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Bürgerversammlung zur Asylunterkunft erlebte heftige Debatte / Schmierereien und Parolen im Umfeld

Schlagabtausch in der Boxhalle

Disput in voller Boxhalle: Mehr als 300 Schwedter kamen zur Anwohnerversammlung zu der geplanten Notunterkunft für Asylbewerber. Als die 260 Sitzplätze besetzt waren, verwehrte die Stadt weiteren 80 Bürgern zunächst den Eintritt.
Disput in voller Boxhalle: Mehr als 300 Schwedter kamen zur Anwohnerversammlung zu der geplanten Notunterkunft für Asylbewerber. Als die 260 Sitzplätze besetzt waren, verwehrte die Stadt weiteren 80 Bürgern zunächst den Eintritt. © Foto: Karl-Heinz Wendland
Michael Dietrich / 16.07.2015, 20:45 Uhr - Aktualisiert 20.07.2015, 13:17
Schwedt (MOZ) Die Anwohnerversammlung zur geplanten Notunterkunft für Asylbewerber im Stadtteil Kastanienallee erlebte eine kontroverse, aufgeladene und teilweise lautstarke Diskussion. Mehr als 300 Schwedter kamen, die meisten, um sich zu informieren. Viele aber auch, um ihren Frust abzulassen.

Am Morgen hatte der Boxverein mehr als 100 Nazi-Aufkleber an seinen Eingangstüren und Schmierereien gegen Asylbewerber und Demokratie vom Pflaster entfernen müssen. Etwas blauäugig hatte die Stadt mit 200 Gästen gerechnet. Es kamen mehr als 300. Als die letzten 80 mit dem Verweis auf den vollen Saal nicht mehr eingelassen wurden, gab es Tumulte. Sie waren vom Bürgermeister eingeladen worden, sich zu informieren, beharrten sie und forderten wütend Einlass. Erst nach Intervention von Gästen in der Halle ließ man sie doch noch hinein, um einem drohenden Abbruch der Veranstaltung zu vermeiden.

Der reine Informationsteil geriet kurz und bündig. Aber auch dabei gab es schon Zwischenrufe und Raunen, etwa, als Frank Fillbrunn als Vertreter des Landrates Zahlen bekanntgab. 2014 hatte die Uckermark 361 Asylbewerber aufzunehmen, 2015 schon 841. Momentan leben 900 Asylbewerber im Kreis, davon 60 in Schwedt. "Jetzt werden es 100 mehr sein, das ist für Schwedt gut verkraftbar, insbesondere im Vergleich zu Prenzlau mit jetzt schon weit über 300 Flüchtlingen", glaubt Fillbrunn.

Nahtlos ging's in die Diskussion und Fragestunde. Wer betreut die Asylbewerber? Wie viele kommen von welcher Nationalität? Wie sollen sie integriert werden in Schwedt, wo arbeiten? Warum sie nicht in Eisenhüttenstadt bleiben, oder zu Hause? Wie die Sicherheit der Anwohner gewährleistet wird? An wen man sich wenden soll, wenn etwas passiert? Wie viel Geld kostet jeder Asylbewerber Deutschland? Mehrmals wurde Volkmar Ritter vom Bildungsträger UBV, der das Heim betreiben soll, aufgefordert, das Sicherheitskonzept genau vorzustellen.

Ein Teil der Antworten ging in schreienden Zwischenrufen, Gejohle, Buh-Rufen und Beifallsstürmen unter. Ein Teil der Anwesenden gab offen zu verstehen, dass er keine Asylbewerber in Schwedt haben will. Vorwürfe wurden laut, dass die Flüchtlinge "alles in den Arsch geschoben kriegen" würden, während sich keiner um die Schwedter kümmere, oder um Kinderspielplätze und die Sicherheit. Bürger erklärten am Mikro, keine passende Wohnung zu finden, während die Ausländer sofort versorgt würden.

Frank Fillbrunn hielt in seinen Antworten beharrlich dagegen,dass es sich um Menschen in Not handele, denen Deutschland helfen sollte und wirtschaftlich stark genug sei, um zu helfen. Auch Stadtverordnete meldeten sich zu Wort, widersprachen Vorwürfen wie der steigenden Kriminalität durch Asylbewerber. Mutig rief eine Schülerin des Gauß-Gymnasiums unter Tränen: "Warum habt ihr denn Angst?" Sie wurde überschrien.

