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Wettkämpfer aus dem Wasser gefischt

Sicher: Die jungen Mitglieder des Stirnemann-Teams mussten nach dem Kentern aus dem See geholt werden.
Sicher: Die jungen Mitglieder des Stirnemann-Teams mussten nach dem Kentern aus dem See geholt werden. © Foto: MZV
Inez Bandoly / 26.07.2015, 17:53 Uhr
Flecken Zechlin (MZV) Dreimal musste sich Anne Müller beim Drachenbootcup in Flecken Zechlin umziehen. Die Alt Ruppinerin war aber nicht etwa ins Wasser gefallen oder hatte sich bekleckert. Nein, sie nahm an der Wahl zur Miss Flecken Zechlin teil.

Vor Hunderten Besuchern lief Anne Müller jeweils im Freizeitdress, im Bikini und im Abendkleid über den Laufsteg, überzeugte die Jury und wurde als eine von sechs Teilnehmern zur Miss Flecken Zechlin 2015 gewählt. Sie bekam unter großem Applaus der Zuschauer die Schärpe von Rheinsbergs Bürgermeister Jan-Pieter Rau (CDU)überreicht. Die oder besser der Drittplazierte, "Hertha" alias Manuel Wesolowski, freute sich über seinen Erfolg, unterstützt von den Spaßvögeln "Brunhilde", "Gertrud" und "Elfriede", die stolz mitteilten: "Wir sind alles Wesolowskis". Kathrin Hoppe aus Flecken Zechlin war ein wenig traurig, hatte sie sich doch ganz kurzfristig entschieden, sich der Wahl zu stellen und dabei mit dem goldenen Siegerband geliebäugelt. Aber sie landete auf Platz zwei. "Immerhin habe ich mich gesteigert", so die 24-Jährige, die im Vorjahr den dritten Platz belegt hat und optimistisch in die Zukunft blickt - "2016 Platz eins." Dafür will sie alles geben.

Ebenfalls alles gegeben hatten an diesem Tag bereits seit dem Vormittag zehn Teams beim Drachenbootrennen. Sie lieferten sich einen heißen Wettkampf im Großen Zechliner See. Der Wassersportverein Flecken Zechlin hatte zu diesem Cup bereits zum zweiten Mal eingeladen. Dafür reiste sogar der Kajakclub Albatros 1926 aus Berlin an. "Jetzt entscheidet sich, wer paddeln kann", sagte dessen Mitglied Thomas Kubenz. Denn nachdem alle die Strecken 100 und 200 Meter absolviert hatten, stand am späten Nachmittag die 2 000-Meter-Herausforderung auf dem Plan. Dabei ging es einmal rund um den See.

Während sich die ersten vier Teams warm machten, verschwand langsam die Sonne hinter dicken grauen Wolken, dazu blies ein kräftiger Wind. Die Mitglieder des Stirnemann-Teams, ganz in Gelb gekleidet, zeigten sich optimistisch. In ihrem Boot sollten diesmal sogar einige Jungen mitmachen, darunter die elfjährigen Zwillinge Justus und Elias, Tim und der achtjährige Jannis. Während immer mehr Menschen am Ufer eintrafen, um das Rennen zu verfolgen, trommelte eine Truppe Musiker aus Berlin und heizte die Stimmung an. Derweil paddelten die Mannschaften in dem sich heftig bewegenden Wasser zur Startlinie. "Ein bisschen zurück", rief Moderator Jörg Wenske dem Ruppin- Standard-Team zu. Als alle Boote auf gleicher Höhe waren, fiel der Startschuss. Bereits in der ersten Kurve kenterten zwei Boote, darunter das Stirnemann-Team. "Holt die Kinder raus", war zu hören. Schnell waren die Retter unterwegs. Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr setzten ihre Motorboote in Bewegung und fischten die jungen Wettkämpfer aus dem Wasser. Derweil kämpfte das Team Dorf Zechlin gegen die Berliner Albatrosse weiter und fuhr in einem packenden Rennen als erstes über die Ziellinie. Die Männer hatten nur noch wenig Kraft, um die Arme jubelnd hochzureißen. Die Berliner ließen enttäuscht die Köpfe hängen. Anschließend ging das Fest weiter - auch wenn es weiter stürmte und später anfing zu regnen. "Das tat all dem kein Abbruch, wir haben weitergetanzt", sagte Yvonne Wehrbein vom Wassersportverein.

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Katrin 29.07.2015 - 22:44:59

Miss Wahl

Hallo. Könnt ich ein paar Bilder von der Miss Wahl geschickt bekommen?

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