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16 Mädchen und Jungen trainieren ein Woche lang im Rescue-Camp der DLRG am Wukensee in Biesenthal

"Ich hab

Gerettet: Alexander Richter, Erik Tetzlaff und Marcel Knaak (v. l.) haben den "hilflosen" Tobias Richter per Boot aus dem Wasser geborgen und ihn sicher an Land gebracht. Aufmerksam beobachten die Mädchen und Jungen, welche Techniken dazu notwendig sind.
Gerettet: Alexander Richter, Erik Tetzlaff und Marcel Knaak (v. l.) haben den "hilflosen" Tobias Richter per Boot aus dem Wasser geborgen und ihn sicher an Land gebracht. Aufmerksam beobachten die Mädchen und Jungen, welche Techniken dazu notwendig sind. © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Anjuta Klauke / 27.07.2015, 04:45 Uhr - Aktualisiert 09.02.2016, 12:43
Biesenthal (MOZ) Sonne, Strand und der Wukensee - 16 Mädchen und Jungen haben erfolgreich das einwöchige Rescue-Camp der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Kreisverband Barnim, absolviert. Die nächsthöhere Schwimmstufe zu erreichen war das Ziel.

"Ich hab´s geschafft!" - das war der meist gehörte Ausruf am Donnerstagnachmittag. Nach dreieinhalb Tagen intensivem Training ging es in die Prüfung. Am Ende gab es ausschließlich strahlende Gesichter, alle hatten ihre persönlichen Ziele erreicht oder sogar mehr geschafft.

Mark Wallis, zuständig für den Bereich Ausbildung bei der DLRG Barnim, zieht ein positives Fazit: "Wir haben einen Teilnehmer mit dem Rettungsschwimmer in Gold, einen mit Silber, dazu zwei, die das Schwimmabzeichen in Gold geschafft haben, die anderen haben alle Silber erreicht." Auch Jugendwart und Hauptorganisator des Camps, Marcel Knaak, Ausbilder Frank Schmunck und die Assistenten Erik Tetzlaff und Julian Wittek sowie Betreuerin Mareike Wallis sind hochzufrieden. "Von Anfang an haben alle Kinder mitgezogen. Und wenn es nicht so gut lief, haben sich die Kids gegenseitig motiviert", meint Erik. Alle haben sich von Montag bis Donnerstag deutlich gesteigert.

Rescue-Camp 2015 der DLRG Barnim am Wukensee in Biesenthal
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Rescue-Camp 2015

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Auf dem Programm der Woche stand vorrangig Schwimmtraining. Der Trick: Viele Aufgaben und Trainingseinheiten wurden spielerisch absolviert. Manch ein Kind bekam gar nicht mit, wie schnell die 400 Meter Schwimmen vorbei waren.

So der elfjährige Maurice Tschiedel aus Schwedt, der das Schwimmabzeichen in Bronze machen wollte und nun mit Silber nach Hause fährt. "Ich komme nächstes Jahr wieder", stellt er fest. Luke Karbe (10) aus Eberswalde war sehr stolz auf seinen Sprung vom Drei-Meter-Brett. "Schau mal, ich hab´s geschafft. Kannst du ein Foto davon machen", fragte er gleich.

Mit zur Ausbildung gehörten die ersten Schritte im Rettungsschwimmen, wie der Umgang mit Rettungsmitteln oder das Transportieren einer hilflosen Person, Knotenkunde und Flossenschwimmen. Die erfahreneren jungen Rettungsschwimmer zeigten, wie jemand aus dem Wasser geborgen wird. Nach der Demonstration fragte Daniela Molina-Castillo (12/Eberswalde): "Kann ich das auch lernen?" Kann sie, entweder ab September bei der DLRG beim Training im Eberswalder "baff" oder vielleicht im kommenden Sommer im Schwimmcamp.

Außerdem setzte die Ausbildermannschaft auf Teambildung. "Die Großen helfen den Kleinen, jeder achtet auf den anderen", lautete das Credo. Besonders deutlich zeigte sich das beim Ausflug in den Kletterpark Schorfheide. Dort halfen die älteren den jüngeren über schwierige Kletterpartien hinweg.

Eine Herausforderung war für die jüngeren Teilnehmer das Campen auf dem Gelände des Strandbads Wukensee. Allein im Zelt schlafen kostete schon Überwindung. Mark Wallis ist da ganz stolz auf die beiden Mädchen Inga Faude aus Biesenthal und Angelina Lauermann aus Eberswalde (beide 9). "Beide haben in dieser Woche viel gelernt. Uns hat es manchmal überrascht, wie schnell das ging." Für die Mahlzeiten sorgte das Team von Strandbadbetreiber Gerd Sievers.

An einem Nachmittag brachte eine Mutter zwei Bleche selbstgebackenen Kuchen vorbei. Am Lagerfeuer wurde dank der tatkräftigen Hilfe der 2. Vorsitzenden Sylvia Liedtke und ihrer Familie Knüppelkuchen gebacken und gegrillt. Außerdem gab es stets ein abendliches freies Schwimmen. An einem Abend war die Rettungshundestaffel der DLRG zu Gast und stellte den begeisterten Kindern ihre Arbeit vor.

Am Freitag bekamen alle Kinder endlich Urkunde, Camp-T-Shirt, Medaille und ihre neuen Schwimmabzeichen überreicht. Einhelliges Fazit: "Wir kommen wieder..."

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