Das lautstarke Auftreten derer, die Frust ablassen wollten, hinterließ den Eindruck, der ganze Saal sei gegen die Asylunterkunft. Tatsächlich klatschte die Mehrheit der Anwesenden, wenn Redner für die Flüchtlinge Partei ergriffen, nur eben leiser.

Am Abend nahm die Polizei zwei Leute fest, die vor der Asylunterkunft in Angermünde Ausländerfeindliche Parolen brüllten.

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Gutmensch 20.07.2015 - 01:42:36

danke @dorro

du machst mir wieder mut. auch wenn ibraimo gegangen ist, 2 wahre freunde wie uns zu haben, dass wird ihm die noetige kraft geben. schoen das er jetzt an einem besseren ort ist wie diesem. das verdient er. Hat er sich denn noch mal bei dir gemeldet ? ich hoffe doch sehr, auch fuer unsere sache. best friends 4 ever.

Klaus 19.07.2015 - 16:29:59

Hansi wie kommst Du auf die Idee

dass ich andere Menschen aus ihrer Verantwortung ihres eigenen Grundgesetzes entlassen? die Würde des Menschen ist unantastbar da steht nichts von nur deutschen oder Ausländern! Warum soll ich Deine eigene Verantwortung aus unserem Grundgesetzes mit übernehmen.? solltest dringend über den Menschenbild nachdenken. Egoismus war schon immer ein schlechter Begleiter.

Doro Olbricht 19.07.2015 - 15:57:12

Falsche Freunde ...

hatte Ibraimo reichlich. Erst durfte er für Schwedt boxend Titel holen, dann sich ehrenamtlich als Ausländerbeauftragter kümmern, von Nazis beschimpfen, bedrohen, schlagen und treten lassen. Er konnte hier nie ein freier Mensch sein. Auch dass seine Parteigenossen und falschen Freunde keinen Job für ihn fanden, hat natürlich nichts mit Rassismus zu tun. Als er und seine Familie es dann nicht mehr aushielten und nicht stillschweigend umzogen, sondern den Grund ihres Weggangs deutlich benannten, DA kamen die falschen Freunde zum Vorschein und bezweifelten öffentlich seine Gründe. SIE haben also verbal nachgetreten und deutlich gemacht, wie wenig sie verstanden haben in all den Jahren, manche bis heute... Wen außer ANDERE soll er für "sein Scheitern" hier verantworltich machen - sich selbst? Weil er nicht weiß werden konnte?

der Hans 19.07.2015 - 15:32:22

@Klaus

" trete nicht gegen die Menschen die herkommen und nichts mehr haben sondern gegen die Zustände die dort herrschen wenn sie hier sind." Vielleicht haben die Menschen hier auch nur Angst, dass solche Zustände die dort herrschen auch hier bald herrschen könnte und wohl auch werden wenn das so weiter geht.

Hansi 19.07.2015 - 15:19:20

Klaus

Gehen sie mit gutem Beipiel voran und nehmen Asylbewerber bei sich auf.

Klaus 19.07.2015 - 14:46:45

Deutschland wird am Hindukusch verteidigt

was meinst Du wie viel Waffen Deutschland ohne Export in der Welt verteilt von Afghanistan über Kurdistan bis in den Irak überall findest Du deutsche Waffentechnik. Sogar im Busch Krieg und Argentinien werden Menschen mit deutschen Waffen niedergestreckt. Und wenn Menschen vor Waffen fliehen ,heißt das, Leib und Leben zu schützen. warum Menschen nach Europa kommen ist wohl weitläufig bekannt. Auch wirtschaftlicher „Terrorismus“ ist nicht zulässig. Da ist Deutschland Spitzenreiter. der Neid auf Menschen, die nichts haben außer ihr nacktes Überleben, ist schon beeindruckend. was für ein perfides Grundhaltung ,nach unten zu treten, gegen Menschen die es wohl deutlich schlechter geht als jeden betroffenen in Deutschland lebenden hier. es ist sicherlich nicht Vergnügungensteuerpflichtig in einer Notunterkunft auszuharren bis die deutsche Bürokratie einer Entscheidung trifft. trete nicht gegen die Menschen die herkommen und nichts mehr haben sondern gegen die Zustände die dort herrschen wenn sie hier sind.

