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Generalprobe für die Einschulung

Schulleiterin Cornelia Grasse (M.) übt mit der künftigen Klasse 1a die Aufstellung auf der Bühne, dabei ist auch die Klassenlehrerin Sigrun Tappert (l.).
Schulleiterin Cornelia Grasse (M.) übt mit der künftigen Klasse 1a die Aufstellung auf der Bühne, dabei ist auch die Klassenlehrerin Sigrun Tappert (l.). © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Brigitte Horn / 07.07.2015, 20:00 Uhr
Biesenthal (MOZ) Leon und Jeremy, Lilli und Juliane oder Laurin und Mika - sie und die vielen anderen künftigen Erstklässler der Biesenthaler Grundschule waren am Dienstag zu einer Art Generalprobe zur Schule gekommen. Als sich alle vor dem großen Schultor versammelt hatten, erklärte ihnen Schulleiterin Cornelia Grasse, dass sie heute genau denselben Weg wie am Tag der Einschulung nehmen werden. Alle zusammen marschierten, noch in Begleitung ihrer Kita-Erzieherinnen und ihrer künftigem Lehrer in die Aula. Dort angekommen, wurden sie zu den Bänken geleitet, auf denen sie auch am 29. August bei der Einschulung sitzen und von dort zur Bühne gerufen werden. Auch das wurde geprobt. Jedes Kind erhielt auf der Bühne eine Urkunde, dass es nun kein Vorschulkind mehr und noch kein Schulkind, aber ein Zuckertütenkind sei.

Die Schulleiterin will den Kindern so die Angst und die Unsicherheit vor dem großen Tag nehmen. "Seit dem wir das machen, hatten wir auch nie wieder ein Kind, das bei der Einschulung geweint hat", zieht sie zufrieden Bilanz. Doch nicht nur damit werden die Kinder auf die Schule vorbereitet. Zuvor gab es mehrere Tage, an denen sie zur Vorschule kamen und dort schon die Gepflogenheiten des neuen Lebensabschnitts kennenlernten.

Von den insgesamt 56 angehenden Erstklässlern sind sieben derzeit noch fünf Jahre alt. Noch vor Schulbeginn werden vier von ihnen sechs. "Da wir die Kinder schon während der Vorschultage beobachten konnten, ließ sich auch gut einschätzen, ob Anträge auf Rückstellung der Einschulungen befürwortet werden sollten", so Schulleiterin Grasse. Insgesamt gab es fünf Rückstellungsanträge, drei davon wegen des frühen Schulbeginns, der in Brandenburg auch möglich ist, wenn das Kind noch nicht sechs Jahre alt ist. Alle Anträge wurden genehmigt. Zumeist seien die kognitiven Fähigkeiten zwar da, aber beim Emotional-Sozialen gebe es noch deutliche Defizite.

Im Übrigen wird die Zahl der Kinder steigen. Während 56 eingeschult werden, verlassen nur 37 die Schule. 2016 ist mit 45 Erstklässlern zu rechnen.

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