des elektronischen Stellwerkbetriebs im kommenden Jahr würden nach Auskunft der Bahn auch technische Voraussetzungen hierfür geschaffen. Gast bei der Eröffnung des P&R-Platzes war auch der neue Vorsitzende des Barnimer Mittelstandshauses, Carsten Schmidt.

Einig sind sich Uwe Voß (SPD) und Christel Zillmann (Linke), dass sich Panketal mit dem neuen Parkplatz gut auf den Zehn-Minuten-Takt einstellt. "Die Gemeinde unterstützt den öffentlichten Personennahverkehr nicht nur mit diesem sechsstelligen Betrag für den Parkplatz, sondern beteiligt sich finanziell auch am Busverkehr im berlinnahen Raum", sagte Uwe Voß. Christel Zillmann erinnerte an mehr als 6000 Unterschriften, die Bürger in Panketal und Bernau für den Zehn-Minuten-Takt - zumindest in der Hauptverkehrszeit - gesammelt haben und die übergeben werden können.

Entlastung bringt der neue Parkplatz auch für den S-Bahnhof in Buch. Dort sind Stellplätze Mangelware und Pendler nehmen Fußwege von rund einem Kilometer in Kauf, so Rainer Fornell. Die Entfernung zum Bahnsteig liegt in Zepernick zwischen 100 und 500 Metern. Am Ende des Stellplatzes befindet sich außerdem eine schmale, allerdings steile Treppe, die auf kurzem Weg zum hinteren Eingang des Friedhofs führt.

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Bahnfahrer 07.07.2015 - 17:13:43

Annahme des P+R Parkplatzes?

Da ja nun seit gestern die Wiltbergstraße in Buch dicht gemacht bzw. stark eingeschränkt wurde, ist ein Parken in Bahnhofsnähe schwierig geworden. Jetz kann man gespannt sein, ob der neue Parkplatz überhaupt durch die Pendler angenommen wird oder ob eine Verlagerung auf andere Bahnhöfe wie z.b. Karow stattfindet.

Ishiido 05.07.2015 - 12:30:02

Zweifel

Zwei kleine Anmerkungen: ich bedauerte als erstes, dass eine Reihe alter Bäume am Rande des Areals umgelegt wurden. Während meiner Lebenszeit wird so ein Baum nicht nachwachsen - und erst recht nicht in der Lebenszeit aller Gemeindevertreter, die für dieses Vorhaben gestimmt haben. Zweitens sehe ich nicht, dass es einen 10 Minuten Verkehr nach Bernau geben wird. Die Pendler würden auch bei einem 10 Minutenverkehr nach Buch fahren, und sich dort (illegal) an die Moorlinse stellen, weil sie dort nur eine AB-Fahrkarte zu lösen brauchen. In Bernau würde ein P+R vielleicht wirklich Sinn machen, damit die Pendler des Umlandes dort ihre Fahrzeuge abstellen können. Aber vielleicht fahren die ja jetzt bis Zepernick - die Anwohner der Zufahrtsstraßen Zepernick-Bernau werden sich freuen.

Bahnfahrer 05.07.2015 - 11:39:03

Bahnfahrer

Man spricht hier immer vom 10min Takt.?! Wieso eigentlich, habe ich hier was verpasst, denn die Bahn fährt doch in Ri. Bernau nur alle 20 min. Es ist doch immer witzig anzusehen, wenn die Kommunalpolitik große Pläne hat, jedoch dieses mit dem großen Welt Konzern DB nicht mal kommuniziert hat/haben. Hat denn jemand mal daran gedacht, ob ein 10 min Takt in Richtung sich für den EVU überhaupt rechnet und ob dieses vom Land überhaupt vergütet wird- PS: Eine tolle Idee wäre den AB Bereich bis Zepernick oder noch besser bis Bernau auszuweiten.

Bona 04.07.2015 - 21:15:29

Jubel zur Verschwendung öffentlicher Mittel aus dem ÖPNV-Topf (aus einer Pressemitteilung des Berlin-Brandenburgischen Bahnkundenverbandes)

Land Brandenburg und Kommune Panketal fördern den Autoverkehr durch Parkplätze am S-Bf. Zepernick aus ÖPNV-Mitteln. Scharfe Kritik an der Verkehrspolitik der Landesregierung Brandenburg, dem Aufgabenträger Landkreis Barnim sowie der Gemeinde Panketal übt der Deutsche Bahnkundenverband (DBV) in einer Pressemitteilung. Verkehrswissenschaftliche Untersuchungen und Erfahrungen bei P+R-Plätzen zeigen, dass keine zusätzlichen Fahrgäste für den Bahnverkehr gewonnen wurden, sondern dadurch die Zubringerbuslinien Fahrgäste verloren haben. Die Buslinien mussten teilweise ausgedünnt und eingestellt werden. Das Land Berlin und andere progressive Landesregierungen fördern folgerichtig nicht mehr den Ausbau von P+R-Plätzen bei dichtem Busverkehr. Der S-Bf. Zepernick ist gegenwärtig mit 2 Buslinien aus Richtung Panketal im 15-Minutentakt und 1 Buslinie aus Bernau im 20-Minutentakt optimal mit dem ÖPNV aus diesen beiden Hauptrichtungen erreichbar. Eine Buslinie aus Richtung Hobrechtsfelde – Seniorenheim Eichenhof – Schulcampus Zepernick wurde leider bereits eingestellt. Sinnvoller wäre die Errichtung weiterer Fahrradabstellanlagen auf der Parkplatzseite am S-Bahnhofseingang. Außerdem ist die Investitionssumme von 0,6 Mio. € ein Drittel der Investitionssumme für die Wiederherstellung der Bahninfrastruktur am S- Bf. Röntgental für den 10-Minutentakt der S-Bahn. Der DBV fordert die Landesregierung und die Kommunalpolitik im Landkreis Barnim auf, sich ernsthaft mit dem „Verkehrskonzept für die nordöstliche Hauptstadtregion“ zu beschäftigen. Bestandteil des DBV- Konzeptes sind das Stufenkonzept für den 10-Minutentakt der S-Bahn von Berlin-Buch nach Bernau bei Berlin sowie die Optimierung des „Länderübergreifenden Buslinienkonzeptes zwischen S-Bf Berlin Buch über Panketal/ Bernau und Bf. Hohenschönhausen über Ahrensfelde." Die Verschwendung von Finanzmitteln aus dem ÖPNV-Topf muss im Land Brandenburg beendet werden. Bei effizienter Mittelverwendung für ÖPNV-Infrastruktur und -Betrieb könnten erhebliche Verkürzungen der Reisezeiten und Fahrgastgewinne in der nordöstlichen Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg erzielt werden – vor allem für die Region Berlin-Buch, Panketal und Bernau. Angesichts sich gerade in diesen Tagen abzeichnender Auswirkungen ist die Förderung des motorisierten Individualverkehrs (MIV) zulasten des ÖPNV in Panketal nahezu kontraproduktiv – besonders durch die Verschwendung von 0,6 Mio € öffentlicher Mittel. Jochen Bona, Panketal

Altbernauer 04.07.2015 - 12:07:07

toll

und warum kriegt Bernau solche kostenlose Parkmöglichkeiten nicht auf die Reihe. Da wäre es noch sinnvoller, da dort die Regionalbahnen halten.

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