Klaus 19.07.2015 - 14:35:20

Asylbewerber?

mmal ins Gesetz schon dann stellst Du fest wer Asyl berechtigt ist, dazu zählt sicherlich keine Nationalität aus Europa. Europäer haben in Deutschland eine Niederlassungserlaubnis schon aufgrund ihres Status sowie Du in jedem Land in Europa sich niederlassen darfst. Man könnte auch Deine aufgezählten Nationalitäten Albanien, Serbien, Bosnien,Montenegro, Mazedonien, Kosovo usw entsprechend der Sozialhilfe in ein Obdachlosenheim einweisen und dann trägt die Stadt Schwedt vollständig die Kosten. Der Unterschied macht es! uund als Anmerkung aus menschlicher Sicht ist auch ein Hunger nach Europäer hilfebedürftig

Uckermark 19.07.2015 - 14:27:41

Nun Ja2!

@Conny Was hat denn Fußball mit Asyl zu tun?? Und ja die Kosten für diese Einsätze, sollten die Vereine tragen, da haben sie Recht!

kalinke 19.07.2015 - 12:11:35

@ Klaus

wenn du versuchen würdest die in deinem link eingestellte Grafik selbst mal zu lesen dann würdest du feststellen, das wir hinter den USA und Russland , die zusammen 55 % der Waffen exportieren mit lediglich unter 10 % ein kleines Licht darstellen

Gerold 19.07.2015 - 11:39:08

Klaus

Albanien, Serbien, Bosnien,Montenegro, Mazedonien, Kosovo usw. Müssen sie den Kugelnagel ausweichen ?

Klaus 19.07.2015 - 11:29:14

wir ernten die Früchte

und zwar diese Früchte unser hervorragende Waffentechnik, die wir weltweit verhökern und wundern uns dann wenn viele Menschen ihre Heimat verlassen müssen um diesen Kugelhagel ausweichen. http://de.statista.com/infografik/2011/die-top-waffenexporteure-weltweit/ schizophrene Politik!

Klaus 19.07.2015 - 11:24:58

Begriffsbestimmung

Sammelunterkunft ist eine Unterkunft an deren sich mehrere Personen zur gleichen Zeit aufhalten ohne Individualansprüche auf Wohnraum. Und dann kommt die Frage was ist die Zielsetzung dieser Sammelunterkunft? Welche Ziele werden verfolgt einen Dauerzustand nicht zuzulassen. Integration fängt schon mit der dezentralen Unterbringung an. Aber dann Aufenthaltstitel Klärung der Status, Deutschunterricht und Kinderversorgung in einer menschenwürdigen Dasein zu integrieren.

Schwedter 19.07.2015 - 10:40:20

@GUTMENSCH

Ach Peter du musst es ja wissen :)

Gutmensch 19.07.2015 - 08:49:31

falsche freunde

ich fand in Ibraimo einen sehr loyalen freund und finde es sehr schade das er sich wegen der ständigen hetzte, aber auch falscher freunde zurück ziehen musste. danke ibraimo für gute aber auch schlechte zeiten, miss u 4e

entäuschter Freund 19.07.2015 - 08:31:09

Doro Olbricht

Ibraimo hat Schwedt verlassen ,weil er hier keine Arbeit fand. Als er Schwedt verließ hat er übel nachgetreten, worauf sich seine Freunde enttäuscht zurückzogen. Auch in seinem Buch das er schreiben ließ hat er für sein Scheitern andere verantwortlich gemacht.

Gutmensch 19.07.2015 - 07:56:18

wohnraum gibt es zur genuege

und geld ist dank dem laenderfinanzausgleich auch vorhanden, sollen die reichen kapitalistensaecke im süden auch endlich mal einen beitrag leisten. man muss auch nicht immer nur die neuesten BMW oder audis fahren, ein gebrauchter Fiat oder kia aus einem unserer sozialistischen bruderlaender tut es auch ! ja richtig gehört herr winterkorn !

Pjotr 19.07.2015 - 07:43:48

@Klaus

Bitte was haben "Pionierlager, ... Lehrlingswohnheim und ... Kaserne" mit Ausländern zu tun?

Doro Olbricht 19.07.2015 - 00:56:46

Menschen oder Unmenschen begegnen?

Beim "Schlagabtausch in der Boxhalle" waren Nazis und arme Rassisten lautstark vertreten. Ein Glück, dass es auch noch andere Stimmen gab und weiterhin gibt. Wollen wir zukünftig in Schwedt vor allem Menschen mit Gefühlen oder Unmenschen mit Ideologien begegnen? Die Menschen, die nach langer Flucht Ruhe und Verständnis brauchen, werden vielleicht lange nichts erfahren von Ibraimo Alberto, der unsere schöne Stadt wegen Rassismus verließ, und dem dann seine scheinbaren Freunde in den Rücken fielen, um den sowieso ramponierten Ruf Schwedts zu "retten".

