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Notunterkunft in Schwedt geplant

Leerstehende Schule: Der Kreis plant, in der ehemaligen Grundschule "Ehm Welk" Asylsuchende unterzubringen.
Leerstehende Schule: Der Kreis plant, in der ehemaligen Grundschule "Ehm Welk" Asylsuchende unterzubringen. © Foto: MOZ/Oliver Voigt
Michael Dietrich / 08.07.2015, 19:20 Uhr
Schwedt (MOZ) Die Stadt Schwedt soll nun doch eine Notfallunterkunft für Asylbewerber erhalten. In einer leerstehenden Schule plant der Kreis, schon bald Asylsuchende unterzubringen. Gestern erhielten Anwohner eine Einladung zur Info-Veranstaltung nächsten Mittwoch.

Die leerstehende ehemalige Grundschule "Ehm Welk" in der Leverkusener Straße 40 soll nach Auskunft des Uckermark-Landrates so schnell wie möglich als Notfallunterkunft für Asylbewerber genutzt werden. Genaueres will der Landkreis in einer Informationsveranstaltung erklären, zu der die Anwohner des Wohngebietes Kastanienallee für kommenden Mittwoch in die benachbarte Boxhalle des Uckermärkischen Boxvereins 1948 Schwedt eingeladen sind.

Grund ist die anhaltend steigende Zahl von Asylsuchenden. Bisher leben im Landkreis 714 Asylbewerber, davon wohnen 325 im Übergangswohnheim in Prenzlau, 50 im Heim in Angermünde sowie 339 in Wohnungen auf den gesamten Kreis verteilt. In Schwedt sind Asylsuchende bislang lediglich in Wohnungen untergebracht worden. In der Stadtverordnetenversammlung informierte Sozialdezernent Lutz Herrmann im Juni, dass es aktuell 59 Asylsuchende und 17 Flüchtlinge seien. Nach Informationen des Kreises sind bisher 19 Wohnungen in Schwedt für die Unterbringung von 60 Asylsuchenden angemietet, zwei weitere Wohnungen sind für einen Bezug vorgesehen.

Nach Vorgaben des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge soll die Uckermark jedoch allein im Jahr 2015 insgesamt 842 Asylsuchende aufnehmen, bisher wurden im laufenden Jahr exakt 421 Personen aufgenommen, erklärte Landrat Dietmar Schulze auf dem Kreistag. Dafür wurden bereits die Heimplätze in Prenzlau erweitert, zusätzliche Kapazitäten in Templin und Angermünde geschaffen. "Wir gelangen mit den bisherigen Unterkünften und den Wohnungen jetzt aber an unsere Kapazitätsgrenzen. Wir müssen neue Unterkünfte schaffen, da können wir auch Schwedt nicht ausklammern. Alternativ könnten wir auch Zeltlager aufbauen oder Sporthallen umfunktionieren, aber das will ich natürlich nur in Betracht ziehen, wenn es gar keine andere Möglichkeiten gibt. Wir haben uns das leerstehende Schulgebäude der Stadt Schwedt angesehen und halten es für geeignet, um vorübergehend Asylsuchende dort unterzubringen", erklärte Landrat Dietmar Schulze auf Anfrage.

Geplant ist, dass der Uckermärkische Bildungsverbund die Notfallunterkunft im Auftrag des Landkreises betreibt. Schwedt soll dafür das ungenutzte Gebäude bereitstellen.

Die Unterbringung in solchen Heimen ist wegen der Konzentration von unterschiedlichen Etnien auf engstem Raum nicht unumstritten. Immer wieder führten Pläne zur Einrichtung solcher Heime auch zu Protesten und Angriffen von Gegnern. Die Stadt Schwedt hatte seit Beginn der Flüchtlingswelle immer wieder darauf verwiesen, dass sie eine dezentrale Unterbringung und damit eine mögliche Integration in Wohn- und Hausgemeinschaften vorziehe.

Auch die Polizei spricht von sehr guten Erfahrungen in Schwedt, wo die Asylsuchenden bisher in keinem Fall Zielscheibe von rassistischen oder anderen Angriffen wurden oder ein polizeiliches Einschreiten erforderlich machten. Vor allem in der Unterkunft in Prenzlau, deren Kapazität zuletzt mit Containern aufgestockt wurde, gab es in jüngster Zeit erhebliche Probleme und mehrere Einsätze der Polizei, vorwiegend wegen Streitigkeiten der Asylsuchenden untereinander.

Nach Ansicht des Landkreises aber ist die schnelle Schaffung von Notunterkünften unvermeidlich. In diesen Notfallunterkünften kann eine deutlich größere Anzahl von Asylsuchenden für eine begrenzte Zeit in Gemeinschaftsräumen untergebracht werden. Wie viele genau, dazu hat der Landkreis bislang keine Angaben gemacht und will sich dazu erst auf der Informationsveranstaltung äußern.

