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Den Rhythmus eines Ortes mit Pinsel und Stift erspürt

"Sichtbares und Unsichtbares": So lautet der Titel der am Freitag eröffneten Ausstellung von Katrin Wolff in der Entreegalerie. Zur Vernissage hatte sich auch der Mentor der Rehfelderin, Kontrapost-Leiter Ulrich Jörke (r.), eingefunden, der sich hier mit
"Sichtbares und Unsichtbares": So lautet der Titel der am Freitag eröffneten Ausstellung von Katrin Wolff in der Entreegalerie. Zur Vernissage hatte sich auch der Mentor der Rehfelderin, Kontrapost-Leiter Ulrich Jörke (r.), eingefunden, der sich hier mit © Foto: Thomas Berger
Thomas Berger / 13.07.2015, 23:24 Uhr
Rehfelde (MOZ) Es ist gewissermaßen eine Wiederkehr: Schon vor zehn Jahren hat Katrin Wolff einmal in der Entreegalerie ihres Heimatortes Rehfelde ausgestellt. Die Bilder von ihr, die dort jetzt bis zum Oktober hängen, sind aber anders als die damaligen, wie sie zur Vernissage am Freitagabend selbst sagte. Und, mag der Betrachter ergänzen, sie erzählen in ihrer Auswahl von Vorlieben der Künstlerin, aber ebenso von gewissen Entwicklungen und Wandel in der Form des Ausdrucks.

"Sichtbares und Unsichtbares" ist die Ausstellung betitelt. Sehr passend, wie Bürgermeister Reiner Donath meinte: Manches erschließe sich dem Auge auf den ersten Blick, bei anderen Werken sei der Besucher gefragt, suchend etwas tiefer einzutauchen und seine Schlüsse zu ziehen. "Meist begnügen wir uns ja im Alltag mit dem raschen Blick, dabei erschließt sich vieles erst im nicht Offensichtlichen", ergänzte auch Tourismusamtsleiterin Riamara Sommerschuh in ihrer Laudatio. "Wenn wir unsere Sinne öffnen, dann meldet sich das, was hinter dem Sichtbaren wirkt." Katrin Wolff, die in den 1980er-Jahren mit dem Malen begann, vermöge es, "mit Stift oder Pinsel den Rhythmus eines Ortes aufzuspüren". Viele Beispiele dafür hängen nun in der Entreegalerie. Der Bahnhof Rehfelde, die Pyramide Garzau, eine "Mühle in MeckPomm" oder die Kirche von Kienitz. Alles in Acryl, während im anderen Korridor auch Kreidezeichnungen, Landschaften wie Akte, und mit Feder/Tusche bzw. Blei gestaltete Porträts hängen.

Katrin Wolff, von Haus aus Sprachmittlerin, dankte ihrerseits ihrem ebenfalls anwesenden Mentor Ulrich Jörke. Der Leiter der Strausberger Künstlergruppe Kontrapost, zu der sie seit Anbeginn gehört, "weiß sehr genau, was mir besonders liegt". Zum Beispiel, in unscheinbaren Winkeln oder verfallenen Gebäuden etwas aufzuspüren, was darin schlummert. Mittendrin war sie aber auch bei einer farbenfrohen deutsch-afrikanischen Hochzeit in Strausbergs Marienkirche.

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