Klaus 18.07.2015 - 22:15:49

dann lassen wir die Zahlen weg

und orientieren uns auf unser Menschenbild Es liegt an der Struktur, wie man und warum man Zustände zulässt. Und dazu gehört es darauf zu drängen, dass man mit Menschen menschlich umgeht. Eine Sammelunterkunft ist für mich nicht der Maßstab, es ist ein 1. Anlaufstelle, die Gestaltung ist der Maßstab. Ich kenne auch Sammelunterkünfte, früher hießen die Pionierlager, später Lehrlingswohnheim und dann in die Kaserne. Entscheidend ist wie man dort mit jemanden umgeht und was die Zielsetzung ist! Eine Übergangslösung sollte nicht zum Dauerzustand werden und daran richten sich meine Fragen. Wie sieht es aus mit Deutschunterricht und zwar sofort ohne Ausnahme und verpflichten,, unter Beachtung medizinischer Gesichtspunkte der traumatisierten Menschen. Und dann dürfte wohl in unserer Region unabhängig ob Schwedt oder ländlicher Raum ggenügend Leerstand an Wohnraum herrschen, das eine dezentrale Unterbringung nur am Willen der Menschen, also uns allen, liegt. die Zahl. 200 Flüchtlingen kommen, macht mir keine Angst. meine Zahlen dienten nur dazu aufzuzeigen das Überfremdung einfach nur ein Hirngespinst ist. Schwedt hatte schon immer eine große Anzahl von sogenannten Ausländern in Schwedt zu Gast. Das gesamte Camp war so eine Einrichtung einer Sammelunterkunft in einem weitaus größeren Ausmaß an Person. Dazu kommen noch unsere vietnamesischen Gastarbeiter. Also bitte nicht so tun als wenn das für Schwedt neue Verhältnisse wären Mitmenschlichkeit ist hier der Maßstab!

conny 18.07.2015 - 18:24:23

@ "uckermark"

Wie viele Polizisten sind jedes Wochenende, zu welchen Kosten, in deutschen Fußballstadien im Einsatz, um ähnliche Gewaltaktionen zu verhindern?? Das sind nun mal auch Menschen und da gibt es Konflikte, so wie bei anderen Menschen auch.

Bonny 18.07.2015 - 18:16:37

Das ist die Lösung

Hier ein Verhaltenscodex für alle Aylsuchenden unserer Stadt. Vorweg, es ist immer sehr amüsant, wenn die jenigen welche die Vorurteile der BILD gebetsmühlenartig wiederholen, ohne selber den Verstand einzuschalten und zu hinterfragen, den Menschen die Fakten bringen der Hetze oder gar Lüge bezichtigen. Wenn die Argumente oder gar die Fakten ausbleiben, dann geht halt nur noch Beleidigung. Achso und egal was ihr sagt oder hier schreibt, dass Heim ist beschlossene Sache und das ist auch gut so. Die Flüchtlinge werden kommen und ihr könnt euch auf den Kopf stellen und mit dem Popo Floegen fangen. Nützt euch aber nichts. P http://www.huffingtonpost.de/2015/07/17/fluechtlinge-deutsche-buerger_n_7818796.html?ncid=fcbklnkdehpmg00000002