Die Stadtverordneten wurden wie die Anwohner im angrenzenden Wohngebiet Anfang dieser Woche über die Pläne informiert.

Info-Veranstaltung zur geplanten Notfallunterkunft für Asylbewerber in Schwedt am Mittwoch, 15. Juli, um 17 Uhr in der Sporthalle des Uckermärkischen Boxvereins in der Grambauer Straße. Als Gesprächspartner nehmen daran Teil Frank Fillbrunn, 2. Beigeordneter des Landrates, Sozialamtsleiterin Annette Nitschmann, Uwe Falke vom Liegenschaftsamt des Landkreises, UBV-Geschäftsführer Volkmar Ritter und Bürgermeister Jürgen Polzehl.

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motzkowski 18.07.2015 - 10:01:47

Asylanten,Asylanten,Asylanten!!

Ich weiß nicht warum man sich so aufregt!!! Gönnt Ihnen doch auch Sozialen Frieden!! Jaaaaa...Frieden an sich....Wir werden ja auch durch das Christlich gesegnte HARTZ IV GESETZ umsorgt, gepflegt und geschützt!! Teilt doch wenigstens etwas vom PräkariatsReichtum!! Daür das Deutschland immer fleißig weiter an Waffenexporten in Krisenregionen verdient....müssen die Untergebenen;sprich das WAHLVieh-manche nennen es auch VOLK, bluten!! Nicht umsonst meinen alle auf der Welt "Deutschland ein Wintermärchen...." "Schlaraffenland?" ach nein "LügenMärchen" käme da wohl ehr hin....Nunja, und durch Asylanten und Flüchtlinge gewinnt man ja auch wieder williges, dankbares ARBEITSvieh was man dann noch weiter "Ausbeuten" kann...die eigenen deutschen FACHKRÄFTE werden zum NICHTSTUN verdammt- sofern sie mal auffallen, aufzucken,oder nicht mehr ins KONZEPT eines Unternehmens einer Firma passen.Noch deutlicher kann der Begriff "Kapitalismus" nicht "gebären!!" Alles Heuchelei, alles aus purer Proftgier (Waffenexporte), Förderung von Kriegsherden um noch mehr daran zu verdienen....dass ist so wie Pflaschenpfand!!Man investiert in eine Flasche Getränk (Waffen zur Kriegsführung), leert sie...und als Pfand bekommt man etwas Geld zurück (Asylanten/Flüchtlinge)...um das Menschliche Antlitz in der WELT wahren zu können.Das Volk wird nicht gefragt...vor allem nicht das DEUTSCHE!! Haben wir nicht 1989 und lange vorher um DEMOKRATIE gekämpft??? Nun lassen wir wieder alles so schleifen- als hätte es 1989 NIE gegeben,was nützt Demokratie, Wahlrecht, Meinungsfreiheit*** etc.wenn es keiner mehr nutzt?? Dann wachen wir morgens, eines Tages in einer Diktatur auf....wohl eine Brüsseler!!?? Die Zeichen der Zeit ,die EU-und Finanzkrise,Griechenland...allles Vorzeichen;ein Kreislauf halt. Und es sind die EU Völker die darunter leiden welchen Humbug man da in Brüssel verzapft...DEUTSCHLAND hat sich selbst längst aufgegeben!! Wir sind nur noch Marionetten in einem düsteren Spiel...und unsere Volksvertreter, sind die HAUSMEISTER in einem Puppentheater!! Amen *** Wer ehrlich seine Meinung sagt, darf das, wird aber mal ganz schnell in die Rechte Ecke manovriert- Ehrlichkeit ist uns anscheinend wieder mal sehr Peinlich!!

Ferdinband Kolberg 13.07.2015 - 13:31:21

@Ur-Schwedter

Volle Zustimmung. Und genau deswegen gibt es von "unten" fast keinen Aufruhr. Und wenn doch, gibt es die bösen Blicke vom Umfeld. Man könnte doch .... sein!!??? Und deshalb bleibt ein Aufruhr im Keim erstickt. Dresden war der beste Beweis. Die Medien taten mit den deutschen Volksdemokraten den richtigen Senf dazu. Der Deutsche wird und lässt sich steuern und lenken.

