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"Stadt, Land, Fluss - Frankfurt und ich" heißt es in der letzten Juliwoche. Jugendliche und Senioren sollen die Stadt erkunden.

Digital durch die Stadt

Voller Vorfreude: Mike Plitt, Bastian Bielig und Tim Köhler (von links)wollen Jugendliche und Senioren mit Smartphones durch die Stadt schicken.Foto: Institut für angewandte Geschichte
Voller Vorfreude: Mike Plitt, Bastian Bielig und Tim Köhler (von links)wollen Jugendliche und Senioren mit Smartphones durch die Stadt schicken.Foto: Institut für angewandte Geschichte © Foto: Projekt
Frauke Adesiyan / 06.07.2015, 06:26 Uhr - Aktualisiert 06.07.2015, 22:12
Frankfurt (Oder) (MOZ) "Stadt, Land. Fluss - Frankfurt und ich" heißt es in der letzten Juliwoche. Jugendliche und Senioren sollen gemeinsam ihre Stadt erkunden, sich gegenseitig interviewen, Filme drehen und so ein ganz persönliches Bild von ihrer Stadt entwickeln. Noch werden Teilnehmer gesucht.

Jung und Alt haben sich etwas zu erzählen, da sind sich der Medienpädagoge Bastian Bielig sowie Mike Plitt und Tim Köhler vom Institut für angewandte Geschichte einig. Und so wollen sie für ein Ferienprojekt in der letzten Juliwoche Frankfurter zwischen 12 und 18 Jahren mit denen zusammenbringen, die das Rentenalter schon erreicht haben. Gegenseitig sollen sie sich berichten und zeigen, welche Ort in der Stadt ihnen wichtig sind und warum.

Doch sie sollen nicht nur erzählen; mit verschiedenen Medienformen wird dieser Erfahrungsaustausch auch dokumentiert. "Die Idee ist, sowohl den Austausch über die technischen Möglichkeiten als auch die persönliche Geschichte zu nutzen, damit die Generationen ins Gespräch kommen", erläutert Bastian Bielig seine Idee. Mit Jugendprojekten hat der frühere Leiter des Jugendinformations- und Medienzentrums am Mikado viel Erfahrung. Für den neuen Ansatz hat er sich das Institut für angewandte Geschichte mit ins Boot geholt. Die Kulturhistoriker dort haben vielfach bewiesen, wie unterhaltsam und ansprechend Geschichte vermittelt werden kann.

Allein das Konzept der digitalen Stadtrallye "Stadt, Land, Fluss - Frankfurt und ich" hat das Bildungsministerium derart überzeugt, dass Bielig, Plitt und Köhler den Förderpreis "Medienkompetenz stärkt Brandenburg" verliehen bekommen haben. Mit diesem Geld setzen sie nun das Konzept um.

Senioren haben sie für die Teilnahme schon begeistern können - etwa über die Frankfurter Ortsgruppe der Community Feierabend.de. Nun können sich noch Jugendliche melden, die Lust auf eine mediale Erkundungstour durch die Stadt und die Begegnung mit älteren Frankfurtern haben.

"Wir wollen nicht dem Reflex folgen, nur Sehenswürdigkeiten zu zeigen", verdeutlicht Tim Köhler den Ansatz. Es gehe um das Verständnis, dass sich jemand für die ganz persönlichen Geschichten interessiert, die Frankfurter mit ihren Plätzen verbinden. Im Idealfall sind es junge und alte Erfahrungen mit den gleichen Orten. "So können die Brüche der Stadt wahrgenommen werden, die derart im Wandel ist", verdeutlicht Plitt, Vorsitzender des Instituts für angewandte Geschichte. Geschichten aus den fallenden Plattenbauten können sie sich genauso vorstellen wie über das frühere Horten-Kaufhaus.

Auch wenn es Ende Juli vorrangig um die Begegnung geht, würden sich die Organisatoren freuen, wenn die Ergebnisse nicht in der Schublade verschwinden würden. Eine App, die hinter die Kulissen Frankfurts führt - so, wie es Einheimische sehen - schwebt ihnen vor.

Interessenten können sich bis zum 22. Juli im Internet anmelden unter www.instytut.net/stadtlandfluss

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