pedro 18.07.2015 - 15:08:26

Mit Zahlen ist das so eine Sache

@Klaus Week, Sie schreiben "... Ja, die Ortsteile summiert sind ca 10000 Personen, ...". Ich weiß nicht, wo Sie diese Zahl hernehmen, aber sie ist schlicht und ergreifend falsch. Sicher findet man beim Bundesamt bzw. Landesamt für Statistik auch Zahlen zur Einwohnerstruktur von Schwedt, aber schon ein Blick auf die Webseite von Schwedt reicht, um die entsprechenden Zahlen zu finden. Dort gibt es für die Jahre 2005, 2006, 2009-2012 jeweils das Faltblatt „Schwedt/Oder 20xx – Die Stadt in Zahlen“ als PDF-Datei. Dort kann man ohne Probleme die Einwohnerzahlen nachlesen. Die Daten für dieses Dokument kommen vom Amt für Statistik Berlin-Brandenburg. Nach den dort genannten Zahlen hatten zum 31. 12. 2012 die Ortsteile von Schwedt insgesamt 4004 Einwohner, die Stadt inklusive der Ortsteile 31891. Um ihnen Mühe zu ersparen, hier mal die Einwohnerzahlen für 2012: Schwedt insgesamt 31891 Stadtteile insgesamt 27887 davon Zentrum 12913 Neue Zeit 5580 Talsand 4212 Am Waldrand 2145 Kastanienallee 3037 Ortsteile insgesamt 4004 davon Heinersdorf 648 Blumenhagen 233 Kunow 378 Gatow 224 Kummerow 103 Criewen 531 Zützen 425 Stendell 372 Hohenfelde 179 Vierraden 911 Schaut man sich die älteren Zahlen an, so erkennt man, dass die Tendenz der Bevölkerungsentwicklung der Ortsteile in etwa die gleiche ist wie bei der Stadt insgesamt. So hatte Schwedt z. B. zum 31. 12. 2006 35530 Einwohner, davon entfielen auf die Ortsteile insgesamt 4271. Selbst bei großzügigster Auslegung aller mir bekannten Rundungsregeln komme ich von 4004 Einwohnern der Ortsteile nicht auf die von ihnen genannte Zahl von 10000. Also, wenn Sie schon mit Zahlen operieren, dann sollten die schon in etwa stimmen, ich streite mich dabei nicht um Abweichungen 100 oder 200 Personen, aber eine Differenz von 6000 scheint mir etwas sehr hoch.

Sven 18.07.2015 - 14:49:55

das macht euch alle keine Angst???

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.19-gambier-festgenommen-asylbewerber-als-drogendealer.320fe743-dafa-4468-b224-01b2be8f858a.html https://mopo24.de/nachrichten/massenschlaegerei-unter-asylbewerbern-8649 https://mopo24.de/nachrichten/erneut-massenschlaegerei-in-asylbewerberheim-8579 https://mopo24.de/nachrichten/massenschlaegerei-im-asylheim-schneeberg-8357 Alles Leute in "Not"...

Klaus Week 18.07.2015 - 13:04:12

@Klaus

Klaus, Sie sind einer der Meinungsmacher die mit Propaganda offensichtlich gut umgehen können. Ein paar Zahlen aus der Wiki und fertig das Schlagargument. Einwohner: 30.539 (31. Dez. 2013) Aha, Sie wissen aber das darin alle Ortsteile reinzählen, bis Kummerow usw. Sie benutzen die selbe verlogene Polemik wie der Bürgermeister der rechtfertigen muss warum eine Stadt mit weniger als 20000 Einwohner DREI Rathäuser finanziert!!Ja, die Ortsteile summiert sind ca 10000 Personen, Schwedt selber ist viel kleiner als behauptet. Das wissen Sie natürlich aber verschweigen es bewußt. Die Asylunterkunft wird dazu noch an einen Sozialen Brennpunkt gepflanzt wo ein neues Rostock Lichtenhagen droht. Sie sind ein Hetzer, schlimm..

Uckermark 18.07.2015 - 11:49:10

Nun Ja!

unwahr ist zum Beispiel: Das man in Prenzlau oder Angermünde Probleme hätte, die einem Angst machen müssten. Das ist schlicht gelogen. @CONNY, Wenn es in einer Unterkunft zur einer Massenschlägerei kommt, und über 30 Polizisten im Einsatz sind, dann ja macht mir das Angst!

pedro 18.07.2015 - 09:09:45

Richtigstellung zu Klaus

Hallo Klaus, Sie schreiben "... Ein Ausländer auf 500 Schwedter Einwohner verteilt ..", das ist mathematisch so nicht richtig. Die 160 Flüchtlinge machen bei der genannten Einwohnerzahl rund 191 Einwohner pro Flüchtling. Nur mal so zur Richtigstellung der berechneten Fakten. Aber auch einen auf 191 sehe ich nicht als Bedrohung, kann ihre Intention nachvollziehen.

