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Autogrammjäger im Waldstadion

Dem Star ganz nah: Sibylle Tauchert fotografiert ihren Sohn Volker mit Innenverteidiger Fabian Lustenberger. Das signierte Trikot bekommt einen Ehrenplatz in der Sammlung des Fürstenwalder Hertha-Fanclubs.
Dem Star ganz nah: Sibylle Tauchert fotografiert ihren Sohn Volker mit Innenverteidiger Fabian Lustenberger. Das signierte Trikot bekommt einen Ehrenplatz in der Sammlung des Fürstenwalder Hertha-Fanclubs. © Foto: MOZ/Sonja Jenning
Sonja Jenning / 05.07.2015, 19:44 Uhr
Reichenwalde/Fürstenwalde (MOZ) Ein schweißtreibendes Programm absolvieren die Fußballprofis von Hertha BSC derzeit beim ersten Trainingslager der Saison am Scharmützelsee. Zum Abschluss spielen die Bundesliga-Kicker am Mittwoch gegen den FSV Union Fürstenwalde.

Als der dunkelblaue Mannschaftsbus mit der "Aus Berlin. Für Berlin"-Aufschrift am Sonnabend, gegen 10.15 Uhr, am Waldstadion in Reichenwalde eintrifft, stehen die Temperaturen bereits kurz davor die 30-Grad-Marke zu knacken. Robin Briesenick (10), Tim Elias Reschke (10) und Max Kazimirzak (8) macht die Hitze nichts aus. Seit mehr als einer Stunde warten sie auf ihre Idole, die Bundesliga-Profis von Hertha BSC. Robin trägt ein blau-weißes Trikot des Vereins mit Autogrammen der Spieler. "Die habe ich vor zwei Jahren bekommen, heute will ich meine Sammlung ergänzen", erzählt der Junge, der bei den E-Junioren des SV Eintracht Reichenwalde spielt.

2013 trainierte Hertha BSC schon einmal in Reichenwalde. "Wir hatten auch schon Energie Cottbus, den VfB Stuttgart, den englischen FC Middlesbrought, Besiktas Istanbul und die deutsche U-20-Nationalmannschaft auf unserem Platz", sagt Michael Lampelt, der Vorsitzende der SV Eintracht Reichenwalde. 2000 war das Waldstadion umfangreich saniert worden, ein Jahr später schloss Lampelt eine Kooperationsvereinbarung mit dem A-Rosa-Hotel in Bad Saarow. Der Chef-Greenkeeper des Golf-Resort pflegt den Reichenwalder Fußballrasen, dafür trainieren die Profis dort, wenn sie im A-Rosa logieren. Seit der Termin des diesjährigen Hertha-Trainingslagers feststeht, haben die Reichenwalder ihren Platz geschont und den Ausweichplatz in Kolpin genutzt. "Eine Bundesligamannschaft hat hohe Ansprüche, die sollen sie hier auch vorfinden", sagt Lampelt.

Zum Trainingsbeginn haben sich zahlreiche Schaulustige aus der Umgebung eingefunden. Robin, Tim und Max freuen sich über Autogramme von Pal Dardai, dem Ungarn, der seit Februar Cheftrainer der Hertha ist. Volker Tauchert hat eine andere Mission. Der gebürtige Reichenwalder, der den Berliner Bären samt Hertha-Fahne als Tattoo auf der Wade trägt, bittet Kapitän Fabian Lustenberger für den Fürstenwalder Fanclub des Vereins um ein Autogramm. Das signierte Trikot mit der Nummer 28 wird einen Ehrenplatz in der Sammlung des Fanclubs bekommen. Die Spieler, die am frühen Morgen bereits ein Lauftraining absolviert haben, erwartet in Reichenwalde ein hartes Pensum. Am Ende kennt Fitness-Trainer Henrik Kuchno keine Gnade: nach seinen Anweisungen laufen die Profis trotz Mittagshitze Bahn um Bahn über den Platz. Für den späten Nachmittag ist ein weitere Einheit im Waldstadion angesetzt, genauso sieht es am Sonntag aus. "Wenn man drei Mal täglich hart trainiert, ist man erledigt. Da bleibt leider keine Zeit, sich die Gegend anzusehen", sagt Verteidiger Sebastian Langkamp. "Die Umgebung ist sehr schön, meine beiden Kinder würden es sicher toll finden", sagt Fabian Lustenberger, vielleicht ergebe sich mal eine Gelegenheit, schließlich sei die Entfernung zu Berlin nicht weit.

Am Mittwoch bestreitet der Bundesligist noch ein Testspiel gegen den FSV Union Fürstenwalde. Anpfiff ist um 18.30 Uhr im Friesenstadion. Tickets sind an den üblichen Vorverkaufsstellen erhältlich.

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