Ur-Schwedter 13.07.2015 - 12:16:27

Willkommen

Das ist doch toll!! Es werden bestimmt neue Arbeitsplätze geschaffen. In Verwaltung und Betreuung. Der Handel macht auch mehr Umsatz. Die Krankenhäuser sind besser ausgelastet. Selbst der Bau profitiert davon. Von den Banken ganz zu schweigen. Vielleicht bekommen wir dann auch wieder etwas mehr Polizeipräsenz auf unseren Straßen. das alles wünschen wir uns doch, oder?! Da kann ich gar nicht verstehen wieso, weshalb, warum so eine negative Stimmung herrscht. Wir MÜSSEN helfen!! Wir haben diese historische Verpflichtung. Tut doch keinem weh ein paar kleine Opfer zu bringen. Dass von den Leuten die hier auftauchen nur etwa ein Drittel wirklich anerkannte Gründe hat, was soll`s. Wir sind nun mal ein Einwandererland, so sagt die Kanzlerin und viele gewählte Volksvertreter. Ich und mein komplettes Umfeld wurden zwar nicht gefragt, aber die Mittel und der Wille sind scheinbar da. Geld gehört in Umlauf. Gut, manches wird auch direkt nach Afrika geschickt, oder in den Balkan. Außerdem sparen wir doch sonst genug. Wenn ich nur an den B2-Straßenbau denke - auf`s Minimum zusammengekürzt, Mittel werden frei, super. Das MKC in Templin kämpft seit Jahren ums Überleben. Das brauch doch kein Mensch mehr dann, find ich auch Klasse. Multi-Kulti haben wir dann überall, mit all seinen positiven Nebenerscheinungen. Die Geburtenraten steigen, der demografische Wandel wandelt sich, die Kommunen erhalten mehr Mittel, da mehr Einwohner, und und und. Alles Bestens. HURRA!! Habe jedenfalls auch noch nie gehört, dass es beim Thema Asyl an Geld und anderen Mitteln fehlt. Ich frage mich ernsthaft, wo das alles hinführen soll. Wir hatten das schon mehrfach in diesem unserem Land, dass über der Menschen Köpfe hinweg-entschieden und regiert wurde. Stop: es gibt natürlich diese Versammlung!! Mal schauen, wer da alles so rein darf. Kein Politiker mit Rückgrat hier zu sehen. Aber Ausfahrten organisieren, Blumen verschenken, Kaffeekränzchen abhalten – am besten kurz vor Wahlen, ….bis die nä. Amtsperiode wieder erreicht ist. Und dann gibt’s hier noch Leute und Familien, die trotz harter Arbeit kaum genug zum Leben haben. Klopft Euch doch alle auf die Schultern, und habt nicht so viel Angst, dass Ihr nicht wiedergewählt werdet. Eure nächsten Wähler sind schon in Produktion!! Halt nur nicht von Leuten aus dieser Region. Nichts wurde gelernt aus den Fehlern der Vergangenheit!! 100 km südwestlich von uns gibt es ganze Straßenzüge und Stadtteile, wo kaum noch deutsch gesprochen wird. Diese "Gäste" wollten auch alle wieder gehen. Ein Hoch auf diese deutsche „Demokratie“!! ….aber die das alles zulassen und entscheiden wohnen anders, leben anders, verdienen (nein: bekommen) anders …und haben ganz andere „Probleme“ als der Otto-Normal-Verbraucher hier vor Ort. Schuld an dieser ganzen Misere haben wir aber alle!! Viel zu viel lassen wir uns gefallen, weil es uns einfachen Menschen doch noch zu gut geht. Mal schauen, wie lange noch.

Chris 09.07.2015 - 13:41:28

Fehlinfo

also in der Kastanienallee sind noch keine EInladungen zur Info-Veranstaltung eingetroffen. Ist ja auch nur um die Ecke !

AW 09.07.2015 - 09:10:16

AW

Im Rathaus lindenallee sind noch beschäftigte der Verwaltung ,unterlagen usw

Werner Becker 09.07.2015 - 04:42:41

Warum dort ?

Ich finde, DAS ist der falsche Ort.Viel zu abgelegen,dezentral und nicht attraktiv genug. Diese Menschen gehören doch mitten unter uns. Warum werden keine Unterkünfte im ehemaligen Rathaus in der Lindenallee geschaffen ? Oder eine Schule in der Innenstadt ( z.B. in der Neubauerstraße ) bereitgestellt. Die Schüler haben sicherlich Verständnis dafür,daß diese Gäste unseres Landes es wunderschön haben werden.

Schwedter 08.07.2015 - 21:52:03

Schwedter

. In diesen Notfallunterkünften kann eine deutlich größere Anzahl von Asylsuchenden für eine begrenzte Zeit in Gemeinschaftsräumen untergebracht werden. Wie viele genau, dazu hat der Landkreis bislang keine Angaben gemacht und will sich dazu erst auf der Informationsveranstaltung äußern. Sollen nicht so geheimnisvoll tun es sollen etwa 600 Flüchtlinge kommen !!!

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