Klaus 18.07.2015 - 03:36:58

mal mit Fakten

Einwohner: 30.539 (31. Dez. 2013)[1] Bevölkerungsdichte: 149 Einwohner je km² wie viel Ausländer wohnen aktuell in Schwedt? 60! 0,002 Ausländer auf jeden alt eingesessenen Schwedter! Jetzt kommen noch mal 100 dazu macht dann 0,005 auf jeden Einwohner von Schwedt! was für eine bedrohliche Situation Ein Ausländer auf 500 Schwedter Einwohner verteilt, macht das dann ein Überfremdung im eigenen Land? Ironie wieder aus für mich wäre eine Frage sehr wichtig ob Diese Menschen ab dem 3. Tag Deutschunterricht erhalten wenn Sie hier in Schwedt eintreffen! traumatisiert Menschen psychologische Unterstützung erhalten, für die Kinderbetreuung in Kindertageseinrichtung Platz geschaffen wurde? schließlich möchte ich mich mit diesen Menschen unterhalten können, mir ihre Geschichten anhören, sie verstehen wollen und ihre Sorgen und Nöte erfahren, nur so ist tatsächliche Hilfe möglich.

.... 18.07.2015 - 01:20:54

Willi Sie sollten ....

.... sich mal mit dem Thema Geld beschäftigen ! Das was Sie hier beschreiben geht in diesem Moment in Griechenland den Bach runter. Wenn der Staat Geld ausgeben will, muss er es an anderer Stelle erst einmal einnehmen oder eben Schulden aufnehmen. http://www.steuerzahler.de/Home/4819b/index.html

Willi 18.07.2015 - 00:51:30

Ronald

Ihre verstehe Ihre Frage als reine Rhetorik. Das Geld wäre ohne die Flüchtlinge nicht da. Es kommt allen Schwedtern zu Gute. Da können Sie polemisieren, soviel Sie möchten. Wo wächst den der Baum, an dem unabhängig von der Jahreszeit Vorurteile wachsen, die jeder Grundlage entbehren? Ach, behalten Sie es für sich. Ich nasche lieber vom Baum der Fakten.

Ronald 17.07.2015 - 22:36:50

Linke Tasche - rechte Tasche

Mensch Willi, wo gibt es denn diesen Baum an dem egal ob Sommer oder Winter, ob Sonne oder Regen diese "Zuwendungen" in überschwänglicher Menge wachsen? Oder sind das etwa Steuergelder der arbeitenden Bevölkerung?

NORMALBÜRGER 17.07.2015 - 21:15:59

Schlagabtausch in der Boxhalle

Hallo UR-SCHWEDTER ! Du sprichst uns und allen die wir kennen aus dem Herzen. Aber glaube mir,es wird mit Gewalt so lange schön geredet,bis es nicht mehr zu verbergen ist.

bürger 17.07.2015 - 21:15:03

so schnell vergisst der mensch also.

es ist keine 25 jahre her, da wurden ostdeutsche bürger mit vorurteilen überheuft und heute sind sie soweit integriert, dass auch sie ihre vorurteile verbreiten können. das system läuft.

Willi 17.07.2015 - 19:10:16

Sven, oder soll ich Johnny Walker sagen?

Mich ängstigen die Flüchtlinge immer noch nicht. Mich beunruhigend eher die Leute, die völlig irrationale Ängste haben. Faktencheck: Sie bekämen keine Wohnung! Das die Vermieter hier gerade nicht so rosig aussieht, hat damit zu tun, dass 1. viel zu viel abgerissen wurde und 2. immer noch Leute aus der zukünftigen Regenbogensiedlung ausziehen müssen und denen gleichwertiger Wohnraum angeboten werden muss. Vorurteil: unbegründet! Die bekommen mehr Geld als wir. Flüchtlinge bekommen bis zum Antrag auf Asyl 130€ Taschengeld. Es hat nichts mit höherer Mathematik zu tun seinen Regelsatz mit diesen 130€ zu vergleichen. Vorurteil: unbegründet! Die Kriminalität steigt. Polizei und Statistiken belegen, dass das nicht wirklich stimmt. Natürlich steigen Deliktzahlen an. Das hat damit zu tun, dass mehr Menschen in der Stadt wohnen. Flüchtlinge sind also nicht straffälliger, als Deutsche. Vorurteil: unbegründet! Flüchtlinge Kosten unser Steuergeld. Mehr Einwohner bedeutet mehr Zuweisungen vom Land. Das Geld kann aufgewendet werden um Straßen und öffentlich Einrichtungen zu erhalten. Davon profitieren alle, auch Deutsche. Durch die höhere Auslastung von KITA, Schulen, Bibliotheken e.t.c. Werden Arbeitsplätze erhalten. Ergo kosten Flüchtlinge nicht nur Geld, sie bringen auch Geld. Mir ist schon klar, dass dieser Beitrag Perlen vor die Säue sind. Gleich kommen wieder die Spezialisten und wissen alles besser. Also Johnny, kipp dir einen hinter die Binde. Prost.

illuminat 17.07.2015 - 17:21:05

prenzlauer

einheimische sind ja bekannt für ihre friedfertigkeit. mord, totschlag, drogendelikte und diebstähle sind ihnen unbekannt.

Sven 17.07.2015 - 17:07:23

liebe Conny oder wer Sie auch immer sein mögen...

wenn Eltern vor Schulen aufpassen müssen das ihren Kindern nichts passiert, wenn Messerstecherei im Dreke ring von Prenzlau einen auch keine Ängste bereiten dann weiss ich nicht was ich noch sagen soll... dann bezichtige Sie mich der Lüge, aber ich behaupte dann: Sie sind Blind und verschliessen die Augen vor der Realität!

conny 17.07.2015 - 13:28:21

unwahr ist zum Beispiel:

Das man in Prenzlau oder Angermünde Probleme hätte, die einem Angst machen müssten. Das ist schlicht gelogen.

Ärger 17.07.2015 - 13:18:54

Eigeninitiative

Also ich bin ja der Meinung wer dafür ist, das Deutschland Flüchtlinge aufnehmen soll, der sollte dann 2-3 Flüchtlinge privat in seiner Wohnung , Haus oder wer weiss was aufnehmen und diese von seinem eigenen Einkommen bewirten, einkleiden und von mir aus auch die Schulbildung bezahlen. Mal sehen wie lange die Beführworter das dann durchhalten. Vielleicht merken sie dann auch was das bedeutet, diese Kosten zu erbringen. Viel Spass und gutes Gelingen dabei

Neutral 17.07.2015 - 12:33:33

@Werner

Können Sie überhaupt den Begriff "Flüchtlingsfamilien" sachlich definieren? Würden Sie sich mit den wichtigen Hintergründen dazu beschäftigen, wüssten Sie, welche Menschengruppen hier in Deutschland nach einem Asyl suchten.

F6 17.07.2015 - 11:31:27

Scheinheilige Anwohnerinformationen

Immer sind es zu kleine Räume für zu viel Nachfrage nach Aufklärung. Ja bitte, wo leben die verantwortlichen Pappnasen eigentlich ? Dass damit der Frust erst recht hochkocht sollte klar sein. Es muss doch bitte jeder Verständnis haben, wenn die Taschengeldbezieher vom Balkan zunächst mal angemessene Unterkünfte benötigen. Nun werden auch noch naive Schüler in die Willkommensagitation eigespannt, jedes Mittel ist dem kranken System recht.

Ur-Schwedter 17.07.2015 - 10:48:30

Waaaaahnsinn

Wir schaffen das!! Ja!! Wir wurden informiert, Hurra. Aber das muss man nicht toll finden, oder?? Wo bitte schön ist ein Politiker, der auch mal Grenzen aufzeigt?? WIR MÜSSEN, MÜSSEN, MÜSSEN!! Wer bestimmt denn das?!? Ein Bürgermeister sollte seine Stadt voranbringen und für die Belange seiner Bürger da sein. Wow, er saß im Podium!! Alles wird unternommen um in Potsdam und Berlin bloß nicht anzuecken. Ein Mike Bischoff will schließlich noch Karriere machen. Da sagt es sich leicht: "das schaffen WIR schon". Wo ist das WIR??? Wer trägt denn die Last?? Jemand mit 6000€ brutto oder doch eher die Allgemeinheit?! Und wer wohnt denn in unmittelbarer Nähe?? Vorschlag: Baut doch einfach Containerburgen in jede Stadt, am besten auf deren größten Platz in Stadtmitte!! So kann man wenigstens nicht mehr weg-schauen vor der Realität!! ....diese Realität wird uns auferzwungen. Unter dem Deckmantel der Menschlichkeit und Demokratie!! @ conni: wenn hier jemand welche über einen Kamm schert, dann ist das wohl unsere Politik, die einem immer noch weiss-machen will, dass hier notleidende Menschen herkommen. 2/3 der Ankommenden haben keine anerkannten Gründe!! (das wird auf Nachfrage sogar zugegeben) Und dass sich Leute darüber aufregen, dass sie hier vor vollendete Tatsachen gestellt werden, nur zu gut zu verstehen. Und das dafür so viel Geld vorhanden ist, Wahnsinn!! Und welche Behauptungen seien unwahr von Sven?? Ich kann nur erkennen, dass Sie scheinbar ganz schön eingelullt sind von der Politik und den Medien. Viel Spaß mit den neuen Einwohnern. Ich wünsche mir und Schwedt das eine Drittel. !!Auf absehbare Zeit!! Und Ihnen wünsche ich, dass Sie die Augen aufbekommen und erkennen, dass hier gewaltig was in Schieflage gerät. ansonsten würde ich Ihnen doch das 2/3 gönnen ....bitte vergessen Sie nicht, mich JETZT in die rechte Ecke zu stellen, das klappt meistens wenn die Argumente ausgehen. Aber ob das so schlau wäre!?

leser 17.07.2015 - 09:48:42

schmarotzer

hallo sven, ich bin da auch deiner meinung, dass leute, die sich nicht anpassen, zahlenmäßig eine minderheit sind, und sich´s so richtig gemütlich mit unserem sauer verdienten steuergeld machen, von unserem staatsgebiet ferngehalten werden und vor allem kein geld mehr bekommen. die ganzen hartz-4-er, die rentner, deren rente aufgestockt wird, die ganzen kitaplätze und erst die teure schulausbildung, die völlig umsonst die ersten 10 jahre ist. abschaffen! um so mehr bleibt für uns. ich hoffe nur, dass du nicht jetzt auf der dann ausgetrockneten transferseite stehst.

conny 17.07.2015 - 08:50:29

so so sven

Du sprühst ja förmlich vor Offenherzigkeit, ein leider so typisches Beispiel. Ibrahimo Alberto hatte wohl doch mit allem recht, was er über Schwedt so berichtete. Jedenfalls stellst du reichlich unwahre Behauptungen auf und schehrst alle über einen Kamm, das ist nicht gerade besonders schlau.

Sven 17.07.2015 - 06:11:13

lieber Werner

es geht hierbei auch um die Ignoranz und der fehlenden Demokratie gegenüber den Schwedter Bürgern. Sie wurden vor vollendete Tatsachen gestellt! Insbesondere was die die Objektwahl betraf. Viele fühlen sich bedroht, nicht zuletzt auch deshalb weil sie aus anderen Städten wissen was es für Probleme mitbringt wenn man diese Menschen aus anderen Kulturen, die sich ja auch nicht unserer Kultur anpassen wollen oder meinen sie können so weiter machen wie in Ihrem Heimatland, versucht zu integrieren... Und wie man in Prenzlau oder Angermünde sieht, sind diese Ängste nicht unbegründet

Werner 17.07.2015 - 01:51:57

Grüße aus dem fernen westlichen Mulit-kulti-Ausland in die alte Heimat!

Meine Heimatstadt, ist wirklich malerisch und schön gelegen in der wunderbar vielfältigen Natur des Oderbruchs und es lässt sich, wenn man denn Arbeit gefunden hat, auch sehr gut ihn ihr leben. Leider ist sie auch von einem kleinen Anteil laut brüllender Menschen bevölkert, die es im Algemeinen schon lieben zu meckern und zu motzen zu jedem sich bietenden Anlass. Viele können sich untereinander und anderen nichtmal das Schwarze unter den Fingernägeln gönnen. Das zeigt sich bei diesem Thema nochmal in ganz neuer Qualität. Die Motive dieser Menschen sind unterschiedlich: Angst, Vorurteile, das Gefühl auf der Strecke geblieben zu sein oder auch leider einfach nur pure Intoleranz, die bei ein paar wenigen Verblendeten schon zum schieren Hass ggü. dem Fremden geworden ist.(die Neonazis) Ein paar diese Leute haben wohl auch den Weg zu dieser Versammlung gefunden. Manche dieser Menschen haben, ein gutes Recht darauf wütend zu sein, wer z.B. nur weniger/gleich viel/ ein wenig mehr als Hartz4 zum Leben hat, obwohl er vollzeit arbeitet. Aber diese Wut sollte sich dann an die Politik, den Chef oder wer auch immer verantwortlich ist für diese Situation richten und nicht gegen Unbeteiligte, wie Flüchtlingsfamilien! Die können überhauptnichts für diese Probleme! Schaut genau hin und schluckt nicht irgenwelche NPD- und Pegida-Propaganda! Bildet euch eure eigene Meinung!

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